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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 21.02.2011

Femina Filmpreis 2011 geht an Kostümbildnerin Julia Brandes
Dagmar Trüpschuch

Die Jury des 15. Femina Filmpreises hat am 19. Februar 2011 bei den 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin den mit 2.000 Euro dotierten Preis an Julia Brandes für das Kostümbild in dem...



...Spielfilm "Lollipop Monster" von Ziska Riemann (Perspektive Deutsches Kino) verliehen."

Lollipop Monster - der Film über das Erwachsenwerden zweier Teenager - ist die erste Regiearbeit der Regisseurin Ziska Riemann, die als Comiczeichnerin bekannt wurde. Zwei Mädchen, Oona und Ari, kommen aus Familien, die unterschiedlicher nicht sein können. Ari lebt mit ihrer Familie in einem bunten, durchdesignten Haushalt. Farben und Formen von Einrichtung und Kleidung sind ordentlich aufeinander abgestimmt. Oona hingegen lebt in einem existenzialistisch geprägten KünstlerInnenhaushalt - die Kleidung schwarz, die Wohnungseinrichtung schwarz- weiß, Tendenz unordentlich bis chaotisch. Beiden Familien gleich ist die Sprachlosigkeit, mit der sie ihren heranwachsenden Töchtern begegnen.
Ari holt sich die fehlende Zuneigung beim Sex mit erwachsenen Männern, Oona ritzt sich die Arme blutig und bannt ihre Gewaltfantasien mit wilden Kohlestrichen auf Papier. Gemeinsam ist ihnen die Musik ihrer Lieblingsband "Tier": "Wir verstehen uns blind, weil wir dieselbe Gattung sind." Als Ari jedoch eine Affäre mit Oonas verhasstem Onkel Lukas beginnt, steht ihre Freundschaft auf dem Spiel. Und sie sehen nur eine Chance, diese zu retten...
Nicht von ungefähr erinnert der Film thematisch an den 1994 gedrehten Spielfilm "Heavenly Creatures" von Peter Jackson. Hier sehen die besten Freundinnen Pauline Parker und Juliet Hulme die einzige Möglichkeit, ihre Freundschaft zu retten in der Ermordung von Paulines Mutter.

© Dagmar Trüpschuch: Jurorinnen Reinhild Blaschke, Renata Helker und Angela Schanelec mit Silvana Abbrescia-Rath vom Vorstand Femina Filmpreis und Gewinnerin Julia Brandes (Mitte)


Ziska Riemann gibt ihrem Film einen bunten Anstrich: mit Animationen, Comic-Elementen und nicht zuletzt mit dem fantastischen Szenenbild von Christiane Krumwiede und den phantasievollen Kostümen von Julia Brandes. Die Jury des Femina Filmpreises (bestehend aus Reinhild Blaschke, Szenenbildnerin, Renata Helker, Filmhistorikerin, Angela Schanelec, Regisseurin, alle aus Berlin) begründete nach langer Diskussion ihre Entscheidung für das Kostümbild mit folgenden Worten: "Julia Brandes Kostüme bewegen sich mit unberechenbarer Phantasie zwischen vergnügtem Showeffekt und nachdrücklicher Charakterzeichnung. Sie machen das komplizierte und widersprüchliche Lebensgefühl der Hauptfiguren, zweier sechzehnjähriger Mädchen, auf intensive und glaubwürdige Weise sichtbar."

Julia Brandes war überrascht und stolz, als sie den Preis entgegennahm: "Es ist extrem viel Herzblut in diesen Film geflossen - von allen. Wir haben alles gegeben. Und wenn dieses "Alles" gesehen und anerkannt wird, ist das toll. Der Femina Filmpreis ist eine riesengroße Auszeichnung und macht mich sehr stolz."

Die im Norden Deutschlands geborene Kostümbildnerin lebt in Köln. Sie absolvierte eine Schneiderlehre, schloss ein Studium in Modedesign an und ging dann auf die Internationale Filmschule Köln zum Aufbaustudium "Kostümbild". "Die Arbeit an dem Film hat totalen Spaß gemacht", sagt sie und wünscht sich mehr Regisseure und Regisseurinnen wie Ziska Riemann. "Solche, die den Mut haben, sich über Konventionen hinwegzusetzen, die auch Dinge machen, die nicht die Norm bedienen. Die sagen: Seid stärker, seid bunter, seid mehr!"

Ziska Riemanns schrilles, buntes und intelligentes Teenager-Drama kommt voraussichtlich im Sommer 2011 in die Kinos.

Weitere Infos zum Femina Filmpreis finden Sie unter: "Femina Filmpreis e.V."

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Die Femina 2011 - ein Filmpreis für Frauen

Femina Filmpreis für Szenenbildnerin Reinhild Blaschke im Rahmen der Verleihung des 14. Femina-Film-Preises

Ein Preis von Frauen für Frauen. Verleihung des 13. Femina-Film-Preises



Women + Work Beitrag vom 21.02.2011 AVIVA-Redaktion 

   




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