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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 15.09.2005

Kooperationen für die Zukunft
AVIVA-Redaktion

"Kooperationen schaffen - Zukunft gestalten! Mädchen im Fokus bundesweiter Kooperationen zwischen Schule und Arbeitswelt" ist das Motto der zweiten bundesweiten Girls´Day-Fachtagung



In der Fachhochschule Frankfurt/Main treffen sich am 27.09.05 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus bundesweit über 260 regionalen Arbeitskreisen und zwölf Landeskoordinierungsstellen, aus Unternehmen, Hochschulen und Schulen. Gemeinsam wollen sie ausloten, wie die Zukunft des Aktionstages aussehen soll.
Lehrstellenmangel und drohender Fachkräftemangel in technischen Berufsfeldern betreffen Mädchen und junge Frauen besonders: Obwohl sie die besseren Schulabschlüsse vorweisen können, bewerben sich nur wenige in technischen, techniknahen, wissenschaftlichen oder handwerklichen Berufsfeldern und schöpfen somit ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus. Die immer noch stark geschlechtergeprägte Berufswahl nimmt der Wirtschaft potenzielle Fachkräfte und verringert die Zukunftschancen von Mädchen.

Am Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag beteiligt sich eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen und Organisationen, um Mädchen für Berufe in Technik, IT und Naturwissenschaften zu gewinnen und sie zu ermutigen, ihre Potentiale in zukunftsweisenden, mädchenuntypischen Berufen einzusetzen. Bisher fanden über 17.000 Veranstaltungen in Unternehmen und Organisationen für mehr als 385.000 Teilnehmerinnen statt. Waren es 2004 noch rund 5.300 Veranstalter, steigerte sich die Beteiligung 2005 um mehr als ein Drittel auf knapp 7.000 Unternehmen. Erfahrungsgemäß nehmen Mädchen und junge Frauen gerade dieses speziell auf sie zugeschnittene Angebot der Betriebe, Hochschulen und Verwaltungen gerne wahr.
Ziel ist es, diesen positiven Trend fortzusetzen und zu verstärken. Um den Aktionstag langfristig wirksam zu halten, stiften die Engagierten der regionalen Arbeitskreise Kooperationsbeziehungen zwischen Arbeitswelt und Schule anlässlich des Girls´Day. Positiver Effekt: Beide Seiten können auch über den Tag hinaus in weiteren Bereichen zusammenarbeiten.

"Für Schulen bietet der Girls´Day Anregungen und neue Möglichkeiten, Konzepte der schulischen Berufswahlorientierung zu erweitern. Denn auch die Pisa-Diskussion hat verdeutlicht, dass Mädchen und Jungen unterschiedlich lernen und geprägt werden. Die zunehmende Anzahl von Ganztagsschulen bietet zeitlich die Möglichkeit, den Girls´Day in der Schule eingehend vor- und nachzubereiten. Das Entscheidende an der Vorbereitung ist, dass die Mädchen ausreichend über den Girls´Day und sein Anliegen informiert werden. Dies unterstützt die Qualität und Nachhaltigkeit des Aktionstages", betont Doro-Thea Chwalek, Projektleiterin der Bundesweiten Koordinierungsstelle des Mädchen-Zukunftstages.
Dass ausschließlich Mädchen die Unternehmen und Betriebe besuchen, unterscheidet den Aktionstag von den koedukativen Angeboten zur Berufsorientierung. Der Tag kann jedoch auch sinnvoll für jungenspezifische Aktionen genutzt werden.

Laut Befragung der Teilnehmerinnen beurteilen über 90 Prozent den Girls´Day als gut oder sehr gut. Nahezu die Hälfte der Mädchen äußerte nach dem Girls´Day den Wunsch, in dem am Aktionstag besuchten Betrieb ein Praktikum oder eine Ausbildung zu beginnen. Bei zahlreichen der beteiligten Unternehmen gingen Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsplätze von diesen Mädchen ein. Für immer mehr ehemalige Teilnehmerinnen des Girls´Day hat die berufliche Zukunft in einem technischen Beruf schon begonnen. Auf der Website der Aktionwww.girls-day.de werden Mädchen vorgestellt, die durch den Aktionstag einen Ausbildungsplatz in einem technischen Beruf gefunden haben.

Der Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag findet an jedem vierten Donnerstag im April statt, das nächste Mal am 27. April 2006.

Mehr Infos:

www.girls-day.de

Women + Work Beitrag vom 15.09.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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