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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 16.02.2006

Fight hate with humor - Cartoon Contest
Sarah Ross

Als Reaktion auf den Karikaturenwettbewerb im Iran, bei dem die besten Spöttereien über den Holocaust gesucht werden, will die Studentenorganisation WUJS international den Hass mit Humor besiegen.



Der World Union of Jewish Students (WUJS) wurde bereits 1924 gegründet - ihr erster Präsident war Albert Einstein. Heute ist der WUJS die Dachorganisation unabhängiger jüdischer Studentenorganisationen in 52 Staaten der Welt. Als Antwort auf den infamen Wettbewerb im Iran - A World without Zionism und A World without the United States - und im Rahmen seiner internationalen Kampagne Against hatred, lobt die Studentenorganisation einen Karikatur-Wettbewerb zum Thema Fight hate with humor aus. Dieser findet noch bis zum 1. Mai 2006 in Zusammenarbeit mit den Karikaturisten Edward Margolis und Noah Crissey statt.

Während die Iraner den Hass und die Ressentiments weiter schüren, indem sie StudentInnen dazu aufrufen, Cartoons zu zeichnen, in denen der Holocaust weiterhin geleugnet, der Zionismus und die USA verteufelt und die Intifada glorifiziert wird, setzten die jüdischen StudentInnen weltweit auf Humor anstatt Hass. In Bezug auf die geplanten Holocaust-Karikaturen soll es in einer bekannten iranischen Zeitung geheißen haben, dass der Iran testen will, inwieweit der Westen das Recht auf Meinungsfreiheit bezüglich des Genozids von Seiten der Nazis gegenüber den Juden gelten lässt, wie er es auch hinsichtlich der Mohammed-Darstellungen tat.

Man könnte für den iranischen Wettbewerb fast ein müdes Lächeln übrig haben, wenn man nicht wüsste, wie gefährlich er sein kann. Der Cartoonist Edward Margolis erklärt daher auf der Website des WUJS, dass redaktionelle Karikaturen im Iran und im Mittleren Osten sehr ernst genommen und zudem als Barometer für die öffentliche Meinung angesehen werden. Hinsichtlich der hohen Zahl von Analphabeten in dieser Region, haben totalitäre Regime die Macht und Bedeutung von bildlichen Darstellungen längst erkannt und sie gezielt als Manipulationsinstrument eingesetzt. In den USA wurden bereits aufgrund der brenzligen Situation KarikaturistInnen entlassen.

Ziel des Wettbewerbs ist es, zu zeigen, dass man den Hass, der durch den Karikaturenstreit verstärkt wurde, mit Humor besiegen kann. Auch das Interesse an dieser Form der Meinungsäußerung unter den StudentInnen soll damit aufrechterhalten und die amerikanischen Medien darauf hingewiesen werden, wie sehr die Hass-Karikaturen und die Drohungen aus dem Iran bereits die Pressefreiheit in den USA beschnitten haben, so Margolis.

In einem Statement zum Wettbewerb sagte die Vorsitzende der World Union of Jewish Students, Viktoria Dolburd: "Although cartoons, such as the ones published in the Danish newspaper against the prophet Mohammed may be offensive, nevertheless this is no justification for the recent acts of violence targeting European representatives and citizens worldwide…The origins of all the local and global conflicts in the world came from hatred. We need to act to reduce hatred, through all means possible just as education, activism, or as in this case, through humor".
An dem Wettbewerb können all diejenigen teilnehmen, die zum einen Talent zum Zeichnen mitbringen, aber auch Interesse an der Teilnahme an der weltweiten Kampagne des WUJS haben, bei der es darum geht, Alternativen zu negativer und aggressiver PR aufzuzeigen. Gesucht werden lustige Cartoons darüber, wie man den Hass besiegen kann.

Noch bis zum 1. Mai 2006 können die Cartoons für den Wettbewerb Fight hate with humor eingereicht werden. Eine Jury wird die besten auswählen, die anschließend als Teil der globalen WUJS-Kampagne gegen Hass veröffentlicht werden.

Weitere Informationen zur Teilnahme unter: www.wujs.org.il

Women + Work Beitrag vom 16.02.2006 Sarah Ross 

   




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