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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 25.05.2006

Zu wenig Frauen in den Ingenieurwissenschaften
Sarah Ross

Das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit sieht akuten Handlungsbedarf für den weiblichen Nachwuchs in den Ingenieurswissenschaften. Nach dem Aufwind kommt die Trendwende.



Aus Anlass des diesjährigen "Tags der Technik", der vom 19. bis 20. Mai 2006 stattfand, informiert das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit im Jahresturnus Politik, Wirtschaft und Verbände über die aktuellen Entwicklungen in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik. In diesem Jahr zeigten die Daten und Fakten aus Studium und Beruf, dass die Ingenieurwissenschaften bisher bei den Frauen im Aufwind lagen, jedoch nun die Trendwende droht. Ist das das Ende einer Erfolgsstory?

Das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V. fördert mit bundesweiten Projekten die verstärkte Nutzung der Potentiale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und Technik sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Zu seinen erfolgreichsten Projekten gehört beispielsweise der jährlich stattfindende "Girls’Day - Mädchen-Zukunftstag" und die "Genderaktivitäten in den Wissenschaftsjahren". Zudem engagiert sich das Kompetenzzentrum als Partner des "Tags der Technik" besonders für eine aktive Beteiligung der Frauen-Technik-Netzwerke und für mehr Angebote für breitere Bevölkerungsgruppen.

Bundesweit wächst die Nachfrage nach qualifiziertem Nachwuchs immer mehr an. Daher ruft das Kompetenzzentrum nun dazu auf, eine neue Offensive für Frauen in Ingenieurwissenschaften zu starten: "Fast unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit droht eine klare Erfolgsstory zu Ende zu gehe", fasst Barbara Schwarze, die Vorsitzende des Kompetenzzentrums, das Ergebnis des diesjährigen Datenberichts zusammen.

Die Zahl der Studienanfängerinnen im Maschinenbau und in Elektrotechnik sprechen für sich: So hat sich der Anteil der Frauen in diesen Fächern in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Besonders in der Elektrotechnik kletterte der Anteil der Frauen zwar "nur" von 4,5% auf 9%, der lang anhaltende Aufwärtstrend sei aber unverkennbar gewesen, so Schwarze. Auch bei den Studienabschlüssen macht sich der Erfolg des Hochschulwissenschaftsprogramms von Bund und Ländern und zahlreicher Projekte in Wirtschaft und Ingenieurverbänden bemerkbar: Im Jahr 2004 beendeten 2.700 Maschinenbauabsolventinnen(16,5 %) erfolgreich das Studium.

Nun droht jedoch angesichts der deutlich rückläufigen Zahlen bei den Ingenieurstudentinnen ein baldiges Ende des positiven Langzeittrends. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Studienanfängerinnen im Maschinenbau um 6%, die Zahl ihrer Kommilitonen ging dagegen kaum spürbar zurück. In Elektrotechnik sank die Zahl der Anfängerinnen um 4 % gegenüber dem Vorjahr, im Bauingenieurwesen brach der Anteil der Frauen mit einem Minus von 11% ein.

Obwohl der Negativtrend an allen Hochschulen zu verzeichnen ist, stellte Burghilde Wieneke, die Vizepräsidentin der Technischen Fachhochschule Berlin und Vorstandsmitglied des Kompetenzzentrums, dennoch fest, dass in den Studiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen die Zahl der Studienanfängerinnen an den Universitäten noch stärker zurückgeht als an den Fachhochschulen. Daher muss das Engagement aller Hochschulen dringend durch bundesweite Aktionen der Wirtschaft, des Bundes und der Länder verstärkt werden.

Die beiden Vorstandsfrauen des Kompetenzzentrums fordern, dass die guten Beispiele in der Zusammenarbeit von Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen für mehr Studentinnen in den Ingenieurwissenschaften endlich in die Breite gestellt und verstetigt werden. Laut Schwarze und Wieneke sei dies durch gendersensible Technologieprojekte in Schulen zu realisieren, die zukünftig zum integralen Bestandteil des Unterrichts in allen Schulen werden sollen, damit schon früh das Interesse von Mädchen und Jungen für technische Fragestellungen geweckt wird.

Für bereits berufstätige Ingenieurinnen und Ingenieure ist zudem dringend erforderlich, für eine Arbeitsplatzqualität zu sorgen, die neben Angeboten zur Weiterqualifizierung auch eine größere Flexibilität von Arbeitszeit und -ort ermögliche. Burghilde Wieneke, Maschinenbauprofessorin und aktives Mitglied der Frauen im Ingenieurberuf (FiB) beim Verein Deutscher Ingenieure, ist überzeugt davon, dass nur so hoch qualifizierte junge Frauen, aber auch ihre jungen Ingenieurkollegen den Unternehmen als motivierte Leistungsträger erhalten bleiben werden.


Weitere Informationen und das Datenmaterial "Frauen in den Ingenieurwissenschaften" finden Sie unter:
www.kompetenzz.de/vk06/features/ing


Women + Work Beitrag vom 25.05.2006 Sarah Ross 

   




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