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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.11.2007

Bundeskanzlerin Merkel wird mit Leo-Baeck-Preis geehrt
Franziska Eva-Maria Steier

Seit 1957 wird der Leo-Baeck-Preis an engagierte Menschen verliehen, die sich für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt haben oder einsetzen. 2007 erhält Dr. Angela Merkel diese Auszeichnung.



Die Bundeskanzlerin hat sich, so der Zentralrat der Juden in Deutschland, "kontinuierlich und glaubwürdig für eine bessere Verständigung zwischen Juden und Nichtjuden, ebenso wie zwischen Deutschland und Israel eingesetzt. Sie habe stets durch überzeugende Worte und engagiertes Handeln deutlich gemacht, dass die aus der deutschen Geschichte resultierende Verantwortung für sie eine Herzensangelegenheit und zugleich Wegweiser ihres politischen Handelns ist. Engagiert und nachhaltig setzt sie sich für die Stärkung der wachsenden jüdischen Gemeinschaft in Deutschland ein und überzeugt durch eine unzweideutige und unnachgiebige Haltung denjenigen gegenüber, die ein harmonisches Miteinander von Juden und Nichtjuden unmöglich machen wollen.

Dass die Kanzlerin auch in politisch schwieriger Zeit ein verlässlicher Partner an der Seite Israels ist, hat sie in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt. Mit der Verleihung des diesjährigen Leo-Baeck-Preises am 6. November 2007 in Berlin bringt der Zentralrat seine Anerkennung und seinen Respekt für diese Haltung zum Ausdruck."
Laudator ist der Dichter und Liedermacher Wolf Biermann.

40 Jahre Ehrung
Leo Baeck (1873 - 1956), Rabbiner und bedeutender Vertreter des deutschen liberalen Judentums, zeichnete sich durch sein geistiges wie politisches Schaffen für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland aus. Leo Baeck hat sich Zeit seines Lebens stets um ein der Tradition verbundenes Judentum in der Moderne, die Ausbildung von Rabbinernachwuchs an der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und um den Dialog mit dem Christentum, dem Islam und den anderen Religionen bemüht.

Seit 1957 verleiht der Zentralrat der Juden in Deutschland den mit 10.000 Euro dotierten Leo-Baeck-Preis. Er ehrt damit Menschen, die sich zum einen in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt haben und denen es zum anderen gelungen ist, aus den dunklen Kapiteln deutscher Geschichte Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Zu den PreisträgerInnen früherer Jahre gehören unter anderem die Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker (1994), Prof. Dr. Roman Herzog (1998), Dr. h.c. Johannes Rau, (1995) die VerlegerInnen Hubert Burda (2006) und Friede Springer (2000), Iris Berben (2002), Dr. phil. h.c. Ralph Giordano (2003) und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland.
(Quelle: Zentralrat der Juden in Deutschland)

Weitere Informationen unter:
Zentralrat der Juden in Deutschland: www.zentralratdjuden.de
Leo Baeck Summer University: www.lbsu.de
Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts e.V.: www.leobaeck.de
Leo Baeck Institute, Jerusalem: www.leobaeck.org

Women + Work Beitrag vom 06.11.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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