... die Schriften von einer unabhängigen Jury, deren Mitglieder für die Vielfalt der Arbeit von JournalistInnen stehen.
Mit dem 11. EMMA JournalistInnen-Preis werden Texte prämiert, die zwischen April 2008 und März 2010 veröffentlicht wurden: Reportagen, Features, Porträts, Glossen, Kommentare, Rezensionen. Die Texte müssen deutschsprachig sein und schriftlich vorliegen. Sie können von den AutorInnen selbst, ihren Redaktionen oder LeserInnen eingesandt werden. Dabei gilt: maximal drei Beiträge pro AutorIn, in je dreifacher Ausfertigung, keine Rücksendung. Die prämierten Texte werden in EMMA veröffentlicht. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 31. März 2010. Die Preise werden im Mai 2010 verliehen.
Die Preiskriterien
Es muss sich um journalistische Texte handeln, nicht fiktive. Voraussetzung: handwerkliche Qualität, stilistische Sicherheit, Kreativität in Bezug auf Sujet und Form sowie ein Bewusstsein für gesellschaftliche Realitäten und die Lage der Geschlechter. Guter Journalismus hat kein Geschlecht. Aber wirklich guter Journalismus klammert die noch immer existierenden unterschiedlichen Prägungen und Realitäten von Frauen und Männern auch nicht aus.
Die Geschichte des EMMA-JournalistInnenpreises
EMMA initiierte den Preis 1990. Seit 1992 steuert das NRW-Frauenministerium die Preisgelder bei. Die Jury 2008 (Julia Franck, Necla Kelek, Julia Voss/FAZ und Alice Schwarzer) entschied sich damals für: Renate Meinhof/Süddeutsche Zeitung (1. Preis), Barbara Hardinghaus/Spiegel (2. Preis), Christiane Kohl/Süddeutsche Zeitung, Susanne Krieg/Geo, Sonja Banze/Park Avenue (alle 3. Preis), Susanne Schneider/SZ-Magazin, Pia Döhler/Neue Presse Coburg (beide Sonderpreis), sowie Florian Klenk/Falter, Mario Kaiser/Spiegel, Dirk Kurbjuweit/Spiegel (Männerpreis)
Warum einen JournalistInnen-Preis
50 % aller VolontärInnen, 27 % aller RedakteurInnen, aber nur 2 % der ChefredakteurInnen sind heute weiblich – in den Jurys und bei den Preisvergaben sieht es ähnlich aus. Es geht bei dem Journalistinnenpreis also darum, der strukturellen Benachteiligung von Frauen in einem traditionell männlichen Beruf bestärkend entgegen zu wirken. Der Preis gilt für die ganze Bandbreite des Schaffens weiblicher Journalisten: von traditionellen "Frauenthemen" bis hin zu "Männerdomänen" (wie Wirtschaft, Krieg etc.), von der Reportage bis zum Kommentar.
Warum auch ein Männerpreis?
In den letzten Jahren mehren sich die Texte von Journalisten, die klassische "Frauenthemen" oder bewusste "Männerthemen" nicht nur mit Kompetenz und Sensibilität, sondern auch mit dem Bewusstsein um die Geschlechterverhältnisse schreiben. Geschlechterbewusstes Schreiben ist keine Frage des biologischen Geschlechts. Darum sind seit 2002 auch alle Kollegen herzlich eingeladen, sich an dem JournalistInnen-Preis zu beteiligen.
Einsendeschluss ist Mittwoch, der 31. März 2010.
Weitere Infos finden Sie unter:
www.emma.de
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