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AVIVA-BERLIN.de im April 2014:

Jasmina Prpic ist die Frau Europas 2012
Katarina Wagner

Für ihren Einsatz für die Verteidigung und Durchsetzung der Rechte von Frauen wird die Mitbegründerin von Anwältinnen ohne Grenzen e.V. mit dem diesjährigen "Preis Frauen Europas – Deutschland"...



...vom "Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland" ausgezeichnet.

Seit 1991 verleiht das EBD die Auszeichnung an Frauen, die sich in besonderer Weise für die Festigung und das Zusammenwachsen eines vereinten Europas einsetzen und möchte damit engagierte Europäerinnen untereinander vernetzen und stärken.

Die Präsidentin des Preis Frauen Europas - Deutschland, Prof. Gudrun Schmidt-Kärner, begründet die Jury-Entscheidung folgendermaßen:

"Jasmina Prpic macht uns bewusst, wie stark die Durchsetzung der Menschenrechte von ihrer juristischen Verteidigung abhängt. Dafür hat sie mehr als die Hälfte ihres Lebens in unterschiedlichen Ländern gekämpft. Ihr persönliches Schicksal war Auslöser und Motivation, andere zu unterstützen. Das hat uns sehr beeindruckt."

Die Frauenrechtlerin wurde 1954 im heutigen Bosnien-Herzegowina, dem damaligen Jugoslawien geboren. Wegen des ausbrechenden Balkankrieges 1990 musste sie zuerst ihre seit zehn Jahren ausgeübte Tätigkeit als Richterin aufgeben und 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland flüchten.

Hier musste sie sich alles von Null neu aufbauen, nicht nur eine neue Sprache lernen, sondern auch in die Universität zurück kehren und sich für ein Magisteraufbaustudium einschreiben, da ihr Abschluss nicht anerkannt wurde.

Im Rahmen ihrer Arbeit für die Organisation medica mondiale e.V. reiste sie nach Bosnien und Herzegowina und in den Kosovo, um die Opfer der bekannt gewordenen Massenvergewaltigungen als mögliche Zeuginnen zu begleiten. Im Jugoslawien-Tribunal wurde in Den Haag 2001 sexualisierte Gewalt zum ersten Mal in der Geschichte des humanitären Völkerrechts als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen anerkannt und verfolgt.
Während ihrer Arbeit erfuhr die Juristin von der dramatischen Situation der durch die Vergewaltigung traumatisierten Frauen, die oft zusätzlich von ihren Familien verstoßen wurden.

"Aber ich hatte im Kosovo nicht nur mit sexualisierter Gewalt an Frauen zu tun. In einer sehr konservativen, durch die Vormacht der Männer seit Jahrhunderten geprägten Gesellschaft, erfuhr ich durch meine Arbeit auch von Fällen der Blutrache, Zwangsheirat, von Ehrenmorden an Frauen, von Bigamie, sowie der weit verbreiteten häuslichen Gewalt an Frauen."

Nach dieser Arbeit und Teilnahmen an verschiedenen Tagungen zum Thema "Frauenrechte als Menschenrechte" wurde Prpic bewusst, wie sehr Frauenrechtsorganisationen auf juristische Hilfe angewiesen sind, die in organisierter Form in Europa allerdings fehlt. Daher gründete sie 2007 mit elf weiteren Juristinnen aus verschiedenen Ländern den Verein Anwältinnen ohne Grenzen e.V.

Dieser setzt sich zum Ziel, die Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Frauen zu bekämpfen und für die Durchsetzung und Bekanntmachung der UN-Frauenrechtskonvention CEDAW (Committee on the Elimination of Discrimination against Women) einzutreten.

Schwerpunktmäßig engagiert sich der Verein für Menschen mit Migrationshintergrund und deren Integration und Gleichstellung durch Aufklärung über Gesetze und Rechtsansprüche. Die Anwältinnen wollen außerdem über die rechtliche und tatsächliche Stellung von Frauen weltweit informieren, Fälle von Verletzung der Menschenrechte von Frauen bekannt machen und erarbeiten Schattenberichte über die Lage von Frauen für den CEDAW-Ausschuss in Deutschland. International entsendet der Verein außerdem Prozessbeobachterinnen, vertritt Frauen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und unterstützt Frauenorganisation durch juristische Beratung und Vertretung.

Ihren symbolischen Preis erhält Jasmina Prpic am 19. September 2012 in München.

Weitere Infos unter:

www.europaeische-bewegung.de

www.anwaeltinnen-ohne-grenzen.de

www.medicamondiale.org

Infos zu CEDAW beim Deutschen Institut für Menschenrechte

Übersicht über die Preisträgerinnen der vergangenen 20 Jahre

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Verleihung des Preis Frauen Europas 2008 an Necla Kelek

Preis Frauen Europas 2007 geht an die Journalistin Inge Bell

Preis Frauen Europas 2005 geht an Gesine Schwan

Handbuch von medica mondiale: Sexualisierte Kriegsgewalt und ihre Folgen




Women + Work > WorldWideWomen erstellt: 26.07.2012 Katarina Wagner 

   




 
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