AVIVA-Interview mit Britta J├╝rgs, Verlegerin und Publizistin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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18.06.2018

AVIVA-Interview mit Britta J├╝rgs, Verlegerin und Publizistin
Yvonne de Andr├ęs, Sharon Adler

Der AvivA Verlag feiert 2017 seinen 20. Geburtstag. Britta J├╝rgs hat den literarischen Kanon weiblicher Stimmen erweitert, vergessene, darunter viele j├╝dische Autorinnen sichtbar gemacht und engagiert sich in Netzwerken in der Buchbranche



Britta J├╝rgs, geboren in Frankfurt am Main. Studium der Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Frankfurt am Main, Paris und Berlin. 1997 Gr├╝ndung des AvivA Verlags. Herausgeberin von B├╝chern zu Frauen in der Kunst- und Literaturgeschichte. Redakteurin der VIRGINIA Frauenbuchkritik. Auf der Frankfurter Buchmesse 2011 erhielt sie die Auszeichnung "B├╝cherFrau des Jahres". Seit 2015 Vorsitzende der Kurt Wolff Stiftung zur F├Ârderung einer vielf├Ąltigen Verlags- und Literaturszene.
Im Herbst feierte der AvivA Verlag mit einer Lesetour in 20 Buchhandlungen an 20 verschiedenen Orten das Verlagsjubil├Ąum. Impressionen sind auf dem Verlagsblog nachzulesen: AvivA on Tour. (www.aviva-verlag.de/blog)


AVIVA-Berlin: Wie kam es 1997 zur Gr├╝ndung des AvivA Verlags? Warum war es Dir so wichtig, einen Frauenverlag zu gr├╝nden?
Britta J├╝rgs: Ich habe den Verlag gegr├╝ndet, um dort die B├╝cher zu machen, die mir im Buchhandel gefehlt haben. Das waren zun├Ąchst vor allem B├╝cher ├╝ber K├╝nstlerinnen und Schriftstellerinnen, doch parallel dazu Werke vergessener j├╝discher Autorinnen wie Alice Berend oder Ruth Landshoff-Yorck. Der Nachholbedarf bei B├╝chern von und ├╝ber Frauen war auch 1997 noch gro├č.

AVIVA-Berlin: Wie war die Resonanz auf diese vergessenen Sch├Ątze und auf die B├╝cher ├╝ber au├čergew├Âhnliche Frauen?
Britta J├╝rgs: Nat├╝rlich ist die Resonanz je nach Buch und je nach Autorin unterschiedlich, das l├Ąsst sich nicht verallgemeinern. Zu meiner eigenen ├ťberraschung kamen die Portr├Ątb├Ąnde ├╝ber K├╝nstlerinnen und Schriftstellerinnen der Moderne, mit denen ich startete, ziemlich gut an. Besonders nachhaltigen Erfolg hat das mittlerweile in der 4. Auflage befindliche Buch von Hanna Gagel "So viel Energie" ├╝ber K├╝nstlerinnen in der dritten Lebensphase, aber auch Susanne Beyers Palucca-Biografie ist ein Longseller. Am erfolgreichsten bisher war der Roman "Das wei├če Abendkleid" der deutsch-j├╝dischen Autorin Victoria Wolff ├╝ber vier Frauen und ein Kleid im Paris der 1930er Jahre.

AVIVA-Berlin: Wie hat sich das Programm im Laufe der Jahre entwickelt und welches sind f├╝r dich die wichtigsten B├╝cher aus deinem Verlag?
Britta J├╝rgs:Das Programm wurde immer vielf├Ąltiger. Obwohl einer meiner Schwerpunkte die 1920er und 1930er Jahre sind, gestatte ich mir doch immer wieder Ausfl├╝ge in andere Epochen, ob ins 18. Jahrhundert bei Andrea Weisbrods Buch ├╝ber Madame de Pompadour, ins 19. Jahrhundert mit der Undercover-Reporterin und Weltreisenden Nellie Bly, oder in die 2. H├Ąlfte des 20. Jahrhunderts mit den Romanen von Annemarie Weber oder Silvia Tennenbaum, deren im AvivA Verlag erstmals ins Deutsche ├╝bersetzten Roman "Rachel, die Frau des Rabbis" ├╝ber eine Rabbinersfrau und K├╝nstlerin in der New Yorker Vorstadt ich gerade als Taschenbuch neu aufgelegt habe. Und es gibt Ausfl├╝ge bis hin zur Gegenwart, beispielsweise der von Antje Wagner herausgegebene Erz├Ąhlungsband "Unicorns don┬┤t swim", dem ersten Buch in meinem Verlagsprogramm f├╝r junge Leserinnen.
Die wichtigsten B├╝cher aus meinem Verlag? Ich mache nur Herzblut-B├╝cher. F├╝r mich sind alle B├╝cher wichtig. Besonders am Herzen liegen mir nat├╝rlich immer auch die B├╝cher, denen ich noch mehr Leserinnen w├╝nschen w├╝rde, wie beispielsweise Regine Beyers Biografie "Abendkleid und Filzstiefel" ├╝ber die j├╝dische Jazzpianistin Peggy Stone, Ruth Landshoff-Yorcks Roman ├╝ber den Widerstand an der Riviera, "Sixty to Go", oder die aus dem Franz├Âsischen ├╝bersetzten Texte der j├╝dischen Ethnologin und Widerstandsk├Ąmpferin Germaine Tillion, "Die verlorene Unschuld".

AVIVA-Berlin: Wie hat sich die feministische ├ľffentlichkeit deiner Meinung nach ver├Ąndert und was bedeutet dies f├╝r den AvivA Verlag? Wo steht der Verlag heute?
Britta J├╝rgs:Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass es nicht nur einen Feminismus gibt, sondern viele. Es sollte sich aber immer noch weiter herumsprechen, wieviele bahnbrechende, literarische, schr├Ąge, anspruchsvolle, witzige, ungew├Âhnliche ÔÇô kurz: gute B├╝cher es gibt, die von Frauen geschrieben wurden. Und die sogar auch von M├Ąnnern gelesen werden k├Ânnen und sollen. Der Kanon muss weiblicher werden. Und der AvivA Verlag arbeitet heute wie vor 20 Jahren daran, die weiblichen Stimmen und Perspektiven sichtbar zu machen und f├╝r literarische Neu- und Wiederentdeckungen von und ├╝ber Frauen zu sorgen.

AVIVA-Berlin: Welche Bedeutung hat die Wiederentdeckung j├╝discher Schriftstellerinnen wie Ruth Landshoff-Yorck, Victoria Wolff, Lili Gr├╝n oder Maria Leitner durch den AvivA Verlag f├╝r Dich pers├Ânlich?
Britta J├╝rgs: Diese Wiederentdeckungen sind das Herzst├╝ck meines Verlages, sie sind mir ganz besonders wichtig.

AVIVA-Berlin: Wie stabil sch├Ątzt du Frauenbuchverlage hinsichtlich Vermarktung, Absatz und Interesse ein?
Britta J├╝rgs: Es geh├Ârte immer schon zu einem ziemlich wahnwitzigen Unterfangen, einen Verlag zu gr├╝nden. Wenn dieser sich auf Frauen spezialisiert, ist das noch wahnwitziger. Stabil bleibt auf jeden Fall die Instabilit├Ąt. Und meine Beharrlichkeit, das Interesse f├╝r die AvivA-B├╝cher zu wecken und zu halten.

AVIVA-Berlin: Seit 2015 bist du Vorsitzende der Kurt Wolff Stiftung, dessen Ziel die F├Ârderung einer vielf├Ąltigen Verlags- und Literaturszene ist. Was ist Dein Anliegen?
Britta J├╝rgs: Es ist mir ein besonderes Anliegen, Aufmerksamkeit zu wecken f├╝r das, was wir unabh├Ąngigen Verlage als kulturellen Beitrag leisten ÔÇô zusammen mit unseren Autorinnen und Autoren. Der gerade wieder neu erschienene Gemeinschaftskatalog "Es geht um das Buch" zeigt, wie vielf├Ąltig unsere Programme sind und wie relevant.

AVIVA-Berlin: Von 2004 bis 2008 warst du 1. Vorsitzende der B├╝cherFrauen e.V. - dem Branchennetzwerk f├╝r Frauen in der Buchbranche. Was ist f├╝r dich wichtig am Netzwerkgedanken? Wie baut frau ein gutes Netzwerk auf?
Britta J├╝rgs: Ich bin ├╝berzeugte B├╝cherFrau seit ├╝ber 20 Jahren ÔÇô und nat├╝rlich ├╝berzeugte Netzwerkerin. Gemeinsam k├Ânnen wir mehr bewegen, ob bei den B├╝cherFrauen oder in anderen Netzwerken. Und wer sich engagiert, hat selbst auch mehr vom Netzwerk ÔÇô das habe ich bei all meinen durchaus zeitaufwendigen ehrenamtlichen T├Ątigkeiten gelernt. Ein gutes Netzwerk baue ich auf, indem ich mich mit anderen zusammen engagiere und indem ich offen bin f├╝r andere Perspektiven und den gemeinsamen Austausch.

AVIVA-Berlin: Zum Jubil├Ąum warst du unter dem Motto "20 Jahre, 20 Orte, 20 Lesungen" in 20 Buchhandlungen deutschlandweit unterwegs, begleitet von Deiner Tochter Klara-Emilia, die den Blog der Road Tour geschrieben und fotografiert hat. Welche Erfahrungen hast du dabei mit deinem Programm, den Buchhandlungen, den Buchh├Ąndlerinnen und den Orten gemacht?
Britta J├╝rgs: Wir waren in gro├čen St├Ądten wie auch in kleinen Orten und es war ein gro├čartiges Erlebnis, all diese tollen und engagierten Buchh├Ąndlerinnen und Buchh├Ąndler und ihre wunderbaren Buchhandlungen kennenzulernen und ├╝berall mit den Menschen ins Gespr├Ąch zu kommen. Die Tour war zwar anstrengend, aber sehr inspirierend. Mir hat sie Lust gemacht auf mehr!

AVIVA-Berlin: Herzlichen Dank f├╝r das Gespr├Ąch!



Mehr Informationen zu Britta J├╝rgs und zum Verlagsprogramm dem AvivA-Verlag finden Sie unter:

www.aviva-verlag.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Britta J├╝rgs ist B├╝cherFrau des Jahres 2011 Die Verlegerin des AvivA Verlags wurde von den Mitgliederinnen des Branchennetzwerks B├╝cherFrauen e.V. zur "B├╝cherFrau des Jahres 2011" gew├Ąhlt. Der Preis wurde am 13. Oktober 2011 auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Ausgelesen - Interview mit Britta J├╝rg
Die Verlagsleiterin des 1997 von ihr gegr├╝ndeten AvivA Verlags, der sich Frauen in der Kunst- und Kulturgeschichte widmet und auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet hat. (2003)

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin ÔÇô von AVIVA-Berlin rezensierte Literatur aus dem AvivA-Verlag:

Germaine Tillion - Die gestohlene Unschuld. Ein Leben zwischen R├ęsistance und Ethnologie
Die franz├Âsische Ethnologin Germaine Tillion war eine der gro├čen intellektuellen Pers├Ânlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Am 30. Mai 2017 h├Ątte sie ihren 110. Geburtstag gefeiert. In "Die gestohlene Unschuld" werden im AvivA Verlag erstmals von ihr geschriebene Fragmente zu einem autobiographischen Gesamtwerk zusammengef├╝gt. (2017)

Tobias Schwartz, Virginia Woolf - Bloomsbury & Freshwater
In "Freshwater", Virginia Woolfs einzigem Theaterst├╝ck, erweckt sie ihre Gro├čtante, die Fotografin und Exzentrikerin Julia Margaret Cameron zu neuem Leben und unterh├Ąlt uns mit einer gro├čen Eselei. (2017)

Lili Gr├╝n - Junge B├╝rokraft ├╝bernimmt auch andere Arbeit... Herausgegeben und mit einem Nachwort von Anke Heimberg
"Du glaubst auf eigene Fasson ungl├╝cklich zu werden statt nach der von anderen Leuten. Du glaubst, das ist gar nix. Das ist vielleicht schon alles, was man haben kann." Was zun├Ąchst illusionslos und pessimistisch klingt, ist ein ganz pragmatischer Ratschlag, den in Lili Gr├╝ns Roman "Junge B├╝rokraft ├╝bernimmt auch andere ArbeitÔÇŽ" die lebenskluge Mitzi ihrer Freundin Susi Urban gibt. (2016)

Christa Winsloe - Auto-Biographie und andere Feuilletons. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Doris Hermanns
In ihren Feuilletons aus den 20er und 30er Jahren widmet die Schriftstellerin und Tierbildhauerin sich clever, humorvoll und wunderbar subjektiv den unterschiedlichsten Themen und beschreibt so die vielen Seiten einer optimistischen und chaotischen, lebensbejahenden und bedrohlichen Zeit. (2016)

Antje Wagner (Hg.) - Unicorns don┬┤t swim
Selbstprogrammierte Computerspiele mit Einhorn, in der Halfpipe skaten oder die erste Verliebtheit. In der Anthologie "Unicorns don┬┤t swim" finden alte M├Ądchenstereotypen coole Gegenentw├╝rfe. (2016)

Annemarie Weber - Roter Winter
Das erstmals 1969 erschienene Werk der Berliner Schriftstellerin erz├Ąhlt die Geschichte von Lili Lewinsky aus ihrem vorherigen Roman "Westend" zur Zeit der beginnenden StudentInnenbewegung weiter. (2015)

"M├Ądchenhimmel" Lili Gr├╝n
Nach den Romanen "Alles ist Jazz" und "Zum Theater!" ver├Âffentlicht der AvivA-Verlag mit "M├Ądchenhimmel" eine Sammlung von Lili Gr├╝ns Gedichten und Geschichten. Die Lekt├╝re ihrer Romane und anderer Werke ist nicht von der schrecklichen Tatsache zu trennen, dass die in Wien geborene j├╝dische Schriftstellerin 1942 in einem wei├črussischen Vernichtungslager ermordet wurde. (2014)

Andrea Weisbrod - Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung
Sch├Ânheit und Intelligenz, perfekte Selbstinszenierung und politische Strategie: Eine b├╝rgerliche Frau im 18. Jahrhundert schafft es, die Geschicke eines m├Ąchtigen Landes zu regieren. (2014)

Ruth Landshoff-Yorck - Die Schatzsucher von Venedig
In einer einzigen Nacht im Venedig der sp├Ąten zwanziger Jahre nimmt das Schicksal von sechs Menschen eine entscheidende Wendung. Ein Typoskript im Nachlass der deutsch-j├╝dischen Schriftstellerin war die Grundlage f├╝r die von AvivA Verlag herausgegebene Erstedition des 1932 verfassten Romans. (2013)

Brigitte Beier und Karina Schmidt - Hier spielt die Musik. Tonangebende Frauen in der Klassikszene
Sie spielen Schlagzeug oder Harfe, Kontrabass oder Geige, interpretieren Minimal-Musik oder Johann Sebastian Bach, stehen noch am Anfang ihrer Karriere oder sind alte H├Ąsinnen. So unterschiedlich die Musikerinnen und deren Instrumente auch sein m├Âgen, eins haben sie gemeinsam: Sie alle sind Frauen, die es geschafft haben, ihre Leidenschaft Musik zu ihrem Beruf zu machen. (2012)

Doris Hermanns - Meerkatzen, Mei├čel und das M├Ądchen Manuela. Die Schriftstellerin und Tierbildhauerin Christa Winsloe
W├Ąhrend der Name Christa Winsloe wahrscheinlich nur noch wenigen etwas sagt, ist ihr erstes Theaterst├╝ck bzw. dessen Verfilmung unter dem Titel "M├Ądchen in Uniform" umso bekannter. Die Antiquarin Doris Hermanns begibt sich auf die Spuren einer besonderen und mutigen Frau, die trotz ihres gro├čen Ruhmes in den 1930er Jahren heute fast vergessen ist. (2012)

"Zum Theater" von Lili Gr├╝n
Der Roman um die junge, ambitionierte Schauspielerin Loni Holl erschien 1935 unter dem Titel "Loni in der Kleinstadt". Zuvor war das Werk als Vorabdruck im "Wiener Tag" erfolgreich und wurde in der zeitgen├Âssischen Kritik als "ebenso klug wie anmutig" gefeiert. (2011)

Nellie Bly - Zehn Tage im Irrenhaus. Undercover in der Psychiatrie
Als die Journalistin Nellie Bly 1887 von der New York World gefragt wurde, ob sie sich in eine Anstalt f├╝r Geisteskranke einweisen lassen k├Ânnte, um einen Bericht ├╝ber die Behandlung der dortigen Patientinnen zu schreiben, z├Âgerte sie keinen Moment. (2011)

Regine Beyer - Abendkleid und Filzstiefel
Swing in Wladiwostok. Das Jahrhundertleben der Jazzpianistin und Diseuse Rosa Goldstein alias Peggy Stone. Sie ist das weibliche Pendant zu Adolph "Eddie" Rosner, dem j├╝dischen Bandleader und Jazztrompeter aus Berlin, der in der Sowjetunion Karriere macht, bis ihn Stalin in den Gulag schickt: Peggy H├Ânigsberg, geborene Rosa Goldstein, geschiedene Mittmann, quasi geschiedene Tschemadanow, geschiedene Silberblatt ÔÇô alias Peggy Stone. (2010)

Katrin Boese ÔÇô "Zelda Fitzgerald. So leben, dass ich frei atmen kann"
Einen neuen Blick und brisante Erkenntnisse ├╝ber das Leben und Werk der Schriftstellerin, Malerin und T├Ąnzerin er├Âffnet dieser fiktive, auf Tatsachen basierende Roman ├╝ber das Leben von Zelda Fitzgerald, erschienen 2010 im AvivA Verlag.

"Rachel, die Frau des Rabbis" von Silvia Tennenbaum, erschienen im AvivA Verlag
Mit Witz, Charme und spitzer Feder schildert die am 27. Juni 2016 verstorbene Autorin in ihrem autobiografisch gef├Ąrbten Roman das Leben einer Rebbezin im Vorstadt-G├╝rtel um New York. In den USA avancierte das Werk vor drei├čig Jahren schnell zum Bestseller. (2010)

"Alles ist Jazz" von Lili Gr├╝n
Der Roman erz├Ąhlt die Geschichte der Schauspielerin Elli, die in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten um 1930 ihr Gl├╝ck und Auskommen in Berlin sucht. "Alles ist Jazz" ist die Wiederentdeckung der Saison. (2009)

Susanne Beyer ÔÇô "Palucca - Die Biografie", erschienen 2009 im AvivA Verlag
Die SPIEGEL-Kulturredakteurin zeichnet mit dieser Biographie ein neues Bild dieser widerspr├╝chlichen und charismatischen Frau, der Wegbereiterin des modernen Tanzes, Gret Palucca (1902-1993).

"Sehnsucht nach den Bergen. Schriftstellerinnen im Gebirge", erschienen 2009 im AvivA Verlag
Herausgeberin Florence Herv├ę stellt Texte von Frauen vor, die von allerwelts Bergen inspiriert sind ÔÇô von Elfriede Jelinek, Julia Franck, Ricarda Huch, Bettina von Arnim und anderen

Victoria Wolff ÔÇô "Die Welt ist blau". Ein Sommer-Roman aus Ascona. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Anke Heimberg. Erschienen 2008 im AvivA Verlag
Der Roman der j├╝dischen Autorin ist nicht nur ein kurzweiliges Lesevergn├╝gen, sondern auch ein historisches Portrait ├╝ber Ascona, den "├Ąu├čersten Vorort Berlins" der zwanziger und drei├čiger Jahre. Der Roman erschien 1933 als Vorabdruck in der Neuen Z├╝rcher Zeitung und 1934 erstmals in Buchform. 2008 erschien das literarische Kleinod als gebundene Ausgabe im AvivA Verlag, der es nun als Taschenbuch herausgebracht hat.

Victoria Wolff - Das wei├če Abendkleid
Victoria Wolff entf├╝hrt in das Paris der 30er Jahre, in dem vier Frauen mit unterschiedlicher Herkunft und Lebensentw├╝rfen eine Ver├Ąnderung ihres Lebens erfahren, als sie sich ihren W├╝nschen stellen. (2008)

Alice R├╝hle-Gerstel - Der Umbruch oder Hanna und die Freiheit. Ein Prag-Roman
Ein Roman voller zeitgeschichtlicher Bez├╝ge aus den 1930ern. Die Doppelbedeutung des Wortes Umbruch besch├Ąftigt die Journalistin Hanna bei ihrer R├╝ckkehr nach Prag. Erschienen 2007 im AvivA Verlag.

Pariser Platz 13. Im Fr├╝hjahr 2012 im AvivA-Verlag als Taschenbuch erschienen
Sch├Ânheitsideale entstehen in den K├Âpfen und werden durch Bilder ausgel├Âst, denen wir t├Ąglich begegnen. Dem Sch├Ânheitskult der drei├čiger Jahre widmete schon Vicki Baum eine zartbittere Kom├Âdie. (2007)

Flotte Autos, Schnelle Schlitten. K├╝nstlerinnen, Schriftstellerinnen und ihre Automobile, erschienen 2007 im AvivA Verlag
Was haben Erika Mann, Gertrude Stein und Ella Maillart gemeinsam? Sie sind Schriftstellerinnen des vergangenen Jahrhunderts, die Autos liebten. Britta J├╝rgs hat im AvivA-Verlag ein wunderbares Buch zu diesem Thema herausgegeben.

So viel Energie - K├╝nstlerinnen in der dritten Lebensphase
Hanna Gagel zeigt das Sp├Ątwerk von 16 K├╝nstlerinnen, die bis ins hohe Alter hinein neue Ans├Ątze in ihrer Kunst fanden. Marianne Werefkin, K├Ąthe Kollwitz, Helen Dahm Sonia Delaunay, Georgia O┬┤Keeffe, Hanna H├Âch, Louise Nevelson, Alice Neel, Lee Krasner, Louise Bourgeois, Agnes Martin, Verena Loewensberg, Meret Oppenheim, Maria Lassnig, Magdalena Abakanowicz und Niki de Saint Phalle werden in ihrer k├╝nstlerischen Entwicklung vorgestellt. (2005)

Copyright Fotos von Britta J├╝rgs
Portraitfoto: ┬ę Klara-Emilia Kajdi
Foto Festveranstaltung anl├Ąsslich "25 Jahre B├╝cherfrauen", 2015: ┬ę Yvonne de Andr├ęs