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23.06.2018

Literatur zum Thema Autismus
Nea Weissberg

Was hei√üt Wahrnehmungsst√∂rung? Was k√∂nnen Eltern, SpezialistInnen und Betreuungspersonen f√ľr einen Menschen mit Wahrnehmungsst√∂rungen tun? Welche Hintergrundinformationen sind hierf√ľr notwendig? Welche F√∂rderoptionen gibt es f√ľr Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit Autismus f√ľr TherapeutInnen, Eltern und Betreuungspersonen? Die Autorinnen Lucia Kessler-Kakoulidis, Ulrike Geist und Lena Lache zeigen unterschiedliche Wege auf, um sich einem autistischen Menschen mit Mehrfachbehinderung mit Verst√§ndnis anzun√§hern.



Literatur zum Verständnis des "Anders-Seins"

In ihrem Buch "Rhythmik und Autismus. Der integrative Ansatz Amélie Hoellerings in Theorie und Praxis" gibt die aus Athen stammende und dort als Musikpädagogin und Musiktherapeutin arbeitende Autorin Lucia Kessler-Kakoulidis Fachleuten und Eltern eine intensive begriffliche und verwendbare Anleitung zur Förderung von Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung, tiefgreifender Entwicklungsstörung, die dem Autismus Spektrum angehören.

Das Buch beschreibt entwicklungsfördernde Arbeitsweisen und den hilfreichen Versuch, der erforderlich ist, um Menschen mit einem gravierenden geistigen Handikap, einer Sprachbehinderung mit geringem Zugang zur Verbalsprache, einer Wahrnehmungsstörung im Verbund mit schweren autistischen Symptomen, zu erreichen.

Kessler-Kakoulidis gibt der LeserInnenschaft einen sehr guten und einf√ľhlbaren Einblick in die musikp√§dagogische Zielsetzung von √Čmile Jacques-Dalcroze und erkl√§rt verst√§ndlich den ganzheitspsychologischen Ansatz von Am√©lie Hoellering anhand diverser praxisbezogener Fallbeispiele.

In der Praxisarbeit geht es um einen basalen, zielgerichteten Aufbau einer Interaktion, eines unterst√ľtzenden Beziehungsaufbaus zwischen dem ICH der jeweiligen Therapeutin oder des jeweiligen Therapeuten und dem DU eines Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen mit Wahrnehmungsst√∂rungen im Verbund mit schwerer Sprachbehinderung, geistiger Retardierung und autistischen Verhaltensst√∂rungen.

Motiviert wird dieser kleinschrittige, auf Achtsamkeit beruhende, intensive Kontaktaufbau durch den kombinierten Einsatz von einzelnen Worten, Reimen, Liedern, Rhythmus, Stimmlagen, mimischer variierender Ausdruckweisen, gestischer Bewegungen (wie in die H√§nde klatschen, trommeln, h√ľpfen, tanzen...), Intonation des Gesprochenen, instrumentaler, melodischer Angebote, die ineinandergreifen und die idealerweise den jungen oder erwachsenen KlientInnen helfen k√∂nnen, ihr/sein Gegen√ľber wahrzunehmen und sich ihr/ihm peu √† peu ein wenig anzun√§hern.

Es ist es das therapeutische Ziel, die eigene bejahende K√∂rper-Sinneswahrnehmung und H√∂rentwicklung der KlientInnen zu f√∂rdern und ein Gef√ľhl f√ľr die Eigenbefindlichkeit zu entwickeln sowie die Aufhellung der Grundstimmung, wodurch der Klient langfristig eine Ich-St√§rkung erfahren kann.

Menschen mit Autismus im Verbund mit Schwerstmehrfachbehinderung haben oft eine reduzierte Erlebniswelt, werden schnell auto-und/oder fremdaggressiv einerseits durch Unterbesch√§ftigung, Unterf√∂rderung und andererseits durch sie √ľberflutende Reize von Au√üen, oder durch an sie √ľberfordernd gestellte Anspr√ľche, die sie nicht erf√ľllen k√∂nnen.

Menschen mit Autismus haben keinen sie fokussierenden reizmildernden Filter, zeigen vermehrt eine Angstsymptomatik und eine akustische Hypersensibilit√§t in Kombination mit lauten Ger√§uschen (wie Radio, TV, Staubsauger, unaufh√∂rlich dudelnde Musik...), durch eine sie √ľberschwemmende Ansprache, eine sie umgebende hektische Atmosph√§re oder durch ein durchdringendes, permanentes Dazwischenreden mehrerer Personen im selben Raum. Sie sollten daher explizit aus humanen Gr√ľnden vor sensorischer √úberbelastung, die blitzschnell zu einer schwer zu bremsenden Hypererregbarkeit f√ľhren kann, gesch√ľtzt werden. (Vgl. S. 219-227)

Musik und Rhythmus k√∂nnen Menschen, die zum Autismus Spektrum geh√∂ren, eine emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Vorhersehbarkeit vermitteln, aufgrund ihrer innewohnenden festen Strukturen und Elemente (Anfang, Ende, rhythmisch-melodische Wiederholung), die Kontaktfreudigkeit f√∂rdern, eine basale Kommunikation animieren und zur Entspannung und emotionalen Linderung beitragen. Neu Erlerntes sollte stets repetitiv einge√ľbt werden, um das Verhaltensrepertoire zu festigen, was Halt gebend ist.

"Die Anwendung der Rhythmik sollte immer in ein Netzwerk aller Beteiligten eingebunden sein, die mit dem Kind in Kontakt stehen. Die Intervention darf sich folglich nicht allein auf die Rhythmikstunde mit dem Kind beschr√§nken, sondern, ausgehend von den Eltern und Geschwistern bis zu den jeweiligen Einzeltherapeuten (Sprach-Ergo-und Physiotherapeut) und den entsprechenden schulischen Einrichtungen, in enger Kooperation und regelm√§√üigem Austausch mit ihnen stattfinden... Nur in positiver Zusammenarbeit mit den Eltern k√∂nnen wir die meisten Fortschritte erzielen und den Entwicklungsvorgang systematisch unterst√ľtzen." So die Musikp√§dagogin, Musiktherapeutin und Rhythmikerin Lucia Kessler-Kakoulidis (S. 218.)

In ihrem Buch zeigt Lucia Kessler-Kakoulidis anschaulich, dass eine Behinderung mit Autismus de facto eine tiefgreifende Entwicklungsstörung ist, die unter anderem dadurch charakterisiert ist, dass eine Beeinträchtigung in der sozialen Interaktion und Kommunikation auftritt.
Obgleich dieses bestehende Handikap nicht heilbar ist, liefert das Buch allerhand movierende pädagogisch-therapeutische Förderansätze, welche die Entwicklung von Menschen mit einer tiefgreifenden Autismus-Spektrum-Störung positiv beeinflussen.

Durch eine m√∂glichst fr√ľhe und kontinuierliche Ein√ľbung und permanenter Festigung unterst√ľtzender Methoden kann die Entstehung sekund√§rer Verhaltensauff√§lligkeiten begrenzt werden, was entlastend ist.

AVIVA-Tipp: Ein beachtenswerter, sachkundiger Ratgeber und empfehlenswertes Buch, das beim Lesen einen positiven Handlungsimpuls auslöst.
Die Autorin pl√§diert f√ľr eine kooperativ konstruktive Haltung aller famili√§r und beruflich involvierten Personen im Umfeld der Betroffenen.

Zur Autorin: Lucia Kessler-Kakoulidis ist Lehrerin f√ľr Rhythmisch-musikalische Erziehung. Sie arbeitet seit 1984 an verschiedenen F√∂rdereinrichtungen f√ľr Kinder und Erwachsene mit Autismus-Spektrum-St√∂rungen in Athen und lehrt im Fach Musikp√§dagogik/Musiktherapie an der Universit√§t Athen.



Lucia Kessler-Kakoulidis
Rhythmik und Autismus
Der integrative Ansatz Amélie Hoellerings in Theorie und Praxis

Psychosozial-Verlag, 2016
Buchreihe: Therapie & Beratung
319 Seiten, Broschur
ISBN-13: 978-3-8379-2571-5
Euro 29,90
www.psychosozial-verlag.de


Ulrike Geist hat einen anderen Ansatz, in ihrem Buch "Mit einem anderen Blick. Zur geistigen Dimension des Autismus" lässt die Autorin und Herausgeberin einige Menschen mit Autismus selbst zu Wort kommen und bietet als einen Hoffnungsträger Trost in der Philosophie der Anthroposophie.

In einer Kombination aus fachsprachlich lexikalischer Kurzerkl√§rung √ľber das tiefgreifende Wahrnehmungs-Autismus-Spektrum und schriftlichen Bekundungen (k√ľrzere S√§tze oder l√§ngere Textpassagen und Gedichte) von Menschen mit Autismus und mit Hilfe von Bildmaterial in Form von Gem√§lden von haupts√§chlich bekannten, jedoch nicht selbst autistischen K√ľnstlerInnen, m√∂chte die Autorin und Kunsttherapeutin eine Stimmung von Empathie und Respekt beim "normal"sinnigen Publikum im Umgang mit dem autistischen Personenkreis erwecken. Die Autorin pl√§diert f√ľr ein Ablegen des am Defizit orientierten Draufblickes.

F√ľr Ulrike Geist geht von autistischen Menschen eine Transzendenz aus, f√ľr sie sind sie "Sendboten, die uns zum einen wieder Werte wie Authentizit√§t, Gerechtigkeitsempfinden und Verbindlichkeit und Achtung vor allem Leben f√ľhren k√∂nnen, und uns zum anderen Offenheit, wenigstens aber Akzeptanz gegen√ľber einer geistigen Herkunftswelt lehren k√∂nnten." (S. 107)

Die Autorin Geist fragt sich, weshalb etwas bei einem Menschen, der anders ist, seltsam anmutet und als nicht intakt erlebt wird. Sie meint, dass, wenn sich sogenannte "Normal"sinnige in Beziehung zu autistischen Menschen setzen w√ľrden, ein beidseitiger Heilungsprozess ausgel√∂st werden k√∂nnte.

"In der Frage an unser eigenes Menschsein, das in der Begegnung mit diesen Texten und Menschen auftauchen kann, können wir zu Teilnehmenden werden, die die Weisheit dieser Kinder wahrnehmen und begreifen, was sie uns lehren können. Darin scheint mir derzeit eine Kraft zu liegen, die in unserer Welt etwas zu ändern vermag." (S. 111)

Auf die Rezensentin wirkt diese Sicht ein St√ľck weit zu √ľberh√∂ht und verkl√§rt. Denn Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung, tiefgreifender Entwicklungsst√∂rung, die dem Autismus Spektrum angeh√∂ren, haben h√§ufig gro√üe Probleme ihre Gedanken und Gef√ľhle situativ ad√§quat mitzuteilen. Sie sind wehrlos, zutiefst schutzbed√ľrftig, ben√∂tigen unserer aller Mitgef√ľhl und zuallererst unsere nie nachlassende Unterst√ľtzung in ihrem Lebensalltag.

Allemal tut dies die Autorin Ulrike Geist nicht ab, sie wei√ü um das Leid autistischer Menschen in dieser Welt: "Was die Leiden an vielen schmerzlichen seelischen und k√∂rperlichen Zust√§nden, die Einsamkeit und das Wissen um das Anderssein f√ľr sie bedeutet, erfahren alle Betroffenen ‚Äď aber auch die sie begleitenden Menschen ‚Äď t√§glich und manchmal ist trotz Liebe, Durchhaltekraft und Ringen um Verst√§ndnis, ein Scheitern und Verzweifeln nicht ausgeschlossen." (S. 24-25)

Die Autorin und Herausgeberin druckt in ihrem Buch Textbeitr√§ge Betroffener ab. Einige dieser Beitr√§ge sind mit Hilfe der sich in den 1990er Jahren etablierender "Gest√ľtzte Kommunikation", einer Arbeitsweise der ¬īUnterst√ľtzten Kommunikation¬ī, am Computer entstanden. Bei der sogenannten "UK-Methode" kann die/der NutzerIn am Computer mit anderen anhand der Schriftsprache in Kontakt treten.

Diese Schreibmethode, ein alternatives Kommunikationsformangebot, ist durchaus nicht unumstritten, da hier m. E. auch missbr√§uchlich von einigen sogenannten ¬īSt√ľtzen¬ī, (HelferInnen mit st√ľtzender Hand auf der Schulter des Sch√ľtzlings und der Einfachheit halber wird nur in Kleinschreibung getippt) z.T. eigene sog. Fremdtexte einzelnen Menschen mit Autismus einfach zugeschrieben wurden, wohl um Eindruck zu erhaschen.

Davon ausgehend, dass hier f√ľr das Buch von Ulrike Geist sorgf√§ltig Beitr√§ge ausgew√§hlt wurden, sind folgende Gedichtzeilen von dem bekannten autistischen Autor Birger Sellin sehr ber√ľhrend, der mit Hilfe der UK-Methode seine Gef√ľhle und W√ľnsche √§u√üern kann:

"weinen muß ich lernen
wie ohne tränen die schmerzen ertragen die in meinem
innern toben
ich dichte ein lied f√ľr wunden in den einsamen
wuchernden inseln der trauer
zerweinen will ich deinen schmerz
wieder geboren werden
ruhe finden
wasser rinnt mir ins gesicht


Aus Birger Sellin, "ich will kein inmich mehr sein", S.155 und S.193

AVIVA-Tipp: Ein Buch, das aus einem anthroposophischen Blickwinkel Hoffnung und Heilung impliziert.

Zur Autorin: Ulrike Geist studierte Kunstgeschichte und Germanistik und war lange Zeit in verschiedenen Kunstbuchverlagen als Redakteurin und Lektorin t√§tig. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin. Sie ist Referentin f√ľr √Ėffentlichkeitsarbeit in einer anthroposophischen Klinik.



Ulrike Geist
Mit einem anderen Blick
Zur geistigen Dimension des Autismus

Info3 Verlagsgesellschaft, 1. Auflage 2017
128 Seiten, Klappenbroschur, 25 Abbildungen,
‚ā¨ 15,80
ISBN 978-3-95779-051-4
www.info3-verlag.de

Eine Schatztruhe an Wissensvermittlung ist das Buch von Lena Lache, "Sexualit√§t und Autismus. Die Bedeutung von Kommunikation und Sprache f√ľr die sexuelle Entwicklung".

Hier erh√§lt frau/man beim Lesen eine fundierte Basis im Umgang mit Menschen, die zum Autismus Spektrum geh√∂ren Die Lesenden k√∂nnen in Folge verstehen, warum P√§dagoginnen und P√§dagogen, sowie pflegerische Fachkr√§fte ein Autismus-spezifisches Grundwissen ben√∂tigen. Das allein ist die Voraussetzung, um z.B. ein grundlegendes Verst√§ndnis von einem ganzheitlichen Zugang zur psychosexuellen Entwicklung zu bekommen. Denn eine psychosexuelle Entwicklung eines Menschen und die damit einhergehenden Sexualisationsprozesse k√∂nnen kaum losgel√∂st von Kommunikation begriffen und nachgef√ľhlt werden. (Vgl. S. 81)

"Da viele Autist_innen aufgrund verschiedener Ver√§nderungen in den einzelnen Entwicklungsbereichen ein Leben lang abh√§ngig von pflegerischer Unterst√ľtzung und einer umfangreichen Betreuung in allen Lebens-und Alltagsbereichen bleiben, ist es wichtig, dass pflegerische Fachkr√§fte beispielsweise √ľber die geschlechtsspezifische Pflege und Sexualit√§t im pflegerischen Kontext aufgekl√§rt werden." (S 125)

Viel Raum gibt die Autorin Lena Lache der Bedeutung alternativer Kommunikationsmittel, da Menschen mit Autismus meistens keinen oder nur einen viel zu geringen Zugang zur Verbalsprache finden können.
Da Menschen mit Autismus vielfach nur sehr begrenzt auf Sprache zur√ľckgreifen k√∂nnen, bedarf es einer basalen Sprachanbahnung, eines kontinuierlichen Trainings durch daf√ľr ausgebildete SpezialistInnen.

Denn Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung, die dem Autismus Spektrum angeh√∂ren, k√∂nnen ihre eigenen Interessen, W√ľnsche und Bed√ľrfnisse oftmals nur averbal und reaktiv emotional kundtun. Daraus folgt, dass ihr emotionales Ausdrucksverhalten Risiken f√ľr eine sprachliche Entschl√ľsselung und Ausdeutung bietet. Die M√∂glichkeit von Fehlinterpretationen ist bei hierf√ľr nicht geschultem Fachpersonal gegeben, je nach individueller Pers√∂nlichkeit und subjektiven Gegen√ľbertragungen, schlummerndem Vorurteil und Empathie F√§higkeit der mit autistischen Klienten arbeitenden Personen.

"Es bedarf jedoch auf der nonverbalen Kommunikationsebene nicht nur der gleichen Grundkenntnisse √ľber die Bedeutung von K√∂rperzeichen, Mimik und Gestik, sondern dar√ľber hinaus auch der F√§higkeit, nonverbale Kommunikation verstehen und interpretieren zu k√∂nnen." (S. 50)

Kommunikation meint das aktive In-Beziehung-Treten mit Anderen. Zum Beispiel kann ein alltagsbezogener Kontext anhand von Bildkarten hergestellt werden, um eine Anbahnung von Verbalsprache zu initiieren.

Lena Lache meint, dass diese Anbahnung nicht nur in einer k√ľnstlichen Ein-Wochen-Sitzung bei einer Logop√§din erfolgen, sondern zur Verbesserung sozial-kommunikativen Verhaltens sowie zur Erweiterung des verbal-expressiven Wortschatzes vorzugsweise alle Therapeuten, pflegerisch T√§tigen und privaten Personen des Umfeldes des Menschen mit Autismus beim kommunikativen Beziehungsaufbau einbezogen werden und sich unter professioneller Anleitung austauschen sollten. (Vgl. S. 49)

AVIVA-Tipp: Über das Thema "Autismus" gibt es bereits eine Vielzahl von Publikationen, der Bereich der Sexualität von Autisten und Autistinnen wurde hierbei wenig bedacht. Hier untersucht Lena Lache mit Bedacht ein bislang ignoriertes, vielleicht auch tabuisiertes Thema.

Zur Autorin: Lena Lache arbeitet an der Hochschule Merseburg als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut f√ľr angewandte Sexualwissenschaft. Ihr Buch "Sexualit√§t und Autismus. Die Bedeutung von Kommunikation und Sprache f√ľr die sexuelle Entwicklung" basiert auf ihrer Abschlussarbeit als Master in angewandter Sexualwissenschaft.



Lena Lache
Sexualität und Autismus
Die Bedeutung von Kommunikation und Sprache f√ľr die sexuelle Entwicklung

Buchreihe: Angewandte Sexualwissenschaft (ISSN: 2367-2420)
Verlag: Psychosozial-Verlag
133 Seiten, Broschur, 125 x 205 mm
Erschienen im Februar 2016
ISBN-13: 978-3-8379-2518-0, Bestell-Nr.: 2518
16,90 Euro
www.psychosozial-verlag.de

Informationen f√ľr Elternteile von autistischen Angeh√∂rigen, f√ľr Betroffene, f√ľr Fachkr√§fte, die mit Menschen aus dem Autismus-Spektrum arbeiten, finden Sie bei Autismus Deutschland Landesverband Berlin e.V.

www.autismus-berlin.de

Hinweis zur Rezensentin:

Nea Weissberg
, P√§dagogin und Sonderp√§dagogin, Herausgeberin des berliner Lichtig Verlags, ist Mutter einer erwachsenen Tochter mit Schwerstmehrfachbehinderung (geistig, sprachlich im Verbund mit autistischen Z√ľgen). Sie ver√∂ffentlichte zum Thema diverse Beitr√§ge, u.a. folgende B√ľcher:

Necha Zupnik Janina ist nicht wie die anderen Ein Kind mit Handikaps
Lebenskrisen Lebenschancen Fischer Verlag, 1992
Wie die Ballerina aus der Glasglocke herauskam, Lichtig Verlag, 1998
Nejusch. Die Hand der Miriam. Mit Bildern von Janina, Lichtig Verlag, 2007

Das auf AVIVA-Berlin abgebildete Aquarell wurde von Janina Bob 2007 gemalt.

Mehr Informationen unter: www.lichtig-verlag.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Ihr Name ist Sabine
Die Schauspielerin Sandrine Bonnaire dokumentiert in ihrem Regiedeb√ľt das Leben ihrer autistischen Schwester Sabine. Ein intensives Portrait einer Krankheit und der eigenen Familiengeschichte. (2009)