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24.06.2018

Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl - Viva la Vagina! Alles über das weibliche Geschlecht
Lisa Goldberg

Die beiden jungen norwegischen Ärztinnen und Bloggerinnen wollen Fakten auf den Tisch bringen. Schluss mit den im Netz auf Halbwissen kursierenden Theorien über die Abläufe im weiblichen Körper, denen insbesondere jungen Frauen und Mädchen aufsitzen. Der Blog und nun auch dieses Buch sind all denen gewidmet, die dazu tendieren, bei akuten Problemen erst einmal das Internet zu durchforsten oder sich ausschließlich auf Internetforen zu informieren. Die Autorinnen ermutigen ...



... mit aktuellem medizinischen Kenntnisstand, Erfahrungen und ihrem fundierten Wissen zu eigenständigen Entscheidungen – anstatt den zahlreichen im Netz kursierenden Mythen zu vertrauen. Eine Message – wenn nicht sogar DIE Message – lautet so simpel wie scheinbar trivial: Sei stolz auf den Körper den Du hast, lerne ihn kennen und fühl Dich wohl!

Viva La Vagina! Ein Aufruf

Gegen Unsicherheit und Scham schreiben die beiden Autorinnen ganz unprätentiös an und informieren dabei ernsthaft und zugleich humorvoll über neue Erkenntnisse und generell Wissenswertes zum Frausein. "Viva La Vagina!" ist ein umfassender Aufklärungsratgeber, der, angefangen bei den Basics wie der "Monatshygiene" über "Trouble im Intimbereich", "Sex und Verhütung", auch über die erste Periode bis zur Menopause verständlich aufklärt.

Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl beleuchten in ihrem Sachbuch direkt, unverkrampft und mit dem nötigen Fachwissen alles zu den Themen: die Klitoris – die sie als "die Spitze des Eisbergs" bezeichnen, PMS – "das Potentielle Mordsyndrom" oder viele andere mögliche Fragen um das "Da unten".
Das Buch bedient dabei verschiedene Interessengebiete, die Mädchen sowie junge Frauen um die 20 bewegen. Scheinbar ganz nebenbei wird mit altbekannten Klischees aufräumt. Ein Beispiel: das der synchronisierten Periode, nach welcher Frauen, die unter einem Dach leben bzw. sehr viel Zeit miteinander verbringen, zeitgleich ihre Regel bekommen sollen… das stimmt leider nicht bzw. lässt sich laut Brochmann und Støkken Dahl nicht verifizieren.

Und so haben die jungen Ärztinnen sicher für jede Leserin eine überraschende Erkenntnis parat. Die comichaft angelegten Zeichnungen der Medizin- und Bloggerkollegin Hanne Sigbjørnsen runden den Exkurs über den weiblichen Körper, über Sexualität und Gesundheit ab. Die Autorinnen sind sich sicher: Wie wir Frauen uns selbst kennen und spüren, beeinflusst grundlegend unsere Gefühle, Stimmungen und unser generelles Wohlbefinden.

Medizin und Bestseller

Inspiriert von der deutschen Wissenschaftlerin Guilia Enders "Darm mit Charme" (2014), die zu der Zeit der Veröffentlichung ebenfalls noch Medizinstudentin war, ist nun also erstmals ein vergleichbares Buch, das sich aus medizinischer Sicht mit dem weiblichen Körper auseinandersetzt, auf dem deutschen Buchmarkt zu erhalten. Unaufgeregt und wertungsfrei wird hier Licht ins Dunkle gebracht. Dabei behandeln die Bloggerinnen ohne Hemmungen Themen wie auch Falschinformationen, denen sie teilweise selbst aufgesessen sind. Sie gehen offen mit ihrer eigenen vorherigen Unwissenheit um und illustrieren Fakten mit persönlichen Anekdoten, wie das der "Diskomaus".

Beim Lesen fühlt sich die Leserin fast, als säße sie mit Nina und Ellen gemütlich bei einer Tasse Tee am Küchentisch. Weniger akademisch, dafür mit umso mehr Humor, argumentieren sie und sprechen dabei insbesondere "westlich" sozialisierte Frauen an. Trotzdem wird auch auf die Situationen und ungleichen Voraussetzungen von Frauen an anderen Orten der Welt aufmerksam gemacht. Ein Kapitel behandelt beispielsweise die grausame Praxis der Genitalverstümmelung (englisch: female genital cutting, kurz FGC). Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben heute weltweit 200 Millionen Mädchen und Frauen mit beschnittenen Genitalien. Die Autorinnen machen darauf aufmerksam, dass auch in England oder den USA noch im 19. Jahrhundert Frauen die Klitoris weggeschnitten wurde, um sie "von der Selbstbefriedigung abzuhalten". Und obwohl derartige Eingriffe in Europa heute per Gesetz verboten sind, gab es 2017 laut der gemeinnützigen Menschenrechtsorganisation für Frauen TERRE DES FEMMES mehr als 58.000 von weiblicher Genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen. In Deutschland gilt die weibliche Genitalverstümmelung als eine Menschenrechtsverletzung, unter deren gesundheitlichen und psychischen Folgen Betroffene ein Leben lang leiden. Probleme beim Urinieren, der Menstruation oder unter der Geburt sowie beim Geschlechtsverkehr gehören zu den Auswirkungen. Um darauf aufmerksam zu machen, wird jedes Jahr am 6. Februar der "Null-Toleranz-Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung" veranstaltet.

Und am Anfang war der Blog: Underlivet zu deutsch: Unterleib

Alles begann mit einem Blog, den die beiden jungen Medizinstudentinnen 2015, nachdem sie sich bei einer Fortbildung kennenlernten, gemeinsam gründeten. Zu der Motivation, warum sie Underlivet ins Leben gerufen haben, schreiben die Bloggerinnen, es gäbe ihrer Meinung nach in Norwegen einen Mangel an sicherem und guten Zugang zu Informationen über Sexualität für junge Menschen. Mit dem Blog wollen sie ihr (Fach-)Wissen teilen und gut verständlich weitergeben. Zentrales Anliegen von Brochmann und Støkken Dahl ist es vor allem, junge Mädchen zu bestätigen: Du bist normal, dein Körper ist gesund und alles ist in Ordnung mit Dir. Grundlage dafür sind vier umfassende Kapitel. Denn obwohl es viele Frauen gibt, die Expertinnen für komplexesten Angelegenheiten und stets informiert sind und sich mit den verschiedensten Dingen wirklich gut auskennen, jedoch völlig verunsichert sind und Scham oder sogar Ekel empfinden, wenn um das Naheliegendste geht: ihren eigenen Körper.

Europa gilt zwar als aufgeklärt, aber der weibliche Unterleib kommt vielerorts kaum abseits des schulischen Sexualkundeunterrichts und schmetterlingsverziert in der Drogeriemarktwerbung zu Sprache.
Wie hoch das Interesse an den offensichtlich schambehafteten Themen in Norwegen ist, zeigen die 1,4 Mio Klicks des Blogs.

Ein Tabubruch? Let´s talk about Vaginas

"Sie ist ein ebenso fabelhaftes wie sensibles Organ. Wie viel gibt es zu entdecken, zu staunen – und zu genießen!" (Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl)

Durch ihre Erfahrung als Ärztinnen in ihrem Klinikalltag, als Sexualberaterinnen und nun im Fall von Nina auch als Mutter, bedienen sie sich eines breiten Repertoires. Fundiert aber ohne dem Fachchinesisch zu verfallen, können sie sich in junge Frauen hineindenken und laden zu einer Körperreise ein: Schritt für Schritt, von innen nach außen nach innen. Begonnen wird mit dem Genitalbereich, dem natürlichen (sowie unnatürlichen) Ausfluss, Hormonen und ihrer Funktionsweise, Verhütung und übers Kindermachen. Existentielle Themen wie Geburt und Krankheiten werden ebenso thematisiert. Auch ganz spezifisch rechtliche Aspekte, wie beispielsweise die Gesetze für Schwangerschaftsabbruch, werden explizit für Deutschland analysiert.

Hymen, Jungfernhäutchen oder doch Donut?

Dass in "Viva La Vagina" um spannende Themen geht, steht dahingehend fĂĽr viele Frauen auĂźer Frage, denn es betrifft sie unmittelbar.
Der menschliche, weibliche Körper ist ein Wunder. Und wie es sich so mit Wundern verhält, sind sie von einer Mystik umgeben, die sie unergründlich erscheinen lässt, da sie nicht offensichtlich sind.
Ich würde behaupten, es verhält sich ebenso mit der "schönsten Nebensache der Welt". Sie kann Freude bereiten, aber auch Leid: wenn Frau ungewollt oder eben gar nicht erst schwanger werden kann.

Wie schon in dem von Ulrike Helmer 2012 veröffentlichten Band "Muschiland" wird in "Viva La Vagina!" dem Hymen besondere Aufmerksamkeit gezollt. Zwar erfüllt das Hymen, vielen besser bekannt als das Jungfernhäutchen, erst einmal keinen körperwichtigen Zweck mehr, wie zum Beispiel auch die Brustwarzen beim Mann, dennoch ist es für viele junge Mädchen noch ein großes Thema, um das sich viele Mythen ranken. Dieses feine Häutchen, welches in der Literatur auch treffender als "Scheidenkranz" zu finden ist, kann verschiedenartig und individuell geformt sein – so wie jeder menschliche Körper einzigartig ist. Dabei hat es die Form eines Donuts, der sich aber im Laufe der Pubertät verändert: durch hormonelle Veränderungen verliert der "Donut" die gleichmäßige Form und wird in Richtung Anus dicker, das Loch aber wird größer und tritt in den verschiedensten Formen auf: von gleichmäßig glatt über zerknautscht – bleibt es aber immer dehnbar und flexibel. Wie bei einem Gummiband zerreißt es jedoch ab einem bestimmten Grad der Spannung. Aber nicht notwendigerweise beim berühmten Ersten Mal. Stattdessen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Jungfernhäutchen nach dem ersten (und zweiten und dritten) Mal Sex noch intakt ist, bei 95 Prozent.
Da drängt sich der Leserin die Frage auf, wie sich die Tradition, in der Hochzeitsnacht am blutigen Laken die Jungfraulichkeit einer Frau ablesen zu wollen, so lange halten konnte.

Fundiert, aber ohne erhobenen Zeigefinger

Wir schreiben das Jahr 2018 – Im Zeitalter des Internets kann frau in den Unendlichkeiten des World Wide Webs frei surfen und zu jeder Frage mindestens eine Handvoll scheinbar "richtiger" Antworten finden – was letztendlich meistens mehr verwirrt, als dass es Licht ins Dunkel bringt.
Wie viele Frauen wissen beispielsweise, dass alle (!) Embryonen mit einer Vulva ausgestattet sind? Erst etwa ab der 10. Woche findet zwischen männlichem und weiblichem Geschlecht anatomisch ein Unterscheidungsprozess statt.
Die Autorinnen nehmen sich aber auch Fragen an, über die frau nicht gerne offen spricht. So werden unvoreingenommen Empfehlungen für Analverkehr ausgesprochen oder geklärt, wie sich gesunder von ungesundem Ausfluss unterscheidet. Am Ende des Buches wird auch der Trend der Schamlippenkorrektur aufgegriffen und diskutiert.
Die Veröffentlichung dieses Buches fällt in eine Zeit, in der ein Selbstbewusstsein wächst und Diskurse und Projekte zum weiblichen Geschlecht zunehmend in den öffentlichen Fokus treten.
Denn Fakt ist auch, dass die Forschung zu den Geschlechtern lange Zeit eine Männerdomäne war. Dieser Tatsache wird von den beiden Medizinerinnen ebenso kritisch, wie fundiert, mit historischen und kulturellen Beispielen begegnet.

Mea Vulva

Vor den Medizinerinnen Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl haben sich in den vergangenen Jahren auch diverse Autorinnen, Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen mit dem Thema beschäftigt:
Die patriarchale Kulturgeschichte der Vulva hat 2017 zuletzt die schwedische Politikwissenschaftlerin, Radiomoderatorin und Künstlerin Liv Strömquist in ihrem Comic-Buch "Der Ursprung der Welt" ausführlich thematisiert und eingehend analysiert.

Im Jahr 2009 hatte die Journalistin und Autorin Mithu M. Sanyal in einem Test Wissenschaftlerinnen dazu aufgefordert, Penisse und Vulven zu zeichnen. Die Ergebnisse waren bezeichnend. Während das Anfertigen der Zeichnungen von Penissen keine Probleme bereiteten, waren die der weiblichen Genitale nicht wieder zu erkennen. Mit ihrem Standardwerk "Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts" legte Mithu M. Sanyal den Anstoß für ein Umdenken und Wiederentdecken der magischen und heilenden Kräfte der Vulva.

AusfĂĽhrliche Anmerkungen im Anhang von "Viva la Vagina! Alles ĂĽber das weibliche Geschlecht" liefern zudem weiterfĂĽhrende wertvolle Informationen sowie Literaturhinweise.

AVIVA-Tipp: Unprätentiös und kurzweilig kommt "Viva LaVagina! " daher und kann helfen zu entdecken, was vielen insbesondere jungen Frauen abhandengekommen zu sein scheint. Das natürlichste der Welt: uns, unsere Sexualität und unseren Körper, so wie er ist, anzunehmen – oder einfach mehr über ihn zu erfahren. Nicht nur für junge Frauen lehrreich, sondern generell ein empowerndes Buch zum Einstieg in die Welt der Sexualität.

Zu den Autorinnen: Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl starteten einen der erfolgreichsten Blogs Norwegens: Underlivet, in dem sie hauptsächlich über Sex und die Sexualität der Frauen schreiben. Die beiden lernten sich zu Beginn ihres Medizinstudiums bei einem Workshop für Sexualberatung kennen. Seitdem engagieren sie sich in Beratungsstellen für sexuelle Gesundheit.
Nina ist während der Fertigstellung des Buches Mutter eines Sohnes geworden.
Ihr Buch "Gleden med Skjeden" ist in Norwegen ein großer Bestseller und wurde in über 30 Länder verkauft.
Der Link zum Blog Underlivet (auf Norwegisch): underlivet.blogg.no

Ein Video mit den beiden Autorinnen bei TEDx Talks zu "The virginity fraud": www.youtube.com

Zur Illustratorin Hanne Sigbjørnsen
Unter dem Pseudonym "Tegnehanne" ("Zeichnehanne") zeichnete sich die 1989 geborene Krankenschwester mit ihren Comics und ihrem Blog in die Herzen der jungen NorwegerInnen. Sie gewann vielfach Preise und Auszeichnungen, so auch 2012 den Titel "Norwegens beliebtester Blog".
Mehr Infos unter: tegnehanne.no

Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl
Viva la Vagina! Alles ĂĽber das weibliche Geschlecht

Originaltitel: Gleden med Skjeden
Übersetzung aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger und Nora Pröfrock
Illustrationen von Hanne Sigbjørnsen
Verlag:, S. Fischer Verlag
erschienen 22. Februar 2018
Softcover, 140 Seiten, vierfarbig. Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-10-490599-0
Euro: 14,99
Hardcover
ISBN: 978-3-10-397338-9
Euro: 16,99

Mehr Infos zum Buch unter: www.fischerverlage.de

Information und Beratung zu Frauengesundheit in Berlin:

www.ffgz.de – Feministisches Frauengesundheitszentrum e.V.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Liv Strömquist - Der Ursprung der Welt
Ein kompromissloses und aufklärerisches Comic-Buch über die patriarchale Kulturgeschichte der Vulva aus der Feder der schwedischen Politikwissenschaftlerin, Radiomoderatorin und Künstlerin Liv Strömquist. Ein schamloses Vergnügen! (2017)

Luisa Stömer und Eva Wünsch - Ebbe & Blut. Alles über die Gezeiten des weiblichen Zyklus
Anhand von circa 80 groĂźartigen Illustrationen sowie Collagen und auf 240 kĂĽnstlerisch-informativ gestalteten Seiten beleuchten die beiden Freundinnen und Grafikerinnen das Tabu-Thema Menstruation und huldigen dem weiblichen Zyklus. Ebbe & Blut, ihre Bachelorarbeit, wurde mehrfach ausgezeichnet. (2017)

Luitgard Marschall und Christine Wolfrum - Das ĂĽbertherapierte Geschlecht. Ein kritischer Leitfaden fĂĽr die Frauenmedizin
Schützt das regelmäßige Mammografie-Screening vor Brustkrebs? Helfen oder schaden Hormone bei Wechseljahresbeschwerden? Der Ratgeber informiert umfassend und sachlich über diese und weitere drängende, hochaktuelle Fragen der Frauengesundheit. (2017)

VALIE EXPORT – Ikone und Rebellin. Ein Film von Claudia Müller. Ab April 2016 auf DVD
In der feministischen Aktionskunst gilt die Professorin, Medien- und Performancekünstlerin sowie Filmemacherin spätestens seit 1968 als mutige Pionierin, ihre Performances sind immer noch hochaktuell. Die Portraitfilmerin Claudia Müller rückt in ihrem filmischen Essay auch die Schriftstellerin Elfriede Jelinek, sowie die Künstlerinnen Marina Abramovic, Carolee Schneemann und Kiki Smith mit in den Blick. (2016)

Vulva 3.0. - Zwischen Tabu und Tuning. Ein Dokumentarfilm von Claudia Richarz und Ulrike Zimmermann. Kinostart am 02. Oktober 2014
Schon in den ersten zwei Minuten schwankt die Zuschauerin zwischen Amüsement und Entsetzen. Mit markiger Stimme und zackigen Bewegungen erläutert Dr. Uta Schlossberger, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, wie eine "schöne" Vagina auszusehen hat: symmetrisch und irgendwie "amerikanisch".

Laura Méritt – Frauenkörper neu gesehen
Ist ein Diaphragma sicher? Wie behandle ich einen Hefepilz? Wer beim Thema Frauengesundheit eine Alternative zu zweifelhaften Onlineforen sucht, ist bei diesem Kultbuch (Orlanda) gut aufgehoben. (2012)

Catrine Val – FEMINIST
Das soziale Geschlecht der Frau? Die Künstlerin Catrine Val hält in 78 Selbstportraits 78 "soziale Geschlechter" fest - ein postfeministischer Bildband oder auch einfach ein Aufruf zur Freiheit. (2012)

Ulrike Helmer – Muschiland
Die erstaunliche Größe und Form der Klitoris, Intimpiercings, Hymenrekonstruktion, Enthaarungstrends, Labioplastik, Hygienewahn und weibliche Genitalverstümmelung - hier kommen eine ganze Reihe Phänomene rund um die Vulva herum auf den Tisch. (2012)

Mithu M. Sanyal - Vulva. Die EnthĂĽllung des unsichtbaren Geschlechts
"Da unten" oder "zwischen den Beinen" liegt noch immer hoch im Kurs, um dem weiblichen Genital einen Namen zu geben. Kürzer, präziser und klangschöner ist doch dieses Wort: Vulva. (2009)

Charlotte Roche – "Feuchtgebiete"
Mit ihrem Debutroman wettert Charlotte Roche gegen die Hygienehysterie, zelebriert die weibliche Sexualität und testet die Grenzen des schlechten Geschmacks. Dabei polarisiert "Feuchtgebiete" die LeserInnenschaft wie selten ein Roman. (2008)