JANE. Ein Dokumentarfilm von Brett Morgen. Kinostart: 8. März 2018 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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19.06.2018

JANE. Ein Dokumentarfilm von Brett Morgen. Kinostart: 8. März 2018
Britta Leudolph

Dr. Jane Goodall ist seit Jahrzehnten für ihre Forschungsergebnisse zu Schimpansen und ihren Einsatz für Tier- und Umweltschutz weltberühmt. Der Dokumentarfilm "JANE" führt in die Welt der jungen Jane Goodall, zeigt ihre ersten Forschungsjahre allein im afrikanischen Wald, erzählt über ihre unkonventionellen Forschungsmethoden und berichtet von einer leidenschaftlichen Frau, die sich in einer männerdominierten Welt ihren Traum erfüllt. AVIVA verlost 10 Kinokarten



Jane Goodall, die GrĂĽnderin des Jane Goodall Institut und U.N. Botschafterin des Friedens, wurde am 3. April 1934 in London, England geboren.
Am Anfang ist es nur ein Traum, ein Wunsch: Nach Afrika gehen, mit Tieren leben. Eine ungewöhnliche Idee für eine junge Frau zu Beginn der 1960ziger Jahre. "Zu der Zeit wollte ich Dinge tun, die Männer taten und Frauen nicht." Jane Goodall ist entschlossen, ihren Traum wahr werden zu lassen. Nach ihrer Sekretärinnen-Ausbildung reist sie 1957 das erste Mal nach Kenia. Dort lernt sie den Paläoanthropologen Louis Leakey kennen. Dieser motiviert sie 1960 dazu, nach Gombe, Tansania zu reisen, um dort Schimpansen zu studieren.

Jane Goodall hat zu diesem Zeitpunkt weder einen Universitätsabschluss noch Kenntnis der aktuellen Forschungsmethoden. Mit schier endloser Geduld erlangt sie das Vertrauen der Tiere. Mit dieser Herangehensweise gelangt sie zu bahnbrechenden Erkenntnissen über das Sozialverhalten und die Intelligenz der Schimpansen – und stellt die vorherrschende Wissenschaftsmeinung über die Einzigartigkeit des Menschen infrage.

1962 schickt National Geographic den niederländischen Filmemacher Hugo van Lawick nach Gombe, um Janes Arbeit zu dokumentieren. Die beiden verlieben sich, heiraten, später wird Sohn Hugo geboren. Doch das private Glück ist nicht von Dauer – beide EhepartnerInnen sind von ihrer beruflichen Passion so eingenommen, dass sich ihre Wege trennen. Jane kehrt nach längerer Abwesenheit zu den Schimpansen nach Gombe zurück, Hugo lebt als Naturfilmer in der Serengeti.

Janes weiterer Weg ist beinahe Legende, sie wird eine der bekanntesten TierforscherInnen und –schützerInnen der Welt.

Für den Dokumentarfilm "JANE" sichtete Brett Morgen mehr als 100 Stunden Filmmaterial von Hugo van Lawick, seine Naturaufnahmen als auch private Familienfilme. Morgen konzentriert auf die Person Jane Goodall – ihre Leidenschaft, ihre Gefühlswelt und ihre Interessenskonflikte. Jane Goodall selbst tritt als Sprecherin auf, lässt ihre Erinnerung an die frühen Jahre ihrer Karriere Revue passieren und gewährt so einen intimen Einblick in ihre Persönlichkeit.

Daneben wird die Geschichte einer von Jane beobachteten und geliebten Schimpansenfamilie erzählt, die einerseits sehr liebevoll und kooperativ miteinander umgeht, andererseits aber auch gegeneinander in den Krieg zieht.

Ein besonderes Highlight des Dokumentarfilms sind die fünfzig Jahre alten Filmaufnahmen von Hugo van Lawick, die dieser unter widrigsten Umständen mit nichts außer natürlichem Licht geschaffen hat.

Zum Regisseur: Brett Morgen, geboren 1968 in Los Angeles, studierte Mythologie und Amerikanische Geschichte am Hampshire College. Kurz darauf schrieb er sich an der New York University fĂĽr das AbsolventInnenprogramm fĂĽr Film ein. Sein Abschlussfilm "On the Ropes" feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival 1999, wo er den Special Jury Award erhielt. Es folgten weitere Preise und eine Oscar-Nominierung fĂĽr den besten Dokumentarfilm 2000.
Auch seine weiteren Dokumentationen "The Kid Stays in the Picture", "Chicago 10", "Die Rolling Stones - Ein Rückblick auf 50 Jahre Bandgeschichte" und "Kurt Cobain: Montage of Heck" wurden international viel beachtet und erhielten etliche Auszeichnungen. Daneben kreierte Morgen die preisgekrönte Serie "Nimrod Nation", eine achtteilige Fernsehdokumentation über das kleinstädtische Amerika.
Weitere Infos unter: www.brettmorgen.com

AVIVA-Tipp: Der Dokumentarfilm "JANE" gewährt einen sehr intimen und persönlichen Einblick in das Leben und die Gefühlswelt der jungen Naturforscherin Jane Goodall. Er erzählt davon, wie sie ihren Traum von einem Leben in Afrika unter Tieren Wirklichkeit werden lässt und sich in einer von Männern dominierten Wissenschaftswelt durchsetzt – ohne zuvor studiert zu haben. Jane Goodall führt erzählerisch durch den Film und lässt die ZuschauerInnen ihre Leidenschaft für die Wildnis und deren BewohnerInnen spüren. Besonders beeindruckend sind die fünfzig Jahre alten Naturfilmaufnahmen von Goodalls späterem Ehemann Hugo van Lawick.

JANE
USA 2017
Buch und Regie: Brett Morgen
Produzent: Brett Morgen, Bryan Burk, James Smith, Tony Gerber
Archivaufnahmen von Hugo van Lawick
Musik: Philip Glass
90 Minuten
Kinostart: 8. März 2018
Mehr Infos unter:

Zum Film: janederfilm.de

Kinotermine: mindjazz-pictures.de/kinotermine

Weitere Informationen zu Jane Goodall unter:

Webseite des amerikanischen Jane Goodall Institute

Webseite des deutschen Jane Goodall Institute

Webseite von Jane Goodalls Jugendprogramm "Roots&Shoots"


AVIVA-Berlin verlost 10 Kinokarten. Bitte senden Sie uns dazu drei prägnante Ziate von aus dem Trailer mit Angabe Ihrer Postadresse bis zum 12.03.2018 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de


Weiterlesen und Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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Oft hört man das Sprichwort: Wir haben diese Welt nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. Doch so ganz stimmt es nicht: "Wir haben uns nichts geliehen. Was man sich ausleiht, gibt man zurück. Wir haben gestohlen und tun es immer noch." (2011)

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Am 02. September 2010 kommt der Film "Jane´s Journey" in die Kinos, der Jane Goodalls Lebensgeschichte erzählt und ihr achtenswertes Engagement dokumentiert. AVIVA-Berlin hat Dr. Jane Goodall getroffen, um mit ihr über ihr rastloses Leben, ihre Projekte und den Film zu sprechen. (2010)

"Der Soundtrack zum Film. Jane´s Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" (2010)