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16.10.2019

Else Hommage. Musik jüdischer KomponistInnen – Die Konzertreihe LIVING MUSIC 2019 am 1. September, 6. Oktober, 3. November, 1. Dezember 2019, veranstaltet von KOL - jüdische Musik beleben und erleben e.V.
AVIVA-Redaktion

HAPPENINGS, Konzerte und eine Hommage an Else Lasker-Schüler anlässlich ihres 150. Geburtstags. Die "Jüdische Musikreihe für Liebhaber & Neugierige" lädt dazu ein, die Musik jüdischer geflüchteter KomponistInnen zu entdecken. Mimi Sheffer, Sopranistin, Gründerin und Künstlerische Leiterin der Konzertreihe…



…hat sich seit vielen Jahren der Mammutaufgabe verschrieben, die Musik und Schicksale dieser Frauen und Männer aus den Archiven zu entstauben und ihnen ihrer Musik den Glanz zu verleihen, der ihnen gebührt.

Spielort und KomponistInnen

Die insgesamt vier Konzerte finden zwischen September und Dezember in bewährter Tradition an jedem ersten Sonntag im Monat um 17 Uhr im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte statt.

Living Music 2019: Else Hommage. Musik jüdischer KomponistInnen am 1. September, 6. Oktober, 3. November, 1. Dezember 2019

Gemeinsam mit MusikerInnen aus Deutschland und Israel präsentiert die Musikreihe unter anderem Musik von Henriette Bosmans, Ruth Schontal, Rosy Wertheim, Verdina Shlonsky, Ursula Mamlok, Kurt Weill, Erich Walter Sternberg und Josef Tal.

Verfolgung. Brüche. Exil

Im Zentrum der Konzerte stehen neben dem musikalischen Erleben die mit den Schicksalen von Flucht, Verfolgung, biografischen Brüchen und Exil einhergehende Entwurzelung und ein Neubeginn in einer neuen Heimat und Kultur – eine hochaktuelle Thematik.

Die MusikerInnen spüren den Geschichten und Lebenspfaden nach, aus denen höchst lebendige, vielseitige und ausdrucksvolle Musik und damit nicht selten eine neue musikalische Sprache hervorgegangen ist. Die KonzertmusikerInnen von LIVING MUSIC sehen es als ihre Verantwortung an, die Musik von Frauen ins Bewusstsein eines breiten Publikums zurückzuholen, die durch ihre erzwungene Flucht Identität und Anerkennung verloren haben – und ihnen diese durch das Erklingen ihrer Musik zurückzugeben.

"Manuskripte, die im Archiv verstauben und durch Digitalisierung wieder erkennbar, spielbar und interpretierbar werden, in lebendige und ausdruckvolle Musik zu verwandeln, ist ebenso atemberaubend, wie die Mengen hochqualitativer und ausdruckvoller Musik jüdischer geflüchteter Komponisten weiter wiederzubeleben", betont Mimi Sheffer.

Happenings

Erstmals werden in diesem Jahr die Konzerte von genreübergreifenden Veranstaltungen begleitet: von einer Lesung mit Tanz, einer Video-Installation und einem Film. Der Spielfilm Ursula Mamlok Movements erzählt die Geschichte der jüdischen geflüchteten Komponistin Ursula Mamlok (1923-2016) und ihrer Musik.

Mitwirkende

Zahlreiche internationale KünstlerInnen sind auch in diesem Jahr der Einladung von Mimi Sheffer gefolgt, darunter die in Tel Aviv lebende Pianistin Ofra Yitzhaki, das deutsch-israelische Else Ensemble, das Mirage Quartett, das Solistenquartett und der langjährige Musikpartner der Künstlerischen Leiterin, der Konzertorganist Mirlan Kasymaliev. Sie alle widmen sich seit Jahren insbesondere der Aufführung von Musik von Frauen.

Jüdisches Neujahrskonzert

Den Auftakt der Konzertreihe bildete das Neujahrskonzert am 1. September mit Mimi Sheffer, dem Organisten Mirlan Kasymaliev und dem Solistenquartett – es ist bereits das fünfte Konzert zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana. Im Zentrum standen in diesem Jahr Highlights aus zwei neuaufgeführten durchkomponierten Gottesdiensten, Avodath Shabbat von Herman Berlinski, und Miriams Lied zum Schabbat von Miriam Gideon. Umrahmt wurde die Aufführung von bekannten und beliebten liturgischen Werken jüdischer KomponistInnen zum jüdischen Neujahr.

Living Music 2019: Else Hommage. Musik jüdischer KomponistInnen am 1. September, 6. Oktober, 3. November, 1. Dezember 2019

Mehr Infos unter:

www.kol-juedischemusik.com
www.facebook.com/JuedischeMusikreihe

TICKETS
€12/€8 ermäßigt/ 4er-Abonnement: €40/€30 ermäßigt
Kartenreservierung unter Tel: 0331 289 6868

FÖRDERER
Land Brandenburg
Landeshauptstadt Potsdam
Dwight und Ursula Mamlok Stiftung


Quelle: Pressemitteilung vom 28. Juni 2019