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24.06.2018

Interview mit Agnès Varda
A. Vartanian, K. Meier

Zur Eröffnung der Retrospektive ihres Gesamtwerkes im Kino Arsenal kam die außergewöhnliche französische Cineastin Agnès Varda nach Berlin und teilte mit uns einige Momente, ihre Vorlieben...



... des Lebens und Filmemachens.

Mit 80 Jahren macht sie immer noch außerordentliche Filme, voll von heiterer Energie, Feinheiten und Traumgebilden, Selbstironie und Fantasie. Durch ihre Mitmenschen entwirft sie ihr Selbstportrait und durch sich entwirft sie wiederum Portraits der Menschen, die sie umgeben, die sie kennen gelernt, gefilmt und geliebt hat.

In Die Str√§nde von Agn√®s (2008) schenkt Agn√®s Varda, die in Zeiten der Nouvelle Vague Mittwoch zwischen 5 und 7 (1962) herausbrachte, ihren Erinnerungen Leben: ihren anf√§nglichen ergiebigen Stunden als Fotografin auf dem Festival d¬īAvignon, dann als Cineastin und Produzentin von fast 40 Filmen, darunter die bekannten Die eine singt, die andere nicht (1977), Vogelfrei (1985), Jane B. von Agn√®s V. (1987) oder Die Sammler und die Sammlerin (1999) und schlie√ülich als Videofilmerin bis sich nach 2003 durch Videoinstallationen in Galerien und Museen eine neue Perspektive f√ľr sie er√∂ffnete.

© Aurélia Vartanian, 2009


AVIVA-Berlin: Was bedeutet die Retrospektive, die das Kino Arsenal Ihren gesamten Filmen widmet, f√ľr Sie?
Agn√®s Varda: Das ist ein Wunder f√ľr mich! Wenn ich jemanden treffe, der mir sagt: "Oh, wissen Sie, ich mag Cl√©o sehr", ein Film, den ich 1961 gemacht habe, oder wenn Leute mit mir √ľber Vogelfrei sprechen, ein Film, der bereits 25 Jahre alt ist, dann sind das die wahren Belohnungen! Retrospektiven helfen uns, die Filme lebendig zu halten. Ich habe √ľberall auf der Welt Retrospektiven, in Portugal, an der Harvard Universit√§t. Sie bereiten mir sehr gro√üe Freude. Ich f√ľhle mich wie ein Berliner B√§r, dem man Honig gibt!

AVIVA-Berlin: Wie ist Ihr Film Die Strände von Agnès, der 80 Jahre Ihres Lebens und 55 Kino-Jahre nacherzählt, in Frankreich aufgenommen worden?
Agn√®s Varda: In Frankreich hatte ich Gl√ľck, dass 250.000 Leute den Film gesehen haben, was f√ľr mich gro√üartig ist, wenn man bedenkt, was f√ľr ein komischer Film es ist. Das Publikum passt in den Film hinein. Es nimmt was es will, verzehrt was es will, findet eine Verbindung durch das Foto, durch die Gro√ümutter, die Dame, die ihr Ged√§chtnis verloren hat, durch den Strand, durch das, was ich erz√§hle. Zu meinem gro√üen Erstaunen und meiner gro√üen Freude sind es viele junge Menschen, die diesen Film sehen. Ich erz√§hle mein Leben und es ist ein erf√ľlltes Leben. Ich habe die H√§lfte des 20. Jahrhunderts durchlebt. Es gab viele wichtige Ereignisse, ich habe mich zur rechten Zeit am rechten Ort befunden, war mittendrin in der Revolution und den Errungenschaften des Feminismus. Auch wenn nicht alles erreicht wurde, gibt es trotzdem wichtige Ver√§nderungen, besonders die Geburtenkontrolle, die eine gigantische wissenschaftliche Erfindung darstellt. Ich habe f√ľr mich beschlossen, dass dies genau so wichtig ist wie Gutenberg, der den Buchdruck erfunden hat.

AVIVA-Berlin: War es f√ľr Sie leicht, diesen Film zu produzieren?
Agn√®s Varda: Oft wehren sich die Leute, meine Filme zu machen. Niemand will sie produzieren. Als ich sagte "Ich werde mein Portrait machen", hat man mir geantwortet: "Gut, einverstanden. Es ist ein Dokumentarfilm, also geben wir Ihnen 2 Francs 50", ich sagte "Nein, ich werde einen ¬īgro√üen Spielfilm` machen! Und gleichzeitig ein kleines ungestelltes Schauspiel." Es gibt einen Vorteil seine Filme selbst zu produzieren: man geht mit dem Geld anders um. Man spart bei Dingen, bei denen andere Leute vielleicht gro√üz√ľgig sind, aber man sagt wiederum, dass es die M√ľhe wert sei, einen Zirkus an den Strand kommen zu lassen und sich mitten in Paris mit Sand auszustatten. In dem Bonusmaterial von Die Str√§nde von Agn√®s habe ich die riesengro√üen Lastwagen gefilmt, die Tonnen von Sand einfach so vor dem Haus aussch√ľtten! Das Geld dient dazu, der Fantasie und der Freiheit, der ich mich widme, nachzugehen und nicht zwangsweise um offiziellere Gewinn-Produktionen zu machen.

AVIVA-Berlin: Im Alter von 26 Jahren, 1954, hatten Sie bereits Ihre eigene Produktionsfirma Tamaris-Films (sp√§ter Cin√©-Tamaris) gegr√ľndet, um Ihren ersten Film La Pointe courte zu produzieren. K√∂nnen Sie uns von diesem au√üergew√∂hnlichen Erlebnis erz√§hlen?
Agn√®s Varda: Ich war Fotografin und wollte nichts anderes, als Fotografin sein. Ich wei√ü nicht genau wie, aber dann habe ich einfach "umgeswitcht" und ein Drehbuch geschrieben. Ich sagte mir, dass niemand es produzieren werde... mit einer 25-j√§hrigen Fotografin, die mit dem unbekannten Philippe Noiret und Silvia Monfort, die ein wenig bekannt war, als Schauspieler ankommt! Es schien normal, selbst zu produzieren. Ich hatte ein wenig Geld, das mir meine Mutter geliehen hat und etwas Geld vom Erbe meines Vaters. Ich hatte die Idee eines Gemeinschaftsunternehmens, so dass ich denjenigen, die ohne Bezahlung arbeiteten, Geld versprach, wenn der Film gut liefe. Wir kauften eine Ente, weil man bei diesem Auto das Dach f√ľr Kamerafahrten problemlos √∂ffnen kann. Wir haben ein Haus gemietet, in dem wir alle wohnten. Es war √ľberhaupt keine hochkar√§tige Produktion. Wir konnten √ľber n√∂tige Aussparungen selbst bestimmen. Und wir haben losgelegt! Wir haben zwei Jahre angesetzt, den Film herauszubringen, w√§hrend wir davon nur zwei Wochen in Paris waren. Er hat niemals so viel eingebracht, wie er kostete, aber daf√ľr wurde er sofort von den Filmotheken gekauft, √ľberall in den Filmclubs gezeigt und bei den Journalisten und Filmschriftstellern bekannt. Das stellt eine Art Wendepunkt des franz√∂sischen Kinos dar. Nachdem die Nouvelle Vague mit all ihren neuartigen Filmen angekommen war, nannte man mich die Gro√ümutter der Nouvelle Vague!

AVIVA-Berlin: Wie haben Sie Ciné-Tamaris, Ihre Produktionsfirma, aufgebaut?
Agn√®s Varda: Ich habe versucht mit anderen Produktionen Filme zu machen, aber mich wollte niemand mehr, nachdem ich mit einem Film Geld verloren hatte. Sehen Sie, Vogelfrei, der wirklich bekannt wurde, habe ich vielen Produktionen pr√§sentiert. Es ist richtig, wenn Sie sagen "Das ist ein rebellisches, dreckiges M√§dchen, das zu jedem ¬īSchei√üe` sagt und in einem Stra√üengraben sterben wird". Es ist kein ansprechendes Drehbuch und tats√§chlich hat es jeder abgelehnt. Wir haben uns vom CNC (Centre National du Cin√©ma) ein wenig Hilfe erhofft und man f√∂rderte uns mit sehr wenig Geld. Als wir dann viel verdienten, haben wir zwei Filme mit Jane Birkin produziert. Die Produzenten baten mir immer noch nichts an, weil sie dachten, ich wolle alles ganz alleine machen. Das ist ein Teufelskreis. Cin√©-Tamaris hat sich also entwickelt. Wir haben mehrere Filme produziert. Jacques Demy war gl√ľcklich, dass wir Die Regenschirme von Cherbourg, Eselshaut und Die M√§dchen von Rochefort restaurierten. Meine Kinder Mathieu Demy und Rosalie Varda Demy haben sich darum gek√ľmmert. Wir haben Die Sammler produziert und DVDs gemacht. Meine Filme sind ein bisschen home made. Man ist froh, Entscheidungen allein zu treffen. Zum Beispiel mache ich meine Trailer selbst. Viele Leute sagen, dass ein Trailer von Professionellen gemacht werden muss, aber ich bin der Meinung, dass ich pers√∂nlich besser wei√ü, was ich als Zeichen √ľbermitteln m√∂chte! Wir werden die DVD Die Str√§nde von Agn√®s herausbringen, wof√ľr ich das Bonusmaterial gemacht habe. Das erfreut mich, weil ich das Gef√ľhl habe Handwerk zu machen und keinen Kommerz zu betreiben.

AVIVA-Berlin: Ist Ihre Kindheit in Br√ľssel, Belgien, f√ľr Sie eine Quelle der Inspiration?
Agn√®s Varda: Ich mag Belgien, aber ich handele nicht nach Erinnerungen, im Gegensatz zu Jacques Demy, der dies zu 200% tat. Meine Kindheit ist keine Quelle der Inspiration. Mich inspiriert eher das sofort, die Gegenwart. Dort finde ich Anregungen. Dar√ľber hinaus reizen mich psychoanalytische Techniken √ľberhaupt nicht. Ich wei√ü, dass sie f√ľr das Verstehen des Lebens und der Psychologie ma√ügeblich sind... aber das ist nicht mein Ding.

AVIVA-Berlin: In Die Strände von Agnès (2008) sprechen Sie von Ihrer "ersten Nacht in Freiheit", der Tag, an dem Sie als Jugendliche beschlossen haben von zu Hause wegzulaufen. Sie fuhren nach Marseille, dann nach Korsika, wo Sie drei Monate lang mit Fischern lebten. In Vogelfrei (1985) irrt Mona, eine junge Frau, durch die Straßen und campt im Kalten. Hat Sie Ihr jugendlicher Ausriss beim Erschaffen der Protagonistin beeinflusst?
Agn√®s Varda: Er hat mir bei allem geholfen. Dadurch habe ich ein Gef√ľhl von Freiheit bekommen und vor allem von meinen F√§higkeiten, weil mich meine Eltern nicht gesucht haben. Ich habe sie sp√§ter gefragt, warum sie die Polizei nicht verst√§ndigt haben. Mein Vater f√ľrchtete einen Skandal. Das hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mich auch von den Vorstellungen meiner Eltern losgel√∂st. Als Jugendliche war ich f√ľrchterlich √§ngstlich, was die M√§nnerwelt betraf. Wissen Sie, vor 70 Jahren gab es die Ansicht, dass man als M√§dchen nicht viel ausrichten k√∂nne. Die Freiheit bedeutete f√ľr mich, sagen zu k√∂nnen: "Ja, ich bin f√§hig zu fischen und ein wenig Geld zu verdienen!" Das war die Befreiung, um Filme zu machen, ohne Angst zu haben. Ich schmiedete Pl√§ne. Niemand sagte mir, dass es gut sei, aber ich hatte keine Angst und packte es an!

AVIVA-Berlin: In Die Strände von Agnès (2008) sagen Sie, dass in Ihrer Jugend "nichts besser war, als die Dichter und Maler des Surrealismus`". Welche Spuren haben sie in Ihren Filmen hinterlassen?
Agn√®s Varda: Ich arbeite mit dieser F√§hrte: mit Collagen und freier Verbindung. Das surrealistische Prinzip der Verbindung der Ideen funktioniert erstaunlich in meinen Filmen, weil damit die Struktur ausgemacht wird. Die Str√§nde sind zwar chronologisch, aber darin habe ich st√§ndige Wendungen, Zickzack und mentales Zapping eingeflochten! Collage bedeutet auch, sich fallen zu lassen. Ein gro√üer Teil meiner Arbeit besteht aus dem Zusammenschnitt, der f√ľr diesen Film neun Monate gedauert hat. Als ich gemerkt habe, dass noch etwas fehlt, fing ich erneut an zu drehen! Die zweite gro√üe Lehre des Surrealismus` ist, den Zufall mit einzubauen. Wenn ich anfange zu drehen, ist der Zufall mein erster Regieassistent. Der Zufall ist sehr h√§ufig sogar ma√ügeblich f√ľr die Intensit√§t der Szene.

AVIVA-Berlin: Ihr Film Vogelfrei (1985) ist der französischen Schriftstellerin Nathalie Sarraute gewidmet. In Die Strände von Agnès erwähnen Sie Ihre Freundschaft zu ihr. Könnten Sie den Einfluss Nathalie Sarrautes auf Ihre Arbeit beschreiben?
Agn√®s Varda: Haben Sie Nathalie Sarraute gelesen? Es ist schwierig! Es ist, als g√§be es etwas hinter dem, was sie schreibt, wie ein virtuelles Bild hinter dem Bild. Sie hat sich mit den W√∂rtern und der Struktur der S√§tze abgek√§mpft und manchmal versteht man sie schwer. Man ist frustriert davon, es verstehen zu wollen, es aber nicht greifen zu k√∂nnen,. Die vorl√§ufige Titel von Vogelfrei lautete vorher "Zum Verst√§ndnis"! Ich hatte das Gl√ľck, mit ihr befreundet zu sein. Wenn wir uns sahen, sprachen wir nicht √ľber Literatur. Sie trank Wodka, rauchte ihre kleine Zigaretten und lachte. Sie starb mit fast 100 Jahren. Sie war immer charmant und sehr geheimnistuerisch im Leben. Dass das Schaffen letztendlich geheim ist, habe ich in meinem gemeinsamen Leben mit Jacques Demy begriffen. Sie teilte ihr sehr b√ľrgerliches Leben mit einem Anwalt. Wenn sie an ihrem Schreibtisch sa√ü, war sie mit ihren Geschichten ganz alleine.

AVIVA-Berlin : Sie haben 32 Jahre lang mit dem Cineasten Jacques Demy zusammengelebt, Autor der bekannten Musikfilme mit Catherine Deneuve Die Regenschirme von Cherbourg (1964), Die Mädchen von Rochefort (1967) und Eselshaut (1970). Ihr Film Jacquot de Nantes (1991), der von Jacques Demys Kindheitserinnerungen und Träumen handelt, war eine Hommage an ihn. Haben Sie sich als Cineasten gegenseitig beeinflusst?
Agn√®s Varda : Wir lebten zusammen auf jeder Seite dieses kleinen Hofes. Aber jeder war allein in seiner Welt. Wir redeten und teilten viele Dinge, einschlie√ülich und vor allem das Bett, aber ich hatte gar keine Lust mit Jacques zu arbeiten. Es ist offensichtlich, dass wir uns einander nicht beeinflusst haben. Eines Tages sagte uns jemand zu Die Regenschirme von Cherbourg und Gl√ľck aus dem Blickwinkel des Mannes: "Sie m√∂gen alle beide Farben." Aber es gibt keinen Zusammenhang bez√ľglich der Farben! Der Film Die Regenschirme von Cherbourg ist von den Malern beeinflusst worden, die sehr gewaltige Farben verwendeten. Er hat die Boutique in orange und rot streichen lassen. Als ich Gl√ľck aus dem Blickwinkel des Mannes gemacht habe, habe ich versucht, mich den Malern der Ile de France, den Impressionisten, anzun√§hern.

AVIVA-Berlin: Seit 2003 verwirklichen Sie Videoinstallationen. F√ľhlen Sie sich dabei freier?
Agn√®s Varda: Ich f√ľhle mich immer sehr frei! Doch gleichzeitig auch sehr eingeschr√§nkt durch meine eigenen Grenzen. Manchmal denke ich, ich habe nicht genug Vorstellungskraft oder Talent. Aber damit komme ich zurecht. Die Installationen, mit denen ich 2003 begonnen habe, sind sehr belebend. Ich habe Patatutopia auf der Biennale von Venedig gemacht. Es gab drei gro√üe Bildschirme, auf denen Kartoffeln zu sehen waren und dar√ľber hinaus waren 700 kg Kartoffeln auf dem Boden verteilt. Um die Leute anzulocken, trug ich ein Kartoffelkost√ľm. Ich arbeite sehr gerne in Museen. Ich entwickle Bilder, die man in einem Kinofilm nicht zeigen k√∂nnte, da die Kinozuschauer doch immer ein wenig Schauspiel sehen wollen, ein bisschen Bewegung, eine Erz√§hlung.

AVIVA-Berlin: Sie erz√§hlen, dass Sie im Alter von 25 Jahren, als Sie entschieden haben, Ihren ersten Film zu machen, bis dahin nur neun oder zehn Filme gesehen haben. Inwieweit haben Sie sich als Cineastin gef√ľhlt?
Agn√®s Varda: Ich bin an dem Tag Cineastin geworden, als ich die Gliederung meines ersten Films erstellte. Ich hatte einfach das Verlangen, diesen Film zu machen... mit meiner Kenntnis √ľber die Fischer der Pointe Courte und meinem Wunsch, die Probleme einer Gemeinschaft denen der privaten Individuen entgegenzusetzen. Ich denke, dass wir uns die ganze Zeit zwischen privatem und gesellschaftlichem Leben bewegen. Wenn Sie ein Kind bekommen und noch gleichzeitig dabei sind, ein berufliches Projekt zu beenden. Meine Filme beinhalten immer diese Idee, dass man sich st√§ndig zwischen zwei Diskursen bewegt, zwischen zwei Situationen, zwei Blickwinkeln. Weil das Leben einfach widerspr√ľchlich ist, fast in jedem Moment.

AVIVA-Berlin: Wir danken Ihnen sehr f√ľr das Interview und w√ľnschen Ihnen f√ľr Ihre zuk√ľnftigen Projekte alles Gute!

Lesen Sie auch die französische Version dieses Interviews mit Agnès Varda!

© Aurélia Vartanian, 2009


Retrospektive im Kino Arsenal

Weitere Infos zu Agnès Varda und Ciné-Tamaris: www.cine-tamaris.com

Übersetzung vom Französischen ins Deutsche: Katharina Meier