AVIVA-Berlin w├╝nscht ein gl├╝ckliches, gesundes und friedliches, erfolgreiches 5778.Rosh HaShana. schana towa umetuka - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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25.06.2018

Shana tova umetuka, AVIVA-Berlin w├╝nscht ein gl├╝ckliches, harmonisches, gesundes und friedliches, erfolgreiches 5778
Sarah Ross

Wenn am 29. Elul 5777 (20. September 2017) die Sonne untergeht, beginnt das j├╝dische Neujahrsfest Rosh HaShana. Es ist der Beginn von zehn Tagen des Nachdenkens ├╝ber das vergangene Jahr und der Reflexion. Shana Tova!



Rosh haShana (w├Ârtlich: "Haupt des Jahres") ist besonders interessant aufgrund seines dualen Charakters als fr├Âhlicher Beginn des neuen - hoffentlich "s├╝├čen" - Jahres und des gleichzeitigen R├╝ckblicks auf das Vergangene Jahr durch den Beginn der zehn Bu├čtage bis zu Yom Kippur.
Es beginnt am Abend des 29. Elul (20. September). Das j├╝dische Neujahrsfest l├Ądt ein, einen Moment innezuhalten, das vergangene Jahr zu reflektieren und zugleich W├╝nsche f├╝r das Bevorstehende auszusprechen. Die symboltr├Ąchtigen Gebr├Ąuche und Speisen erleichtern die Erinnerung an die Bedeutung der Feiertage.

Beim Festessen im Kreise der Familie werden s├╝├če und symboltr├Ąchtige Speisen angeboten. Jede einzelne verdeutlicht einen Wunsch f├╝r das kommende Jahr. Dazu geh├Ârt der in Honig getauchte Apfel, mit dem frau/man sich ein s├╝├čes, neues Jahr zuspricht. Die Verkn├╝pfung von Vergangenheit und Zukunft, sowie der Rhythmus eines Jahres als Kreislauf, werden durch die Challah symbolisiert.
Rosh haShanah ist au├čerdem eine gute M├Âglichkeit, Beziehungen aufrechtzuerhalten. Gru├č- und Wunschkarten werden verschickt und um Vergebung f├╝r eventuelle Verletzungen gebeten.
Mit Rosh haShana beginnt die Zeit der Hohen Feiertage.

Die rabbinische Literatur sowie die j├╝dische Liturgie beschreiben Rosh HaShana vor allem als Yom Ha┬┤Din, den Tag des Gerichts, an dem alles Vergangene gerichtet wird, frau/man um Vergebung bittet und sich auf die spirituelle Erneuerung durch das Gebet und eine tiefgehende pers├Ânliche Reflexion besinnt. Es hei├čt, dass an Rosh HaShana drei B├╝cher ge├Âffnet w├╝rden: eines f├╝r die vollkommen Gerechten, die in dasselbe sofort eingeschrieben werden, ein weiteres f├╝r die vollkommen B├Âsen, die ebenfalls sogleich verzeichnet werden, sowie ein drittes Buch f├╝r die Durchschnittlichen, denen Zeit bis Yom Kippur gegeben wird, dem Tag, der zehn Tage nach Rosh HaShana gefeiert wird. Daher w├╝nscht man sich zum j├╝dischen Neujahrsfest: "Le-shana tova tikkatevu" ("Zu einem guten Jahr m├Âget ihr eingeschrieben werden").

Das grundlegendste Element von Rosh HaShana ist jedoch das Blasen des Shofars, des traditionellen Widderhorns. In der Torah wird dieser Tag demnach auch als Yom Teruah bezeichnet ÔÇô der Tag, an dem das Shofar als Ausdruck der Huldigung von G┬┤ttes K├Ânigtum erklingt ÔÇô, aber auch als Yom HaZikaron, als einen Tag der Erinnerung. Weltweit blicken J├╝dinnen und Juden auf die Geschichte ihres Volkes zur├╝ck und beten f├╝r Israel.

In der Synagoge feiert man Rosh HaShana mit besonderen Gebeten, die G┬┤ttes K├Ânigtum (Malchujot), G┬┤ttes Gedenken an Israel zum Guten (Sichronot) und das Blasen des Shofars (Shofarot) zum Inhalt haben. W├Ąhrend des G┬┤ttesdienstes in der Synagoge werden gute W├╝nsche, wie Shana Tova (ein gutes Jahr), f├╝r das kommende Jahr ausgesprochen, bevor die Gemeinde zur famili├Ąren Feier nach Hause geht. Innerhalb der Familie, aber auch unter FreundInnen und Bekannten, werden E-Cards und Gru├čkarten ausgetauscht. Zwischen Rosh HaShana und Yom Kippur ist es Brauch, folgenden Gru├č in die Karte zu schreiben: "Le-shana tova tikkateivu ve-tehateimu" ("Zu einem guten Jahr m├Âget ihr eingeschrieben und versiegelt werden").

Eine weitere Symbolhandlung an Rosh HaShana ist Taschlich. Ein Ritual, das Rabbiner Dr. Walter Homolka wie folgt beschreibt:

"In der Taschlich-Zeremonie (Hebr.: taschlich = "du sollst werfen") werden die eigenen S├╝nden symbolisch fortgeworfen, indem frau/man dreimal seine Taschen aussch├╝ttelt und Staub oder auch Brotkrumen in ein flie├čendes Gew├Ąsser streut (Micha 7,19, Schabbat 153a). Nach einer zus├Ątzlichen Interpretation dieser Symbolhandlung erinnere dies daran, dass das Schicksal der Menschen so unsicher ist wie das der Fische, die sich im Netz verfangen (R. Jeschajahu Horowitz, Schnei Luchot Habrit), oder dass G┬┤ttes achtsame F├╝rsorge, die Haschgacha, stets gegenw├Ąrtig sei, so wie auch Fische nie ihre Augen schlie├čen. Das Ritual wird traditionell am 2. Tag von Rosh HaShana nach Mincha durchgef├╝hrt, in denjenigen liberalen Gemeinden, die nur einen Tag Rosh HaShana halten, am Nachmittag. Auch wenn dies bei uns keine weit verbreitete Sitte ist, lohnt es sich, darauf einzugehen. Der Maharil, R. Jakow M├Âlln (1365-1427), ist der Erste, der diesen Brauch der aschkenasischen Juden beschreibt und in eine biblische Tradition stellt. F├╝r uns heute dr├╝ckt das Taschlich-Machen, z.B. unter Lesen des 130. Psalms, aber den Gedanken der Teschuwa aus, der die Yamim Nora┬┤im bestimmt. Zu den Feiertagen schafft es dar├╝ber hinaus eine zus├Ątzliche Verbundenheit mit der Natur..."


Mehr zu Rosh HaShana 5778 finden Sie unter:

Rosh Hashanah Food: www.myjewishlearning.com

Rosh Hashanah 2017: www.myjewishlearning.com

www.jewishecardsandmore.com

www.hallmarkecards.com

www.ritualwell.org

de.chabad.org

www.hagalil.com


Das Team von AVIVA-Berlin w├╝nscht allen LeserInnen Shana tova umetuka - alles Gl├╝ck, Gesundheit und Frieden f├╝r das Jahr 5778!