Zaha Hadid und Suprematismus - Herausgegeben von Galerie Gmurzynska - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Found
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

AVIVA-Berlin > Found AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 09.08.2012

Dieser Text wurde hinterlegt:



Zaha Hadid und Suprematismus - Herausgegeben von Galerie Gmurzynska
Laura Wösch

Die Arbeiten der mit dem Pritzker Preis ausgezeichneten Architektin gelten als ausgesprochen eigenwillig und revolutionär. Im Begleitkatalog zur von ihr kuratierten gleichnamigen Ausstellung in...



... Z√ľrich verr√§t sie im Interview mit Hans Ulrich Obrist, woher sie ihre Inspirationen sch√∂pft und macht ihre Faszination f√ľr die russische Avantgarde-Kunst deutlich.

Von der Gegenständlichkeit befreit

Wirft mensch einen Blick auf die zeichnerischen und computergenerierten Geb√§udeskizzen der Stararchitektin Zaha Hadid, ist die k√ľnstlerische Verwandtschaft zur russischen Avantgarde augenscheinlich.
Von einem Vortrag √ľber den russischen Konstruktivismus inspiriert, entdeckte sie bereits w√§hrend ihres Studiums die k√ľnstlerische N√§he zu Kasimir Malewitsch, dem ber√ľhmtesten Vertreter des Suprematismus. Malewitschs Ideal entsprach einer von Gegenst√§nden befreiten Kunst, die er in der Klarheit einfacher geometrischer Formen fand. "Die ganze Idee der Leichtigkeit, des Gleitens, der Struktur und wie es sanft auf der Erde landet, das alles stammt daher", erz√§hlt Zaha Hadid in einem im Begleitkatalog zur Ausstellung abgedruckten Interview mit dem Schweizer Kurator Hans-Ulrich Obrist.

Auf der Suche nach räumlichen Grenzen

Die 1950 in Bagdad geborene und in London lebende Stararchitektin Zaha Hadid ist bekannt f√ľr ihre innovativen Entw√ľrfe, die sich in ihrer Formensprache zwar an der Vergangenheit orientieren, sich aber dennoch stets der Zukunft verpflichten. Utopien scheinen sich in ihren Konstruktionen mit der Gegenwart zu vers√∂hnen. Internationale Aufmerksamkeit wurde ihrer Arbeit erstmals 1983 geschenkt. Der damals viel diskutierte Entwurf eines Klubhauses auf dem Hong Kong Peak, einer architektonischen Raumkonstruktion, die das Gef√ľhl evoziert, entgegen den Regeln der Schwerkraft zu schweben, wurde jedoch nicht realisiert. Geometrische Figuren entfliehen hier ihrer Bodenhaftung, als h√§tten sie sich aus einem Geb√§udekomplex in die Zukunft sprengen wollen. Es scheint, als wollte die Architektin fragen "Wo sind die Grenzen des Raums und wie kann ich sie √ľberschreiten?"

Preis und Prestige

Zaha Hadids Geb√§udeentw√ľrfe galten deshalb lange Zeit als zu k√ľhn. Erst das 1993 realisierte Feuerwehrhaus f√ľr die Architektur- und Designschmiede Vitra in Weil am Rhein bewies, dass sich Hadids Entw√ľrfe durchaus mit der Realit√§t vereinbaren lassen. Im Laufe der Jahre ver√§nderte sich ihre tendenziell scharfe und zackige Formensprache zugunsten organischerer Formen. Ihre Designs und Geb√§udeentw√ľrfe wirken seitdem wie von Erosion geformt und scheinen mit den Gegebenheiten der Natur befriedet. Als erste Frau konnte die Exil-Irakerin schlie√ülich 2004 den renommiertesten Architekturpreis, den Pritzker Preis, entgegennehmen. Gemeinsam mit ihrem Partner, dem deutschen Architekten Patrik Schumacher, ist sie weltweit √ľberaus erfolgreich. In den letzten Jahren wurden erneut zwei prestigetr√§chtige Geb√§ude, das "MAXXI" genannte Museum f√ľr Kunst des 21. Jahrhunderts in Rom und das Opernhaus in Guangzhou fertiggestellt.

Bezug und Wirkung

In den von ihr dynamisch gestalteten Ausstellungsr√§umen in der Galerie Gmurzynska am Z√ľrcher Paradeplatz f√ľhrte die Architektin durch Gem√§lde und Arbeiten auf Papier der von ihr bewunderten russischen Suprematisten El Lissitzky, Alexander Rodtschenko und Kasimir Malewitsch und setzte sie r√§umlich in Bezug zu ihren eigenen Werken. Der zur Ausstellung erschienene aufwendig gestaltete Begleitkatalog f√ľhrt erneut durch die dort entstandene Formenwelt.

AVIVA-Tipp: √Ąhnlich unaufdringlich wie die Architektin durch die Galerier√§ume lenkte, macht der Bildband in monochromer Bescheidenheit und Klarheit die Struktur der Ausstellung deutlich. Neben den zahlreichen schwarz-wei√ü und g√ľlden leuchtenden Skulpturen und Designs von Zaha Hadid reihen sich Eckpfeiler der Kunstgeschichte, wie Malewitschs Werk Supremus. Die Aufl√∂sung der Empfindung. Textbeitr√§ge von namhaften ArchitektInnen, KunsthistorikerInnen und KuratorInnen wie Charlotte Douglas, Patrik Schumacher oder Kenny Schachter f√ľgen sich zwischen die gro√üformatigen Abbildungen ein und dokumentieren das Verh√§ltnis zwischen Zaha Hadids Formenwelt und dem russischen Suprematismus.

Zaha Hadid und Suprematismus
Herausgegeben von: Galerie Gmurzynska

Texte von Charlotte Douglas, Krystyna Gmurzynska, Edwin Heathcote, Alexander Lavrentiev, Melodie Leung, Andrei Nakov, Mathias Rastorfer, Kenny Schachter, Patrik Schumacher
Gespr√§ch mit der K√ľnstlerin von Hans Ulrich Obrist
Gestaltung von Dan Miller Design, New York
Hatje Cantz Verlag, erschienen 2012
Deutsch
288 Seiten, 175 farbige Abbildungen, gebunden, mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7757-3300-7
Euro 49,80
www.hatjecantz.de
(Englische Ausgabe ISBN 978-3-7757-3301-4)

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.zaha-hadid.com

www.gmurzynska.com

Interview mit Zaha Hadid im Online-Magazin f√ľr Produkt- und Interiordesign, Designline Living (2007)

"Suprematismus", in archINFORM


Literatur > Art + Design Beitrag vom 09.08.2012 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home