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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 07.02.2008

Märzmelodie
Tatjana Zilg

Emotional starke Lieder aus der deutschen Rock- und Popgeschichte begleiten eine Story √ľber drei Liebespaare. Im Spagat zwischen Alltagsrealit√§t und Illusion m√ľssen sie neu zueinander finden.



Regisseur Martin Walz suchte mit seinem Team nach Melodien und Texten, die genau das ausdr√ľcken, was seine HeldInnen auf der Leinwand f√ľhlen. Die Original-Ausschnitte setzte er auf ungew√∂hnliche Weise ein: Nicht als Hintergrund-Soundtrack und auch nicht als von den SchauspielerInnen gesungene Coverversionen. Nahtlos gehen die Dialoge ins Playback √ľber, bei dem die Songtexte direkt in die Handlung eingebunden werden. Das wirkt im ersten Moment leicht irritierend. Da die meisten Gesangsstimmen aber allgemein bekannt sind (Element Of Crime, Udo Lindenberg, Ton Steine Scherben, Annett Louisan u.v.m.), verst√§rkt dies auch die Identifikation mit den Empfindungen der Charaktere. Durch die Erinnerung an die eigenen ersten Begegnungen mit den Liedern und den damit verbundenen Gef√ľhlen entsteht viel N√§he zu den Hoffnungen, Sehns√ľchten und Missverst√§ndnissen, die das Beziehungschaos zwischen den sechs Hauptfiguren pr√§gen.

Da w√§ren Thilo (Jan Henrik Stahlberg) und Anna (Alexandra Neidel). Ihr Alltag verl√§uft leider ganz anders, als sie es sich f√ľr ihr Leben ertr√§umten. Beide sind seit einiger Zeit fertig mit der Ausbildung in ihren Wunschberufen. Es gelingt ihnen aber nicht, in der Praxis Fu√ü zu fassen. Anna ist Grundschullehrerin und kommt mit dem hyperaktiven Verhalten der Kinder nicht zu Rande. Nur mit Autorit√§t Interesse f√ľr den Unterrichtsinhalt zu wecken, entspricht nicht den Idealen, die sie vom Lehrerinnen-Sein hatte. Seit einiger Zeit ist sie aus physischen Gr√ľnden krankgeschrieben und hadert mit sich und ihren Illusionen. Thilo, Mitte 30, wartet innerlich immer noch auf dem Bus, der ihn nach Hollywood bringt, obwohl er seit seiner Abschlusspr√ľfung als Schauspieler nur wenig Erfolg hatte. In letzter Zeit gelingen auch die Castings f√ľr kleine Rollen nicht mehr. Zum Brot-Erwerb jobbt er in einem Call-Center als Weinverk√§ufer. Auch ihn qu√§len Selbstzweifel. Das Gef√ľhl, mit dem Leben nicht mehr klarzukommen, wird immer st√§rker.

Valerie (Inga Busch) und Moritz (Gode Benedix) sind schon lange ein Paar. Ihre Tochter ist zwei Jahre alt. Sie kennen Thilo und Anna seit einiger Zeit. Da Thilo gerade frisch getrennt ist und Anna fast nur noch an ihre deprimierende Berufssituation denkt, wollen sie "gute Fee" spielen und die Beiden zusammenbringen. Thilo l√§sst sich eher widerwillig dazu √ľberreden, Anna zum Essen einzuladen. Im Restaurant ist es aber bald um ihn geschehen. Dennoch verl√§uft das Date schlecht. Keiner traut sich, dem Anderen zu sagen, in welcher Situation er gerade ist. M√ľhsam umschl√§ngeln sie die Wahrheit, kommen sich jedoch nicht wirklich nahe. Und schlimmer, beim zweiten Date hat Thilo einen seiner h√§ufiger auftretenden Ged√§chtnisaussetzer und l√§sst Anna quasi aus Versehen in einer Bar sitzen.

Neben dem schwierigen Weg, den Anna und Thilo gehen m√ľssen, bevor sie zueinander finden, liefert der Film noch zwei weitere Handlungsstr√§nge: Valerie hat genug davon, nur Mutter zu sein und au√üerdem k√∂nnte sie als Marketingfachkraft die Haushaltskasse der kleinen Familie betr√§chtlich erh√∂hen. Auch sie bedient sich der L√ľge im Vorstellungsgespr√§ch und betont, als Singlefrau nur darauf zu warten, hohen Arbeitseinsatz bei zeitintensiven Projekten einzubringen. Es klappt. Sie wird eingestellt. Moritz, der oft Nachtschichten macht, soll mehr Verantwortung in der Betreuung der kleinen Tochter √ľbernehmen. Das geht nat√ľrlich nicht gut. Die kleine Familie sieht sich vor der Herausforderung gestellt, ihre Erwartungen aneinander neu zu definieren.

Als Drittes sind da Katja (Jana Pallaske) und Florian (Gedeon Burkhard), ein Freund und Kollege von Thilo, dem der Einstieg in die Schauspielkarriere besser gelungen ist. Seit kurzer Zeit sind sie zusammen, aber Florian betont, dass er die Aff√§re locker halten will und keine tiefen Gef√ľhle hineinlegen m√∂chte. Katja ist entt√§uscht, merkt aber auch, das da etwas nicht stimmt. Sie h√§lt an ihrer Liebe fest. Florian versteckt ein Geheimnis vor ihr.

AVIVA-Tipp: Wie diese sechs Menschen erkennen, was sie wirklich voneinander wollen, wann sie sich nah sind und wann fern, und wie sie durch den Kontakt mit dem Anderen neuen Mut finden, die eigenen Schwierigkeiten kreativ anzugehen, wird vom Regisseur ausdrucksstark und sehr lebendig in Szene gesetzt. Die ungewöhnliche Art, wie Musik als Stilmittel genutzt wird, trägt dazu wesentlich bei.

Märzmelodie
Deutschland 2007, 89 Minuten
Regie: Martin Walz
DarstellerInnen: Jan Henrik Stahlberg, Alexandra Neidel, Gode Benedix, Inga Busch, Gedeon Burkhard, Jana Pallaske, G√ľnther Maria Halmer, Veronika Nowag-Jones, Rolf Peter Kahl
Verleih: X Film
Kinostart: 07.02.2007

Der Film im Web: www.maerzmelodie.de/


Kultur Beitrag vom 07.02.2008 AVIVA-Redaktion 





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