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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 05.04.2012

Und wenn wir alle zusammenziehen? Ein Film von Stéphane Robelin mit Geraldine Chaplin und Jane Fonda. Ab 5. April 2012 im Kino
Nana Nkrumah

Was kann ich tun, wenn ich im Alter nicht mehr fĂŒr mich sorgen kann? In dieser deutsch-französischen Tragikomödie finden fĂŒnf RentnerInnen einen kreativen Weg aus der Misere. Sie grĂŒnden eine ...



... Wohngemeinschaft!

Im Zentrum des Films steht das Ehepaar Annie (Geraldine Chaplin) und Jean (Guy Bedos). Die beiden sind Mitte 70, gutgestellte RentnerInnen ohne finanzielle Sorgen. Sie bewohnen eine Villa in einem hĂŒbschen Pariser Vorort. Die Kinder sind erwachsen und lĂ€ngst ausgezogen. Das Haus ist Treffpunkt fĂŒr den Freundeskreis der Eheleute: Das Paar Jeanne und Albert sowie der alleinstehende Fotograf Claude kommen regelmĂ€ĂŸig zu Besuch.

Die FreundInnen kennen sich seit ĂŒber 50 Jahren. Ihre Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein: Annie ist bĂŒrgerlich-angepasst, ihr Mann Jean ein politischer Aktivist. Claude ist ein gealterter Möchtegern-Casanova, Jeanne eine Feministin und Albert ein Bonvivant. Obwohl die FreundInnen nicht immer einer Meinung sind, genießen sie die gemeinsame Zeit. Sie trinken Wein und grillen im Garten der Villa, feiern zusammen Geburtstage. Eines Abends kommt Claude (Claude Rich) die Idee, man könne doch zusammenziehen. Die Vorstellung, eine Wohngemeinschaft mit seinen FreundInnen zu grĂŒnden, erscheint ihm genial. WĂ€hrend Annie lieber alleine in der Villa bleiben möchte, findet ihr Mann die Idee reizvoll und wirft ihr Egoismus vor. Der Plan wird vorerst auf Eis gelegt. Als Claude jedoch verunglĂŒckt und in ein Pflegeheim kommt, setzt Jean sich durch und holt Claude zu sich in die Villa.

Auch das Paar Jeanne und Albert kÀmpft mit gesundheitlichen Problemen. Jeanne (Jane Fonda) hat erfahren, dass sie eine unheilbare Krankheit hat, ihr Mann (Pierre Richard) leidet an einer beginnenden Demenz. Die Sorge, dass ihr Mann nicht alleine zurechtkommt, wenn sie stirbt, bewegt Jeanne dazu, in das Wohnprojekt einzuwilligen.
ErgĂ€nzt wird die Wohngemeinschaft bald von dem deutschen Studenten Dirk (Daniel BrĂŒhl), der eine ethnologische Studie ĂŒber das Altern durchfĂŒhrt. Zwischen ihm und seinen "Forschungsobjekten" entwickelt sich bald eine Freundschaft, so hilft er dem Möchtegern-Casanova Claude bei der Beschaffung seiner Viagra-Pillen. Vor allem mit Jeanne verbringt Dirk viel Zeit. Da Jeanne frĂŒher Philosophieprofessorin war, interessiert sie sich fĂŒr seine wissenschaftliche Arbeit, berĂ€t ihn als Mentorin, tauscht sich aber auch ĂŒber private Probleme mit ihm aus.
Als Albert eines Tages im Keller auf vierzig Jahre alte Briefe stĂ¶ĂŸt, droht das Wohnprojekt zu scheitern. Plötzlich wird klar, dass sich hinter der Fassade der Freundschaft lebenslange LĂŒgen verbergen. Über die Eifersucht siegt letztendlich die Vernunft, denn die FreundInnen wollen sich nicht gegenseitig verlieren und ringen sich zur Versöhnung durch.

Autor und Regisseur StĂ©phane Robelin setzt in diesem Film das oft verdrĂ€ngte Thema "AbhĂ€ngigkeit im Alter" als Kinofilm um. In einem Interview sagte er, dass er beim Schreiben des Drehbuchs an die Hilflosigkeit seiner Großeltern denken musste. Mit der Situation, im Alter kaum noch fĂŒr sich sorgen zu können, waren sie völlig ĂŒberfordert. Mit dem Film scheint der Autor eine Antwort auf diese Problematik geben zu wollen, indem er fĂŒr das Konzept einer Wohngemeinschaft fĂŒr SeniorInnen wirbt.

AVIVA-Fazit: Wer an einem ruhigen Sonntagnachmittag nach einer leichten Unterhaltung sucht, ist in diesem Film genau richtig. Die Viagra-Witze sind daneben, doch an den meisten Stellen ist die Situationskomik gelungen. Obwohl das Spiel der DarstellerInnen sehr gut ist, wirken die Dialoge streckenweise zu konstruiert, so vor allem die GesprÀche zwischen Jeanne und dem Studenten Dirk: Es scheint, als habe der Drehbuchautor versucht, bestimmte Stichworte abzuarbeiten.

Zum Regisseur: StĂ©phane Robelin begann seine Filmkarriere in den 90ern, zunĂ€chst als Drehbuchautor und Regisseur von Kurzfilmen. SpĂ€ter arbeitete er im Bereich des TV-Dokumentarfilms fĂŒr das französische Fernsehen. Sein erster Spielfilm "Real Movie" (2004) wurde auf dem Dashanzi Underground French Film Festival in Peking prĂ€miert. "Und wenn wir alle zusammen ziehen?" ist sein zweiter Spielfilm.

Und wenn wir alle zusammenziehen?
Et si on vivait tous ensemble?
Frankreich, Deutschland 2011
Buch und Regie: Stéphane Robelin
DarstellerInnen: Jane Fonda, Geraldine Chaplin, Pierre Richard, Claude Rich, Guy Bedos, Daniel BrĂŒhl u.a.
Verleih: Pandora
LauflÀnge: 100 Minuten
Kinostart: 5. April 2012


Weitere Informationen finden Sie unter:
zusammen.pandorafilm.de

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Kultur Beitrag vom 05.04.2012 Nana Nkrumah 





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