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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 12.09.2014

BANKLADY - Die wahre Geschichte der Gisela Werler. Ab 11. September 2014 auf DVD
Helga Egetenmeier

Eine Frau ĂŒberfĂ€llt mit einer Pistole in der Hand eine Bank. Im alarmierten Polizeirevier schĂŒtteln alle unglĂ€ubig den Kopf: eine Frau, das kann nicht sein. Und doch entwickelt sich 1965 daraus...



...eine Hamburger Bonny & Clyde-Geschichte, die Hauptdarstellerin Nadeshda Brennicke und Regisseur Christian Alvart mit dem dokumentarischen Spielfilm "Banklady" auf die Leinwand bringen.

... das kann nicht sein. Und doch entwickelt sich 1965 daraus eine Hamburger Bonny & Clyde-Geschichte, die Hauptdarstellerin Nadeshda Brennicke und Regisseur Christian Alvart mit dem dokumentarischen Spielfilm "Banklady" auf die Leinwand bringen.

Der RockÂŽnÂŽRoll der Gisela Werler

In der Zeit, als die Beatles und die Rolling Stones in Hamburg spielen, arbeitet Gisela Werler an lĂ€rmenden Maschinen in einer Tapetenfabrik. Wie ein stimmungsvolles GemĂ€lde mischt der Film Banklady die Töne der Maschinen mit den Farbtöpfen und den schweißglĂ€nzenden Gesichtern der ArbeiterInnen. Fasziniert beobachtet die stille Gisela heimlich ihre rauchende Chefin mit dem engen Kleid und dem roten Lippenstift. Die farblose DreißigjĂ€hrige dagegen gibt zuhause brav ihren Lohn ab, ertrĂ€gt die depressiven Aggressionen ihres kriegsinvaliden Vaters und lĂ€sst sich von ihren Eltern vorwerfen, dass sie immer noch nicht verheiratet ist.
Als sie durch ihren Verehrer Uwe dessen Freund Peter kennenlernt, entfacht dies einen stetig wachsenden Funken Hoffnung auf ein leidenschaftlicheres Leben in ihr. Gekonnt spielt Nadeshda Brennicke den Wechsel der Gisela Werler von der unscheinbaren Arbeiterin zur zielstrebigen Frau, die immer mutiger um ihr persönliches GlĂŒck kĂ€mpft.

WĂŒrden Sie bitte das Geld einpacken?

ZufĂ€llig entdeckt Gisela, dass Peter und Uwe zusammen Banken ĂŒberfallen und besteht die AufnahmeprĂŒfung in die Bande. Mit freundlicher Zielstrebigkeit verlangt die fortan als Vamp verkleidete Gisela mit gezĂŒckter Pistole das Geld von den in Schach gehaltenen Bankangestellten. In den Medien wird die Frau mit dem Colt zur Banklady stilisiert und gefĂ€llt sich damit zunehmend selbst in den Schlagzeilen der Tageszeitungen. Doch ihre ganzen Hoffnungen gehören ihrer Liebe zu Peter, dem Lebemann, der sie magisch anzieht, obwohl er sie auf Distanz hĂ€lt und der selbst vor seinem offiziellen Leben flĂŒchtet. Beide wollen mit dem geraubten Geld ihre Sehnsucht nach einem besseren Leben umsetzen.
Das harmonische Zusammenspiel von Charly HĂŒbner (Peter) und Andreas Schmidt (Uwe) verbindet diese gegensĂ€tzlichen Charaktere in einer tragisch-humorvollen MĂ€nnerfreundschaft, die sich der LoyalitĂ€t von Gisela (Nadeshda Brennicke) sicher sind. Doch der ehrgeizige Kommissar Fichte (Ken Duken) kommt ihnen langsam durch die EinfĂŒhrung moderner Überwachungstechniken nĂ€her. Gisela wagt sich dennoch in sein BĂŒro im Polizeirevier und entdeckt, in welchen Banken bereits neue Sicherheitssysteme eingesetzt sind. Sie plant daraufhin den letzten großen Überfall.

Freiheiten

Dem Film sieht die Zuschauerin an, dass Regisseur Christian Alvart eine NĂ€he zur US-Serie Mad Man angestrebt hat: die laszive glatte KörperfĂŒhrung, die krĂ€ftig-weichen Farbtöne und eine ruhige Kamera fĂŒhren uns in die oberflĂ€chlich brave Zeit des Wirtschaftswunders. Die Risse in dessen Versprechungen muss Gisela Werler schmerzhaft am eigenen Leib erfahren, denn zwischen ihrem tatsĂ€chlichen Leben und ihrem Wunsch nach GlĂŒck steht das fehlende Geld, das sie trotz ihrer Vollzeitarbeit nie zusammen sparen wird. Ihren Traum von Capri, den sie mit Peter teilt, kommt sie nur durch das Geld der BankĂŒberfĂ€lle nĂ€her. Doch Gisela hat noch weitere TrĂ€ume von Freiheiten, die bereits durch die AnklĂ€nge der sexuellen Revolution, die MarkteinfĂŒhrung der Antibabypille (1961) und der sich nĂ€hernden neuen Frauenbewegung in der Luft liegen. Sie will die gleiche leidenschaftliche Liebe von Peter, der tatsĂ€chlich Hermann Wittorf heißt, erwidert bekommen, die sie fĂŒr ihn empfindet. Sie hat sich lange genug dem Druck ihrer Eltern verweigert, nun will sie auf keinen Fall in einer Vernunftehe landen. Hier gibt es im Film, wie auch im richtigen Leben, ein Happy End: Gisela und Hermann heirateten noch im GefĂ€ngnis und bleiben ihr restliches Leben zusammen.

AVIVA-Tipp: Ein farbenfreudiger Film mit sympathischen SchauspielerInnen, VW-KĂ€fern und einer echten Kriminalgeschichte, bei der Romantik noch zu Emanzipation und effizienter Polizeiarbeit passt. Wer diesen Krimi im Kino verpasst, sollte ihn sich gemĂŒtlich zuhause vor dem großen Fernseher gönnen, wenn er als DVD erscheint.

Zur Hauptdarstellerin: Nadeshda Brennicke, der Darstellerin der Gisela Werler, ist als Initiatorin der Film BANKLADY zu verdanken. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist sie auch als SĂ€ngerin und Musikerin aktiv. Geboren 1973 in Freiburg, besuchte sie in MĂŒnchen die Zinner Schauspielschule und gab ihr KinodebĂŒt in ihrem Abschlussjahr 1991 mit Manta - Der Film. Mit dem Regisseur von BANKLADY, Christian Alvart, arbeitete sie bereits in mehreren anderen Filme, wie 8 Uhr 28 und Antikörper, zusammen.

Nadeshda Brennicke im Netz: www.nadeshdabrennicke.com

BANKLADY
Deutschland, 2014
Regie: Christian Alvart
Drehbuch: Christoph Silber und Kai Hafemeister
DarstellerInnen: Nadeshda Brennicke, Charly HĂŒbner, Ken Duken, Andreas Schmidt, Heinz Hoenig, Henny Reents u.a.
DVD im Verleih ab 11.09.14
DVD im Handel und als VoD ab 11.09.14
Ca. 113 Minuten
FSK 12
Extras
Making of, Interviews, Trailer, Wendecover
Technische Angaben
Bild: 2,40:1 (anamorph)
Sprachen/Ton: Deutsch (5.1 DD), Hörfilmfassung fĂŒr Sehbehinderte (Stereo DD)
Untertitel: Deutsch fĂŒr HörgeschĂ€digte
Bst.-Nr. 504212, EAN 4006680065885
Verleih: STUDIOCANAL
Die Filmwebsite zu Banklady
www.banklady.de


Kultur Beitrag vom 12.09.2014 Helga Egetenmeier 





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