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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 01.03.2010

Hier kommt Lola - Die Verfilmung des Kinderbuchbestsellers von Isabel Abedi
Nadja Grintzewitsch

Die Abenteuer der kessen Neunj├Ąhrigen kommen nun auch auf die Kinoleinwand. Es ist das neueste Projekt von Produzentin und Drehbuchautorin Uschi Reich, die mit den "Wilden H├╝hnern" und...



..."Bibi Blocksberg" schon Millionen von ZuschauerInnen begeisterte.

"Neger geh├Âren in den Dschungel" - dieser an die Hauswand geschmierte Satz ist es, der Lola, ihre Mutter Viktualia und ihren brasilianischen Vater Fabio alias Papai aus der idyllischen, aber fremdenfeindlichen Kleinstadt Pl├Âtze vertreibt. Im Gro├čstadtdschungel von Hamburg angekommen, muss sich der blonde Lockenkopf mit Froschphobie und einer Leidenschaft f├╝r Kaugummis an v├Âllig neue Lebensumst├Ąnde anpassen. Nachts ertr├Ąumt sie sich ein zweites Ich als gefeierter Kinderstar Jacky Jones und singt vor jubelndem Publikum.

Nichts w├╝nscht Lola sich mehr als eine beste Freundin in der fremden Stadt. Interessante M├Ądchen gibt es da einige, aber nicht alle sind geeignet f├╝r die fantasievolle Lola. Anw├Ąrterin Nr. 1 entpuppt sich beim ersten Besuch als waschechte Zicke, die alle angebotenen Lebensmittel verschm├Ąht ("Sind das denn Bio├Ąpfel?") und sich weder f├╝r Lolas selbst gebasteltes Superweltallexpressraumschiff noch f├╝r deren zweite Staridentit├Ąt interessiert. So spielt sie lieber mit ihrer "Mini Mindy", einer stark an "Polly Pocket" erinnernden Plastikfigur. Die potenzielle beste Freundin Nr.2 dagegen ist zwar ganz nett, aber andauernd mit Freizeitaktivit├Ąten wie Jazztanz oder Voltigieren okkupiert: Sie hat einfach nie Zeit. Und dann ist da noch Flora, die auf B├Ąume klettert um Flugdrachen zu retten und dem ungeliebten Mathelehrer mutig die Meinung geigt. Nur leider haftet ihr ein Bratfischgeruch an, von dem Lola ganz schlecht wird...

Nach ├ťberzeugung von Produzentin Uschi Reich ist es vor allem diese "extrem witzige Familienkonstellation", die den Erfolg der Kinderbuchreihe ausmacht. Der "Charme einer Multikulti-Familie", der farbenblinde Gro├čvater, welcher mit dem Schwiegersohn ein brasilianisches Restaurant er├Âffnen will und die zweieinhalbj├Ąhrige Tante, das alles sei "sehr sch├Ân ausgedacht".
Die in Hamburg lebende Autorin Isabel Abedi, die selbst mit einem Brasilianer verheiratet ist und sicherlich auch autobiografische Elemente in die B├╝cher einflie├čen lie├č, ├Ąu├čert sich noch deutlicher dazu. F├╝r sie sind die Lola-B├Ąnde "nicht zuletzt eine Hommage an die in Deutschland lebenden Kinder, deren M├╝tter oder V├Ąter aus anderen Kulturen kommen."

Zugegeben, der Film wirkt durch die st├Ąndigen Gesangs- und Tanzeinlagen der Haupt- und NebendarstellerInnen etwas ├╝berladen, scheint jedoch in Zeiten von "Hannah Montana" und "High School Musical" den Nerv der Jugendlichen zu treffen. Mit Meira Durand wurde ein derart putziges M├Ądchen f├╝r die Rolle der Lola gecastet, dass frau sich unwillk├╝rlich fragt, ob sie in Verbindung mit der bonbon-rosanen Traumwelt ├╝berhaupt noch der Protagonistin der Romanvorlage entspricht.

Viele Nebenparts sind jedoch durchaus glaubw├╝rdig besetzt. Karoline Chmelensky spielt herrlich ├╝berzeugend die zickige Annalisa, die wandlungsf├Ąhige Julia Jentsch verk├Ârpert Lolas Mutter Viktualia und ist nach Filmen wie "Sophie Scholl" und "Der Untergang" erstmals in einer Kom├Âdie zu sehen. Mit Musicaldarsteller Fernando Spengler landete Casterin Ann Dorte Braker einen absoluten Gl├╝ckstreffer. F├╝r den sympathischen Kubaner, der vorher den "Simba" im "K├Ânig der L├Âwen" mimte, ist es die erste Kinorolle ├╝berhaupt. Lolas sambatanzenden "Papai" spielt er mit Witz und Feingef├╝hl. Die zehnj├Ąhrige Felina Czycykowski - im Film die wendige Flora - geht im wahren Leben auf eine Sport-Eliteschule f├╝r die Sportart Eiskunstlaufen und war schon mit Katarina Witt auf Tournee.

AVIVA-Tipp: Bei der Buchvorlage konnte nicht viel schief gehen. Ein Muss f├╝r alle Fans der Kinderbuchreihe und ein Film, den frau sich mit ihren T├Âchtern anschauen sollte. Allerdings nur bis zu einem gewissen Alter. Manche Gesangspassagen sind f├╝r den erwachsenen Geschmack zwar nun schwer tragbar, daf├╝r wird frau teilweise mit herrlichen Sambarhythmen entlohnt. ├ťbrigens sind auch zwei Kompositionen des brasilianischen Musikers Eduardo Macedo dabei, Isabel Abedis Mann - der echte "Papai" ihrer Kinder.

Hier kommt Lola!
Deutschland 2010
Buch: Isabel Abedi
Regie: Franziska Buch
DarstellerInnen: Meira Durand, Julia Jentsch, Fernando Spengler, Nora Tschirner, Margareta Broich, Axel Prahl
Verleih: Constantin Film
Laufl├Ąnge: keine Angabe
Kinostart: 04. M├Ąrz 2010
Weitere Infos finden Sie im Netz unter: www.hierkommtlola.film.de

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Filme von Uschi Reich:
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Die wilden H├╝hner und das Leben
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Kultur Beitrag vom 01.03.2010 AVIVA-Redaktion 





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