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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 06.02.2010

F√ľnf Forum-Filme aus den Vorjahren im TV zu sehen
Tatjana Zilg

Die WDR-Kinozeit zeigt zum 40j√§hrigen Jubil√§um des Forums der Berlinale f√ľnf internationale Filme, darunter vier von Regisseurinnen. Brisante Themen, ideenreich und innovativ umgesetzt.



Ab dem 18. Februar 2010 können CineastInnen an vier Donnerstagen und einem Samstag einige Perlen aus dem umfangreichen Spektrum des "Internationalen Forum des Jungen Films" auf der heimischen Couch anschauen.

"Im Forum wurde und wird das Kino als k√ľnstlerische Ausdrucksform gegen Grenzziehungen und Kategorisierungen verteidigt. Stets ging es darum, das Kino als Experimentierfeld zu behaupten und Neuartiges, Unkonventionelles und solche Str√∂mungen zu verst√§rken, die eine gr√∂√üere √Ėffentlichkeit erst noch finden mussten", so Christoph Terhechte, seit 2001 Leiter des Forums der Berlinale.

Um die Filme des Forums √ľber die Zeit des Festivals hinaus einem internationalen Publikum zug√§nglich zu machen, entstand 1971 mit Beginn des ersten Forums ein Verleihprogramm. arsenal distribution umfasst heute rund 2.000 Titel und ein Archiv von 7.000 Titeln. Die Kinozeit des WDR ist dem Forum und arsenal distribution seit langem verbunden. Sehr viele Filme, die im Forum gezeigt wurden, fanden den Weg ins deutsche Fernsehen √ľber die WDR-Kinozeit.

Die Termine im WDR:

Donnerstag, 18. Februar 2010, 23.15 Uhr
Regarde-Moi
Regie: Audrey Estrougo
Frankreich 2007, 97 Minuten
Die Jugendlichen in diesem Film tragen die Farben der Welt, in der sie leben: Schwarz und Weiß. Ihr Leben spielt sich in einer Vorstadt ab, wo sie sich treffen, miteinander diskutieren, streiten und sich verlieben. Das Leben hier ist nicht einfach.
An dem Tag, als Jo erf√§hrt, dass er als Nachwuchsspieler beim ber√ľhmten Londoner Fu√üballclub Arsenal angenommen ist, erreichen die Spannungen unter den Jugendlichen einen H√∂hepunkt.

Donnerstag 25. Februar 2010, 23.15 Uhr
Kurz davor ist es passiert
Regie: Anja Salomonowitz
√Ėsterreich 2006, 72 Minuten
K√ľnstlerische Auseinandersetzung mit dem globalen Ph√§nomen des Frauenhandels. Der Film basiert auf realen Erz√§hlungen gehandelter Frauen, aus denen die Regisseurin ein dokumentarisches Drehbuch erarbeitet hat. Die Geschichten werden nicht von SchauspielerInnen, sondern von Menschen nacherz√§hlt, die mit den Ereignissen und Orten des Films in einer Beziehung stehen k√∂nnten: einem Z√∂llner, einer Dorfbewohnerin, einem Kellner in einem Bordell, einer Diplomatin und einem Taxifahrer. Ein Film √ľber falsche Versprechungen, Ausbeutung und Entt√§uschung.

Samstag, 27. Februar 2010, 23.00 Uhr
Jeanne Dielman, 23 Quai Du Commerce - 1080 Bruxelles
Regie: Chantal Akerman
Belgien 1975, 202 Minuten
Drei Tage im Leben einer etwa 40j√§hrigen verwitweten Frau, Mutter eines 16j√§hrigen Sohnes, die auch als Gelegenheitsprostituierte arbeitet. Minuti√∂s beschreibt der Film den ritualisierten Ablauf dieser Tage, das von der Frau perfekt organisierte und geregelte Leben, das emotionslos und formalisiert abl√§uft und weder spontane Entscheidungen noch Abweichungen zul√§sst. Am Ende des dritten Tages haben kleinste St√∂rungen und Irritationen zur Eskalation gef√ľhrt: die Frau hat einen Mord begangen. Das mit eindrucksvoller Konsequenz und Strenge entwickelte Portr√§t einer Frau, deren Dasein leer und entindividualisiert ist. Der von der hervorragenden Hauptdarstellerin Delphine Seyrig gepr√§gte Film erkl√§rt sich weniger aus Handlung und Dialogen als aus dem Zwang seiner Bilder und den sich daraus ergebenden emotionalen Sogwirkungen.

Donnerstag, 04. März 2010, 23.15 Uhr
Born In Flames
Regie: Lizzie Borden
USA 1982/83, 81 Minuten
Die Fiktion blendet in die Zukunft - zehn Jahre nach einer sozialistischen Revolution in Amerika. Auch in diesem alternativen Amerika hat sich f√ľr Frauen nichts ge√§ndert: Unterdr√ľckung, allt√§gliche Diskriminierung, sexuelle √úbergriffe, Doppelbelastung - den Frauen reicht es. Sie verb√ľnden sich quer zu sozialen, ethnischen, kulturellen oder sexuellen Identit√§ten und nehmen den Kampf auf.



Lesen Sie auch unsere Artikel zur 60. Berlinale:

60. Berlinale vom 11. - 21. Februar 2010

Israelischer Film auf der 60. Berlinale

Weitere Film-Tipps f√ľr alle Sektionen

Ausf√ľhrliche Informationen zum Gesamtprogramm finden Sie unter: www.berlinale.de/


Kultur Beitrag vom 06.02.2010 AVIVA-Redaktion 





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