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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 02.06.2004

Ein musikalischer Hyperraum namens Space + Place
Sabine Grunwald

Das Kammerensemble Neue Musik Berlin und das Ensemble Phosphor präsentieren vom 11-13. Juni 2004 im Konzerthaus Berlin und der Oberbaumcity Berlin Auftragswerke, Kompositionen und Installationen



Space + Place m√∂chte √§ltere und j√ľngere BesucherInnen mit internationaler Avantgarde, Auftragswerken, Kompositionen und Installationen ansprechen.
Architektur soll hörbar gemacht werden, indem musikalische Räume der Gegenwart betreten werden können.
Thematisiert wird das Beziehungsgeflecht von imaginären und realen Räumen.
"Space" symbolisiert den musikalisch-k√ľnstlerischen Raum, "place" beschreibt den konkreten architektonischen Konzert- oder Alltagsraum.

Im Konzerthaus Berlin wird mit einem 4st√ľndigen Event die √§ltere Generation der kompositorischen Raumkonzepte pr√§sentiert. Unter der Leitung Beat Furrers werden mit dem KNM Berlin Werke wie "D√©serts" von Var√®se, "Phlegra & Jalons" von Xenakis sowie "Periodes & Partiels" von Grisey aus dem Zyklus "Les Espaces Acoustiques" zu h√∂ren sein. D√∂rner und Kurzmann beziehen sich mit ihren Arbeiten auf die am Abend gespielten Kompositionen. Das Ensemble "Phosphor" stellt sein neuestes Projekt vor. Luciers aktuellste Arbeit "Places" wird das Konzerhaus in einen einzigartigen Klangraum verwandeln.

Die Oberbaum City Berlin ist dagegen f√ľr die j√ľngere Szene vorgesehen. Internationale KomponistInnen und K√ľnstlerInnenteams der zeitgen√∂ssischen, elektronischen und improvisatorischen Subszene nutzen die "Offices" der Oberbaum City f√ľr ihre Projekte und vernetzen die leer stehenden B√ľror√§ume k√ľnstlerisch.
Vertreten sind K√ľnstlerInnen wie die Franzosen Noetinger, Andr√© und Jodlowski, der Japaner Yoshihide, die Argentinierin Rodriguez sowie Neumann und Katzer aus Berlin. Raumvorstellungen und Technologien es 20. und 21. Jahrhunderts stehen im Zentrum ihres k√ľnstlerischen Schaffens. Daneben finden sich eingebettet k√ľnstlerische Beitr√§ge anderer Genres. Zusammen bilden sie einen Hyperraum aus Musik, Kunst und Architektur.

Die BesucherInnen von space + place bewegen sich. Von einem Platz zum n√§chsten, √ľber H√∂fe, Flure und auf T√ľrme. Das Konzert lebt von der Bewegung der Zuh√∂rerInnen, dabei werden eigene Klangerlebnisse generiert.
Im Konzerthaus wird das gesamte Geb√§ude bespielt und in der Oberbaum City dehnt sich der Klangraum sogar von der Tiefgarage √ľber verschiedene H√∂fe bis in den 12. Stock des ehemaligen NARVA-Turms aus.
Die Zuh√∂rerInnen werden mittels eines Parcours durch die unterschiedlichen Projekte gef√ľhrt.

Veranstaltungsorte:
11. Juni, 20-24 Uhr

Konzerthaus Berlin
(Großer Saal, Treppenhaus und Foyers)
Gendamenmarkt
10117 Berlin Mitte

12. + 13. Juni, 20-24 Uhr
Oberbaum City Berlin (B√ľror√§ume, H√∂fe, Licht-Turm)
Rotherstr. 16
10245 Berlin Friedrichshain


Kultur Beitrag vom 02.06.2004 Sabine Grunwald 





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