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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2018 - Beitrag vom 19.07.2004

Maria de Buenos Aires
Aviva-Redaktion

Eine Tango-Oper über das schicksalhafte Leben einer Frau, von Frauen inszeniert. Tango wird hier in drei Kunstformen - Schauspiel, Operngesang und Tanz - als Parabel des Lebens verwendet



Astor Piazzollas (1921-1992) "Operita" "Maria de Buenos Aires" (1968) wird in den Goerz Höfen Open-Air bei Donna Mobile in Vorpremiere aufgeführt.
Danach wird die Tango-Oper im August, September und Dezember 2004 in der Kulturbrauerei zu sehen sein.

Marías Geschichte, die sich durch alle Epochen wiederholt, wird erzählt:
Gerufen durch El Duende, den Geist eines Mannes, ersteht María aus ihrem Grab unter den Straßen von Buenos Aires wieder auf.

El Duende knüpft an Marías Erscheinen große Hoffnungen. Der Payador, ein Volkssänger, zeichnet davon eher ein düsteres, hoffnungsloses Bild.
María erscheint schließlich selbst - als selbstbewusste Frau: "Yo soy María - Ich bin María von Buenos Aires, María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft".

María, die sich aus dem Milieu der Prostitution, der schäbigen Bordelle und Cafés losgelöst hatte, kann ihrem "Schicksal" jedoch kein zweites Mal entrinnen: Durch männliche Phantasie und männliche Gewalt ihrer Gefühle beraubt, zur Sehnsucht, zur Hure gemacht, geht sie an diesem Leben zugrunde und stirbt.

El Duende, der Geist, gesteht der toten María seine Liebe. Diese wird zu Grabe getragen, El Duende kann aber wenigstens noch ihren Schatten retten.
Maria, die ewige Frau, war und wird immer sein:
die Hure, die Heilige, die Sünde, der Tango.

Initiiert und inszeniert wurde das Projekt von Marta Carrizo, künstlerische Gesamtleiterin, sowie der Regisseurin Ulrike Lang, Berlin.

"Maria de Buenos Aires" konkretisiert internationale Zusammenarbeit zwischen Theaterleuten aus Berlin und aus Buenos Aires.
Außerdem galt es, die drei Kunstformen des Schauspiels (El Duende - der Geist der Erzählung), des Operngesangs (Maria u.a.) und darüber hinaus die Kunstform des Tanzes - in diesem Fall des Tangos - auf der Bühne zu verbinden.

Im Oktober 2001 haben sich BerlinerInnen deutscher und nichtdeutscher Herkunft - BerufsmusikerInnen, KulturvermittlerInnen sowie an Oper und Musik interessierte Laien - zum Verein "O.La - Opera Latinoamericana" zusammengeschlossen.

Künstlerische Vorsitzende von O.La ist Marta Carrizo, aus Buenos Aires stammende Opernsängerin, Gesangspädagogin und Kulturmanagerin.
Sie kennt die deutsche, die europäische und die lateinamerikanische Opernlandschaft aus eigener beruflicher Erfahrung.

Ziel von O.La ist es, ein Bewusstsein von der Existenz, von dem Reichtum und von der Schönheit der zeitgenössischen lateinamerikanischen Opernliteratur in Berlin zu schaffen und gegen Machismo in Lateinamerika anzusingen und zu -spielen.


Vorstellungen:

Sa, 28.8.04, 20 Uhr ("Kiez-Kaffee" ab 15 Uhr)
Open-Air bei Donna Mobile in den Goerz Höfen
Rheinstraße 46
12161 Berlin
Ticket-Hotline: 8524060
www.donnamobile.de

So. 19.9.04, 18 Uhr
Rathaus Friedenau
Breslauer Platz 1
12159 Berlin
Ticket-Hotline: 8524060 und 23099333

So, 29.8.04, 18 Uhr
Do, 2.9.04, 20 Uhr
So, 5.9.04, 18 Uhr
Do, 9.9.04, 20 Uhr
So, 5.12.04, 18 Uhr
Di, 7.12.04, 20 Uhr
So, 12.12.04, 18 Uhr
So, 19.12.04, 18 Uhr

Kulturbrauerei
Knaakstraße 97
10435 Berlin
Ticket-Hotline: 44315151
www.kulturbrauerei-berlin.de

Die Doppel-CD "Maria de Buenos Aires" können Sie für 29,99 Euro online

Kultur Beitrag vom 19.07.2004 AVIVA-Redaktion 





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