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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2018 - Beitrag vom 03.12.2002

Der Kuckuck ist los oder ruft er aus dem Wald
Gabriele Miericke-Rubbert

Chorprobe-Farce von Dietmar Bittrich. Das Leben und Leiden eines Hinterzimmerchores erlacht sich das Publikum bis zum 15. Dezember 2002 im BKA-Theater am Mehringdamm



Der kleine Laienchor aus dem vorletzten Hinterzimmer hat endlich eine Herausforderung vor Augen. Statt bei der Geburtstagsfeier des Bürgermeisters ein vierstimmiges "Kuckuck ruft"s aus dem Wald" zu trällern, scheint nun ein baldiger Fernsehauftritt und eine Chorreise in die Karibik zum Greifen nahe: Mit "Let the spirit fly" schwelgen sie plötzlich im "Bacardi"-Fieber.

Die Vorfreude währt nicht lange. Ihr narzisstisch despotischer Chorleiter (Heinz Werner Kraehkamp) beherrscht alle Zwischentöne vom einschleimenden Säuseln bis zum autoritären Kasernengebrüll, um die kurzzeitig ausgelassene Truppe wieder zur Raison und unter Kontrolle zu bringen. Assistiert von seiner unterwürfig, altjüngferlichen Klavierspielerin (Bettina Koch) agiert der selbstherrliche Dirigent zwischen Despotismus und Väterlichkeit in Richtung seines ehrgeizigen Zieles.

Die Schauspieler präsentieren mit außerordentlich komödiantischem Talent überzeugend die Macken und Schrullen dieser Möchtegernsänger.
Von Anfang bis Ende zum Schreien komisch der Bass Heinz (Rüdiger Wandel), der zwei Stunden lang mit verzerrter Miene und chronischen Bauchkrämpfen kämpfend seinem dringenden Bedürfnis nicht nachkommen darf. Klaus (Rene Schubert), eine Mischung aus Elvis und Speichellecker, sorgt für die nötige Pomade in der Gruppe. Die naive Susanne (Ilona Schulz), kurz davor sich in ihrer Handarbeitssucht das Gehirn zuzustricken, fertigt während jeder Probe heimlich einen kompletten Pullover. Und Barbara (Petra Zieser), mal Vamp, mal übermüdete Nachtschwester, lässt keine Gelegenheit aus, ihren schüchternen Hausfrauen-Charme spielen zu lassen, um Werner zu becircen.

Alle vier werden zu Komplizen und Konkurrenten, je nachdem welchen Faden der Demütigung oder Unterdrückung ihr Chorleiter gerade zu ziehen beliebt. Es gelingt ihm schlussendlich, seine "Sangesfreunde" bis zur Selbstaufgabe zu unterwerfen, bis sie schließlich wissen, sie singen nur für ihn: Halleluja, Werner!

Obwohl die schikanösen Kommentare des Chefs immer das Gegenteil behaupten, sind die mehrstimmigen musikalischen Einlagen der "Sangesfreunde" stets ein Ohrenschmaus. Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil bezüglich dieser "Chorprobe" und lassen Sie sich diesen großartigen Abendspaß auf keinen Fall entgehen!



Chorprobe
Farce von Dietmar Bittrich
BKA-Theater
Mehringdamm 34
Berlin-Kreuzberg
Vorstellungen bis zum 15. Dezember 2002:
Donnerstag bis Sonntag
Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr
Karten unter: 20 22 007

Kultur Beitrag vom 03.12.2002 AVIVA-Redaktion 





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