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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 28.10.2005

Fever Pitch - Ein Mann fĂŒr eine Saison
Tatjana Zilg

Erfolgreiche Businessfrau trifft auf leidenschaftlichen Baseballfan. Die Konflikte sind vorprogrammiert. Doch GegensĂ€tze ziehen sich an, die Entscheidung fĂŒreinander fĂ€llt leicht. Mit Drew Barrymore



Auf dem ersten Blick ist Ben Wrightman (Jimmy Fallon) alles andere als ein Traummann fĂŒr Lindsey Meeks (Drew Barrymore). Der etwas tolpatschige junge Lehrer hat aber schnell Gelegenheit, seine QualitĂ€ten zu beweisen.
Am Morgen besuchte er die begabte Planerin mit SchĂŒlerInnen seiner neunten Klasse in ihrem BĂŒro zwecks eines berufspraktischen Tages. Sie imponierte der kleinen Delegation durch ihr einnehmendes Wesen und durch ihr erstaunliches mathematisches GedĂ€chtnis.

Gleichermaßen begeistert von Lindsey muss Ben sich jedoch von seinen SchĂŒlerInnen sagen lassen, er hĂ€tte niemals Chancen bei einer Frau wie ihr. Er nimmt seinen Mut zusammen, kehrt zurĂŒck und es gelingt ihm tatsĂ€chlich, ein Date zu vereinbaren. FĂŒr Lindsey ist dies aber nur ein Versuch, ihre hohen AnsprĂŒche an MĂ€nner zu reduzieren. Wirklich vorstellen, Ben öfter zu sehen, kann sie sich nicht.

Das Schicksal steht Ben bei und Lindsey ist am Abend des Dates krank. Er kĂŒmmert sich rĂŒhrend und fĂŒrsorglich um sie, Lindseys Blick auf ihn ist nun völlig verĂ€ndert. Das ist die SchwĂ€che des Filmes: Die Konflikte des Plots werden sehr schnell aufgelöst. Anstatt Schwierigkeiten zu begegnen, geht alles sehr glatt fĂŒr die ProtagonistInnen. Zu erwarten wĂ€re, dass die Frischverliebten auf WiderstĂ€nde ihrer unterschiedlichen sozialen Umfelde stoßen, aber auch die Freundinnen und die konservativen Eltern Lindseys sind nach kurzer anfĂ€nglicher Verwunderung von Ben begeistert. Etwas skeptischer sind die Sport-Kameraden von Ben, doch er hĂ€lt sie ohnehin die erste Zeit von ihr fern. Nach seinem GestĂ€ndnis, der Baseballmannschaft Red Sox leidenschaftlich verfallen zu sein, begleitet ihn Lindsey zu den meisten Stadion-Spielen der Saison, ohne grĂ¶ĂŸere Zweifel an der Beziehung zu entwickeln. Erst gegen Ende des Filmes steigert sich der Konflikt aufgrund der stark unterschiedlichen Interessen zu einer dramatischen Trennung. Eher enttĂ€uschend ist, dass Lindsey sich fĂŒr das Happy End gegen ihre Karriere entscheidet. Sie verlĂ€sst ein wichtiges Meeting, um in das Stadion zu stĂŒrzen, wo sie sich mit Ben wieder versöhnt.

Das Skript des Filmes basiert auf dem Roman "Fever Pitch" von Kultautor Nick Hornby, wobei die Vorlage stark abgewandelt wurde. Die autobiografische Geschichte ĂŒber einen Fußballfans, dessen Leben sich ausschließlich um Stadion, Verein und Ball dreht, war der Durchbruch fĂŒr den Kultautor. Der Film erreicht aber nicht die SchĂ€rfe und den Tiefgang von Adaptionen wie "High Fidelity" oder "About a boy".

Das Autoren-Duo Lowell Ganz und Babaloo Mandel verwandelten den Roman in eine Storyline, die in Amerika spielt und Baseball in den Mittelpunkt rĂŒckt. Die Produktionsfirma "Flower Film" von Drew Barrymore und Nancy Juvonen hatte großes Interesse an der filmischen Umsetzung.

"Am besten gefiel mir an `Fever Pitch - Ein Mann fĂŒr eine Saison`, dass es eine Liebesgeschichte ist," sagt Barrymore. "Man könnte die ganze Baseball-Komponente weglassen und die Frage, die der Film stellt, bliebe die gleiche: Wie weit muss man sich verĂ€ndern, um eine erfolgreiche Beziehung fĂŒhren zu können? Wie weit akzeptiert und nimmt man eine Person, so wie sie ist? Ich denke, das sind Themen, mit denen sich jedes Paar identifizieren kann."

FĂŒr die Regie bewarben sich die Farelly-BrĂŒder und erhielten den Zuschlag. Sie sind bekannt fĂŒr erfolgreiche, zeitgemĂ€ĂŸe Komödien wie "VerrĂŒckt nach Mary" (1998), "Schwer verliebt" (2001) und "Unzertrennlich" (2003). Ihr schrĂ€ger Humor findet sich auch in den vielen kleinen, witzigen Pointen von "Ein Mann fĂŒr jede Saison", wodurch der Film trotz der extrem geradlinigen Handlung nicht langweilig wird.

Die Umsetzung der Baseballleidenschaft erfolgte mit großer Detailgenauigkeit, so dass auch absolute Laien die Begeisterung fĂŒr diesen Sport nachvollziehen können. FĂŒr die Farelly-BrĂŒder war dies leicht, denn sie sind selbst Neu-EnglĂ€nder und mit den Red Sox aufgewachsen. Sie erhielten die Genehmigung, das berĂŒhmte Stadion "Fenway Park" in Boston als Drehort fĂŒr einige Szenen zu nutzen. Überraschend fĂŒr die gesamte Produktionscrew war, dass parallel zum Film eine Wendung in der tatsĂ€chlichen Sportgeschichte eintrat: Die Red Sox konnten wĂ€hrend der Dreharbeiten eine jahrzehntelange PechstrĂ€hne beenden. Nachdem die Red Sox die fĂŒnfte World Series im Jahr 1918 gewonnen hatten, verloren sie 86 lange Jahre hintereinander. Die Fans sprachen vom "Curse of Bambino", denn die Mannschaftsbosse verkauften den Star Babe Ruth ("The Bambino") an die Yankees. 2004 erlangten sie endlich wieder Oberhand und gewannen die World Series. Das Drehbuch musste nachtrĂ€glich geĂ€ndert werden, wodurch es an AuthentizitĂ€t gewann.

AVIVA-Tipp: Das Ziel des Filmes, eine Dreiecksgeschichte der besonderen Art zu erzÀhlen, ist nur zum Teil gelungen. Die Motive - GegensÀtze in Beziehungen, ToleranzfÀhigkeit und zur Gemeinsamkeit finden - werden nicht besonders differenziert dargestellt, sondern das Paar wirkt die meiste Zeit trotz der unterschiedlichen Vorlieben erstaunlich harmonisch.

Fever Pitch - Ein Mann fĂŒr eine Saison
USA 2005, 103 Minuten
Regie: Peter Farelly, Jimmy Fallon Bobby Farelly
Drehbuch: Lowell Ganz, Babaloo Mandel
DarstellerInnen: Drew Barrymore, Jimmy Fallon, KaDee Strickland, Michael Rubenfeld, Brandon Craggs
Verleih: 20th Century Fox
Startdatum: 27.10.2005

Der Film im Web: www.einmannfuereinesaison-derfilm.de



Kultur Beitrag vom 28.10.2005 AVIVA-Redaktion 





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