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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.06.2003

Fliegen auf nackter Haut
Kirsten Eisenberg

Die Filme der japanischen K├╝nstlerin Yoko Ono, die vom 14. Juni bis zum 06. Juli in der NGBK zu sehen sind, provozieren und sprechen ├╝ber den visuellen Weg viele Sinne an



Eine asiatisch aussehende Frau sitzt auf einer B├╝hne, den Blick starr geradeaus gerichtet, die Gesichtsz├╝ge erstarrt. Immer wieder kommen Menschen auf die B├╝hne. Sie schneiden der Frau St├╝ck f├╝r St├╝ck ihre Kleider vom Leib, w├Ąhrend diese stumm die Prozedur ├╝ber sich ergehen l├Ą├čt.
Die Frau auf der B├╝hne ist Yoko Ono, die 1933 in Tokyo geboren wurde und sich zu einer der bedeutendsten New Yorker K├╝nstlerInnen ihrer Zeit entwickelte.
In "Cut Piece" wie auch bei den meisten anderen Filmen, die im Rahmen der Ausstellung gezeigt werden, ist sie nicht nur K├╝nstlerin sondern auch als Protagonistin zu erleben.

Yoko Ono provoziert mit ihren Filmarbeiten starke menschliche Empfindungen, wie hier in "Cut Piece" ein Gef├╝hl der Scham und des Ausgeliefertseins.
In einem anderen Werk, "Fly", ist ein nackter Frauenk├Ârper zu sehen, auf dem Fliegen herumkrabbeln und beim Betrachter gleicherma├čen voyeuristische Neugier wie unangenehmen Ekel ausl├Âsen. Inspiriert wurde Yoko Ono zu dieser Arbeit durch einen Zeitungsbildwitz, in der ein Mann einer Frau in ihr Decollet├ę starrt und vorgibt, er beobachte die Fliege, die sich dort befindet.

In vielen Beitr├Ągen ist der menschliche K├Ârper Tr├Ąger von Yoko Onos Botschaften, was von den Kritikern der 60er nicht immer positiv aufgenommen wurde. So schrieb eine Zeitung zum Film "Nr.4 (Bottoms)", in der 365 nackte Hinterteile zu sehen sind: "It┬┤s for sitting on, spanking and pinching. But, please, not filming." Andere Stimmen sahen in ihr jedoch schon damals "a one person culture explosion" - die geteilten Meinungen ├╝ber die ber├╝hmte Japanerin haben sich sicherlich bis heute fortgesetzt.

Die Ausstellung setzt sich aus Filmprojektionen in abgedunkelten Bereichen, DVD-Filmen auf Fernsehbildschirmen aber auch Fotos zu Dreharbeiten oder Aufzeichnungen, Zeitungs-Collagen und Filmskripte der K├╝nstlerin zusammen. Die Werke befinden sich zumeist in Yoko Onos Privatbesitz.

Obwohl auch einige Arbeiten aus dem 21. Jahrhundert ausgestellt werden, stammen die meisten Filme aus den 60er und 70er Jahren.
Einige entstanden in Zusammenarbeit mit ihrem zweiten Mann, der Beatles-Legende John Lennon. Dar├╝ber, dass Yoko Ono aber eben oft zu Unrecht nur als Ehefrau des ber├╝hmten S├Ąngers gesehen wird, ist frau sich sp├Ątestens bei Verlassen der Ausstellung bewusst.

Neben der Ausstellung in der NGBK pr├Ąsentiert das FSK am Oranienplatz ein umfangreiches Filmprogramm. Hier k├Ânnen auf gro├čer Leinwand vom 19. bis zum 25. Juni Filme der K├╝nstlerin sowie unter anderem ein Interview mit Yoko Ono von 1992 angeschaut werden.



14. Juni bis 06. Juli, t├Ąglich 12-18.30 Uhr
Yoko Ono Film Works Filme Seen and Unseen

im Realismus Studio der Neuen Gesellschaft f├╝r Bildende Kunst (NGBK)
Oranienstra├če 25
Tel.: 030-6153031
ngbk@ngbk.de
www.ngbk.de

Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem fsk-Kino am Oranienplatz
Segitzdamm 2
Tel.: 030-6142462

Kultur Beitrag vom 14.06.2003 AVIVA-Redaktion 





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