Werkschau der Filme von Jeanine Meerapfel im Bundesplatz-Kino vom 6. Mai bis 14. Juni 2018 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

WOHNE LIEBER UNGEW√ĖHNLICH Die Pariserin ‚Äď Auftrag Baskenland VOM BAUEN DER ZUKUNFT ‚Äď 100 JAHRE BAUHAUS
AVIVA-Berlin > Kultur > Kino AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 10.05.2018

Werkschau der Filme von Jeanine Meerapfel im Bundesplatz-Kino vom 6. Mai bis 14. Juni 2018
AVIVA-Redaktion

Anl√§sslich des 75. Geburtstags der Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin und Pr√§sidentin der Akademie der K√ľnste, Jeanine Meerapfel, werden Filme aus mehr als drei Jahrzehnten (1980-2012) gezeigt. Darunter sind: "DIE K√úMMELT√úRKIN GEHT" (1985), "DESEMBARCOS - ES GIBT KEIN VERGESSEN" (1986-89), IM LAND MEINER ELTERN (1981) und DER DEUTSCHE FREUND (2012). Nach den Filmvorf√ľhrungen gibt es jeweils ein Gespr√§ch mit der Filmemacherin und ausgew√§hlten G√§stInnen.



Die Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin wurde am 14. Juni 1943 als Tochter deutsch-j√ľdischer EmigrantInnen in Buenos Aires, Argentinien, geboren und lebt seit 1964 in der Bundesrepublik.

"Wenn es Hitler nicht gegeben h√§tte, w√§re ich ein deutsch-j√ľdisches Kind geworden, mehr deutsch als j√ľdisch, geboren in einem kleinen s√ľddeutschen Dorf. Aber ich bin in Argentinien geboren, meine Muttersprache ist Spanisch. 1960 kam ich nach Deutschland." (Jeanine Meerapfel)

Nach ihrer dreij√§hrigen Ausbildung zur Redakteurin und Journalistin an der JournalistInnenschule in Buenos Aires ab 1961, begann Jeanine Meerapfel 1964 als eine der ersten Frauen das Studium am Institut f√ľr Filmgestaltung an der Hochschule f√ľr Gestaltung in Ulm.‚Ä® Es folgten Filmseminare an der VHS Ulm und Goethe-Institute und freie Mitarbeit als Filmkritikerin ‚Äď 1980 machte Jeanine Meerapfels ihren ersten eigenen Spielfilm.
Seit Oktober 1990 war sie als Professorin f√ľr Filmregie an‚Ä® der Kunsthochschule f√ľr Medien K√∂ln t√§tig und ist seit Mai 2015 Pr√§sidentin der Akademie der K√ľnste, Berlin. Die Mitglieder der Akademie der K√ľnste haben am 5. Mai 2018 auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin die Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Jeanine Meerapfel zur Pr√§sidentin wiedergew√§hlt.
Jeanine Meerapfel gilt als eine der wichtigsten Autorenregisseurinnen Deutschlands und Argentiniens.

Der Auftakt der Werkschau fand am 30. April 2018 in Anwesenheit der Regisseurin im Kino Arsenal statt ‚Äď gezeigt wurde nach dessen digitaler Restaurierung der Dokumentarfilm Im Land meiner Eltern (BRD, 1981).
Das Programm im Bundesplatz-Kino wird am 14. Juni 2018, dem Geburtstag Jeanine Meerapfels, mit ihrem Film Der deutsche Freund (2012) abschlie√üen. Es ist die erste Werkschau Jeanine Meerapfels in Deutschland und nicht nur f√ľr KennerInnen der Arbeiten der Filmemacherin spannend, denn die sozio-politischen Themen denen sie sich widmet, sind heute wie damals aktuell.

Die pr√§sentierten Filme der Tr√§gerin des K√ľnstlerinnenpreises NRW 2000 f√ľr Filmregie und des Ehrenpreises Internationales Innsbrucker Filmfestival 2012 aus mehr als drei Jahrzehnten (1980-2012) visualisieren den k√ľnstlerischen Prozess der Filmemacherin und dokumentieren teils sehr pers√∂nliche Themen, wie beispielweise der Dokumentarfilm Im Land meiner Eltern. Darin geht es um die Suche nach ihrer eigenen Identit√§t, nach m√∂glichen j√ľdischen Wurzeln und Meerapfel recherchiert darin das j√ľdische Leben in Deutschland. Sie portr√§tiert und interviewt im damals geteilten Berlin u.a. j√ľdische Kulturschaffende, zeichnet deren Alltag ebenso nach wie ihre Integration in eine bundesdeutsche Gesellschaft ‚Äď eine Gesellschaft zwischen Vergessen und Aufarbeitung. Der filmische Kunstgriff, mit Kinderaugen auf Deutschland zu schauen, l√§sst gewohnte Dinge deutlicher erscheinen. Meerapfels f√ľr den WDR entstandener Film ist zugleich privates Tagebuch und Spiegel der sozialen Realit√§t in der Bundesrepublik Deutschland. Entstanden war der Film Ende der Siebziger Jahre, nachdem Martin Wiebel (WDR) ihr vorschlug, eine Art Tagebuchfilm f√ľr den WDR zu machen.

Sie begann die Arbeit an einem Film, der zuerst "Selbstbefragung" hieß, und den sie später in "IM LAND MEINER ELTERN" unbenannte. Dazu Jeanine Meerapfel:
"... Der Film war dokumentarisch, aber die √Ąsthetik sollte meine Erz√§hl-Erfahrungen von MALOU weiterf√ľhren. ... Es war kein einfaches Unterfangen, in der ersten Person zu erz√§hlen, mich zu entbl√∂√üen, mich mit meinem Bild als J√ľdin in Deutschland auseinanderzusetzen, mich ach so wichtig zu nehmen. Oft wusste ich nicht weiter, wollte aufh√∂ren. Aber irgendwie macht man die Filme doch immer fertig."

Zwischen in Lateinamerika ("DESEMBARCOS -‚Ä®ES GIBT KEIN VERGESSEN", "AMIGOM√ćO", "DER DEUTSCHE FREUND") und Deutschland ("IM LAND MEINER ELTERN", "MALOU") bis in die T√ľrkei ("DIE K√úMMELT√úRKIN GEHT") und Griechenland produzierten Filmen ("ANNAS SOMMER") werden in den Spiel- und Dokumentarfilmen der Regisseurin und Autorin Fragen der Identit√§t, Zugeh√∂rigkeit und Heimat aus weiblicher Perspektive mit ganz unterschiedlichen Tiefen und Gewichtungen verarbeitet.

Die Regisseurin zur Produktion zu "ANNAS SOMMER", der in Griechenland produziert wurde: "Die Arbeit an ANNAS SOMMER war ein Spaziergang, verglichen mit AMIGOM√ćO und den Filmen davor. Es gab ein gro√üartiges griechisch-deutsches Team, verst√§ndige Produzenten, den besten Kameramann Griechenlands, Andreas Sinanos, und den Dreh auf der Insel. Ich hatte meine absolute Wunschbesetzung: "the one and only" Angela Molina."

In "AMIGOM√ćO" (1993) wird die Fluchtgeschichte einer argentinischen Familie zur Zeit der Milit√§rdiktatur gezeigt. Der achtj√§hrige Amigom√≠o wird konfrontiert mit Verlust, Armut, B√ľrgerkrieg, Heimweh und Sehnsucht. Ein Schicksal, das er auch heute noch mit Abertausenden Menschen in der ganzen Welt teilt.
Die Dokumentationen wirken bei Jeanine Meerapfel jedoch nie steril und distanziert, sondern sie betont selbst:"Keiner meiner Dokumentarfilme ist ein Dokumentar-Film im strikten Sinne des Wortes. Auch dieser [hier spricht J. Meerapfel von dem Film "DIE K√úMMELT√úRKIN GEHT"] ist zum Teil inszeniert, oder ¬īinduziert¬ī‚Ķ ".

Die Termine f√ľr die Werkschau im Bundesplatz Kino:

Sonntag, 6. Mai, 18.00 Uhr: MALOU (1981) - Gast: Regina Ziegler, Produzentin.
Donnerstag, 10. Mai, 15.30 Uhr: DIE K√úMMELT√úRKIN GEHT (1985)
Sonntag, 13. Mai, 15.30 Uhr: DESEMBARCOS - ES GIBT KEIN VERGESSEN (1986-89, OmU)
Montag, 21. Mai, 18.00 Uhr: DIE VERLIEBTEN (1987)
Sonntag, 27. Mai, 15.30 Uhr: LA AMIGA (1988, OmU)
Sonntag, 3. Juni, 18.00 Uhr: AMIGOM√ćO (1993, OmU)
Mittwoch, 6. Juni, 18.00 Uhr: IM LAND MEINER ELTERN (1981)
Sonntag, 10. Juni, 18.00 Uhr: ANNAS SOMMER (2001, OmU)
Donnerstag, 14. Juni, 20.30 Uhr: DER DEUTSCHE FREUND (2012, OmU)

Das Programm der Werkschau bietet eine Reihe spannender Filme und dar√ľber hinaus die Gelegenheit, sich mit der Filmfrau Jeanine Meerapfel und ihren G√§stInnen dazu auszutauschen.
Die Filme und Termine können der Website des Bundesplatz-Kinos entnommen werden.

Veranstaltungsort: Bundesplatz Kino Berlin
Bundesplatz 14
10715 Berlin
Tickets kosten 8 Euro, Ermäßigt 7 Euro
Tickets unter: www.bundesplatz-kino.de oder per Telefon:030 854 06 085

Der Trailer zur Werkschau Jeanine Meerapfel ist online unter: www.youtube.com

Mehr Informationen zur Regisseurin und Autorin auf ihrer Website www.meerapfel.de und auf www.adk.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Der deutsche Freund - Jeanine Meerapfel
Der neue Film von Jeanine Meerapfel mit der s√ľdamerikanischen Ausnahmeschauspielerin Celeste Cid und dem deutschen Shootingstar Max Riemelt ist fulminant in Argentinien gestartet. Die Geschichte einer gro√üen Liebe zwischen einer J√ľdin und einem Deutschen wird in ergreifenden Kinobildern plastisch und mit hervorragenden DarstellerInnen erfahrbar gemacht. (2012)




(Quelle: Programmheft Werkschau Jeanine Meerapfel von Martin Erlenmaier und Peter Latta)

Kultur > Kino Beitrag vom 10.05.2018 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken