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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 14.12.2009


Rihanna - Rated R
Lisa Erdmann

Nachdem sich die Sängerin bereits 2007 zum "Good Girl Gone Bad" wandelte, verabschiedet sich das bajanische Ausnahmetalent nun gänzlich von ihrem Kleinmädchen-Image und rockt sich mit düsteren...




... Vibes, kräftigen Beats und herben Texten zurück an die Spitze der Hitlisten.


Dass Rihanna nicht mehr für das brave Mädchen von nebenan gehalten werden will, welches sie einst auf ihrem Debüt "Music of the Sun" (2005) und ihrem zweiten Album "A Girl Like Me" (2006) verkörperte, hatte die Karibik-Schönheit bereits 2007 mit ihrem dritten Longplayer "Good Girl Gone Bad" bezeugt. Nun, kurz vor Jahresschluss von 2009, präsentiert die Sängerin ihr viertes Studioalbum, "Rated R", das bereits im Vorfeld für hitzige Spekulationen sorgte.

Schmückte die 1988 geborene Robyn Rihanna Fenty einst mit sonnengebräuntem Teint und langem, wehenden Haar als niedlicher Teenie die Zeitschriftencover, zeigt sich die mittlerweile 21-Jährige nun als erwachsengewordene Punkdiva mit wildem Irokesen-Haarschnitt und wälzt sich auf den Booklet-Fotos lasziv in einem Meer aus nackten Barbiepuppen.

Dass die Gründerin der Charity Organisation "BELIEVE" sich diesem Imagewandel unterzog, überrascht jedoch an Hand der Ereignisse Anfang dieses Jahres kaum. Nachdem Rihanna im Februar kurz vor der Grammy-Verleihung von ihrem damaligen Freund Chris Brown krankenhausreif geschlagen wurde, versteht sich "Rated R" nicht bloß als ein weiterer Silberling in der Diskografie der Künstlerin, sondern scheint eher einer Katharsis und Rehabilitation gleichzukommen. Mit düsteren Basslines, kalten R`n`B-Beats und gedankenreichen Texten dürstet die Twenty-Something nach Rache, lässt ihren lange angestauten Frust herraus und trennt sich endgültig von dem locker-leichten "Reggae-Dancehall"-Sound ihres Debuts.

"Never A Failure, Always A Lesson" ist das neue Tattoo und Motto, welches Rihanna mit viel Selbstbewusstsein und einem erhöhten Aggressionspotential auf "Rated R" vertont. Da für die Künstlerin klar war, dass jeder neue Song ohnehin auf ihren Streit mit ihrem Chris Brown bezogen werden würde, trat sie die Flucht nach vorn an und singt sich auf ihrem vierten Album nun die Wut aus dem Bauch. Unterstützung bekommt sie bei ihrem Rachefeldzug unter anderem von Justin Timberlake, den amerikanischen Hitmastern The-Dream und Tricky Stewart sowie dem englischen Team Chase & Status.

Nach dem Geisterbahn-Opener "Mad House", der uns in Rihannas neuer Welt Willkommen heißt, kommt die düstere Schönheit nach der reflektierenden Ballade "Stupid in Love" dann im fünften Song als "Rockstar 101" mit harten E-Gitarren und kalten Beats daher. Der sechste Titel ist zugleich die erste Singleauskopplung, nennt sich "Russian Roulette" und wurde von keinem geringeren als Sänger Ne-Yo geschriebenen. Darauf folgt mit "Fire Bomb" ein tiefer Einblick in die dunklen Rache-Fantasien der bajanischen Beauty: "Can´t wait to see your face when your front windows break and I come crashing through" Mit "Photographs" holt sich die Barbadierin Musiker Will.I.Am von den Black Eyed Peas ins Haus und mischt Uptempo-Beats mit klangschöner Melancholie. Die unerbittliche Abrechnung findet dann im zehnten Track "G4L", kurz für "Gangster For Life", mit Ansagen wie "I lick the gun when I´m done cause I know that revenge is sweet" ihren krönenden Höhepunkt.

Rihanna im Netz: www.rihanna.de

AVIVA-Tipp: Neben ungewohnter stimmlicher Vielfalt hat Rihanna auf "Rated R" bei vielen Songs erstmals selbst zur Feder gegriffen und präsentiert ein unerwartet privates und ehrliches Album. Auch durch die namhaften Songwriter und Produzenten dürften die Charterfolge der Sängerin daher auch mit LP Nummer Vier nicht abreißen, stellt die Künstlerin doch einmal mehr ihr großes Talent unter Beweis.

Rihanna
Rated R

Label: Universal Music, November 2009


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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Beitrag vom 14.12.2009

Lisa Erdmann 






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