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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2018 - Beitrag vom 30.03.2006

Skin - Fake chemical state
Silvy Pommerenke

Sehr laut und sehr "schmutzig", O-Ton Skin, kommt drei Jahre nach "Fleshwounds" dieses Album daher. Die ehemalige Frontfrau von Skunk Anansie wandelt auf alten Spuren. Her return to future!



All die, die bei Skins Vorgängeralbum "Fleshwounds" schockiert waren von ihrem Imagewandel und der dadurch auch einhergehenden musikalischen Veränderung, werden nun wieder auf ihre Kosten kommen. Wem aber "Fleshwounds" gerade wegen der ruhigeren Töne gefiel, wird mit dem neuen-alten extrovertierten und lauten Stil der schwarzen Schönheit (die mittlerweile auch für Gucci modelt) Schwierigkeiten haben. Dennoch sind nicht alle Songs lärmend, sondern es gibt durchaus auch ruhigere Stücke. Aber immer steht Aggressivität, das Energetische, die Emotionalität Skins im Vordergrund. Wenn man sich auf die etwas lauteren Töne einlassen kann, und das Album des öfteren hört, gewinnt es selbst für LeisehörerInnen.

Eine Herausforderung sind die ersten beiden Stücke. Sowohl für die Ohren als auch für die Lautsprecherboxen. Aber wenn Sie diese beiden Songs hinter sich gebracht haben, tritt eine deutliche Entlastung ein, was die Phonzahl betrifft. Intensiv daher kommt "Don`t need a reason". Skin schafft es hervorragend, Wut und stille Töne zusammen zu bringen. Auch instrumentalisch ist dieses Konglomerat gelungen.
E-Gitarren werden von Geigen begleitet, das Klavier untermalt stimmliche Emotionalität. "Nothing but" hat sie unter Mithilfe von Linda Perry (Ex- 4Non Blondes Frontfrau) produziert. Auch dies ist eins der hitverdächtigen Lieder. Eine Liedzeile daraus lautet "I feel nothing but joy and pride and happiness", und so kommentiert Skin auch ihr Album: "Das neue Album steckt voller Lebensfreude, ich gehe wieder richtig aus mir heraus, wie ein kleines zerzaustes Kind, das mit seinem wachen Geist die ganze Aufmerksamkeit fordert." Und das letzte Lied des Albums "Falling for you" knüpft direkt an die Tradition des Vorgängeralbums an. In ruhigen, sogar sehr ruhigen Tönen, schildert Skin das ewige Drama von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Etwas ärgerlich ist die Kürze des Albums. Auf gerade einmal 35 Minuten und zehn Lieder hat es die Wahl-Ibizenkerin gebracht. Das scheint in Zeiten von achtzig-Minuten-Alben oder gar Doppelalben doch etwas dürftig. Zumal sie sich drei Jahre Zeit gelassen hat für dieses neue Soloalbum. Vielleicht hat ihre Neuinszenierung so viel (vielleicht aber auch zu viel?) Zeit gekostet. Denn war sie bei "Fleshwounds" noch durchgestylt, behaart (auf dem Kopf) und räkelte sich in Satinlaken, so ist sie nun wieder ganz dem Neopunk verschrieben. Kahlköpfig – was natürlich passender zu ihrem Künstlernamen ist – blickt sie vom Titelcover zu uns hinauf. Außerdem erkennen wir ganz deutlich: Schnürsenkel sind out, hingegen abgeplatzter Nagellack und haufenweise Gliederketten um Hals und sonstige Körperteile in. Es ist erstaunlich, welche Wendung Skin eingelegt hat. Skin sells?!

Skin im Netz: www.skinmusic.net

Weiterhören: Krezip und Guano Apes.

AVIVA-Tipp: Wer früher schon auf Skunk Anansie stand, und nur kopfschüttelnd der soften Wandlung von Skin zugesehen hat, wird dieses Album lieben! Aber auch, wenn man mehr auf ihre ruhigen Töne steht, kann man sich dieses Album getrost zulegen, denn es gewinnt von Mal zu Mal. Und das mit dem abgeplatzten Nagellack ergibt sich sowieso von alleine...

Skin
Fake chemical state

Label: V2 Records. VÖ: 17. März 2006

Music Beitrag vom 30.03.2006 Silvy Pommerenke 





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