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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 08.02.2008

Morcheeba - Dive deep
Silvy Pommerenke

Nach drei Jahren kommt das Geschwisterpaar Godfrey mit seinem neuen Studioalbum auf den Markt. Dabei scheint alles neu zu sein und erweckt doch irgendwie den Eindruck alter Erinnerungen.



Bereits seit 1995 beglücken Morcheeba die Musikwelt und fingen damals an – maßgeblich beeinflusst durch Tricky oder Massive Attack – einen düsteren Fin de siècle Sound zu kreieren. 1996 hatten sie mit "Who Can You Trust" ihr Debut, und es gehörte weltweit zum guten Ton, auf ihren Konzerten gewesen zu sein. Auch das zwei Jahre später erscheinende Album "Big Calm" zielte in die gleiche Richtung, und die endzeitliche Stimmung wurde par excellence dargeboten. Seit dem hat sich allerdings viel getan.

Die Entfernung vom einstigen musikalischen Konzept des TripHops in Richtung chilligen Popsound der Band fand wohl auf dem Album "Charango" ihren Höhepunkt. Dies liegt zum heutigen Zeitpunkt sechs Jahre zurück, und das Brüderpaar Paul und Rod Godfrey geht vorsichtig in Richtung seiner Wurzeln retours. Allerdings mit einer deutlichen Portion folkiger und akustischer Elemente und einem neuen musikalischen Entwurf, was die Bandbesetzung betrifft. Nachdem die ehemalige Leadsängerin Skye Edwards 2004 ausgestiegen war, die maßgeblich die Außenwirkung der Gruppe bestimmte, und auch ihre Nachfolgerin Daisy Martey lediglich für ein Jahr Frontfrau war, die wiederum ebenfalls nur kurzfristig von Daisy Sternberg ersetzt wurde, entschieden sich die Godfreys nun eine andere Vorgehensweise zu wählen. Zum ersten Mal sind auf dem Album verschiedene GastsängerInnen anzutreffen, die "Dive Deep" ihre eigene Handschrift aufdrücken. Somit ist ein vielschichtiges Album entstanden, das alleine aufgrund der unterschiedlichen Vocals (unter anderem auch Thomas Dybdahl auf "Riverbed", der in ungewohnt chilligen Tönen herüberkommt) sehr durchwachsen klingt. Es ist quasi die Transformation des TripHops der neunziger Jahre in das neue Jahrtausend.

Anspieltipps: Jede AnhängerIn von Thomas Dybdahl wird natürlich auf dem Song "Riverbed" ihre Hände über dem Kopf vor Wonne zusammen schlagen! Dank des Einsatzes der Morcheeba Gründer erhält der Norweger eine erstaunlich tiefe Intonation, und wer sich beispielsweise an das Album "That great October sound" von ihm erinnert, wird von seiner Stimmvielfalt extrem überrascht sein. Seine gewohnten Töne lässt Dybdahl hingegen auf "Sleep on it tonight" erklingen, die den sanften Singer-Song-Writer zum Außdruck bringen. Ähnlich positive Überraschungen dürfte es bei der Wiederentdeckung von Judie Tzuke geben, der Frau Anfang der Fünfziger, die immer noch klingt, wie ein Twenty-Something und seit den siebziger Jahren aktiv im Musikgeschehen ist. Da kann man nur sagen: "Yeah, she's back!" Sie ist auf zwei Songs vertreten ("Enjoy the ride" und "Blue chair"), und eine weitere Songperle auf diesem Album ist mit Sicherheit Manda, die auf ihren beiden Songs ("Run honey run" und "Au-dedà") ein wenig wie die Mischung von ihrer Vorvorvorgängerin Skye Edwards mit Louise Rhodes klingt. Das hört sich alles sehr entspannt an, manchmal etwas düster (was mit den traumatischen Erlebnissen der Brüder zusammenhängen mag) aber irgendwie auch beschwingt.

Morcheeba im Netz: www.morcheeba.co.uk und auf auf MySpace

Weiterhören: Lou Rhodes und Skye

AVIVA-Tipp: Back to the roots mit der Erfahrung des Erlebten. Auf diese Formel könnte man den neuen Longplayer von Morcheeba herunterbrechen, denn sie transportieren stellenweise TripHop Elemente mit klassischem Singer-Song-Writing, das vor allem Gehalt durch die verschiedenen SängerInnen gewinnt, die sich in dieses Projekt eingebracht haben. Trip(P-H)op is not dead!

Morcheeba
Dive deep

Label: Pias (rough trade), Februar 2008

Music Beitrag vom 08.02.2008 Silvy Pommerenke 





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