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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 04.06.2008

Sara Bareilles ÔÇô Little Voice
Tatjana Zilg

Nach der Ver├Âffentlichung von drei Alben in Eigenproduktion und bei einem Indie-Label wagt die Amerikanerin mit dem Major-Debut den Sprung ins gro├če Musikgesch├Ąft. Ihre Single "Love Song" ...



... feierte bereits erste Charterfolge. Es folgten Einladungen als Tour-Support von weltbekannten Stars. Unter anderem wird sie bei zwei Deutschlandkonzerten von Lenny Kravitz zu erleben sein.

Eines haben die meisten SongwriterInnen, die sich beim Musikpublikum rasch wachsender Beliebtheit erfreuen, gemeinsam. Sie alle stellen das Song-Schreiben und ihre Live-Auftritte v├Âllig in den Mittelpunkt ihres Lebens, k├Ânnen sich f├╝r den Moment nichts anderes vorstellen, als ganz aufzugehen in der eigenen Musik, mit Herz und Seele. Und wenn das gelingt, tragen die Songs diese pr├Ągnante Mischung aus Authentizit├Ąt, Offenheit und Ehrlichkeit in sich, durch die sie zum wohltuenden Balsam f├╝r Herz und Seele der H├ÂrerInnen werden k├Ânnen.

"I┬┤ve been writing songs for as long as I can remember. Some of them make me happy and some of them are shit, but all of them come because I can┬┤t imagine what else to do with my head and the things that are in it besides write songs." erz├Ąhlt Sara Bareilles in ihrer selbstverfassten Biographie.

Die 28j├Ąhrige bekam nicht alles in die Wiege gelegt. Das Klavierspiel eroberte sie sich in Eigenregie. Ihre Kompositionen erkundet sie am Piano, ohne eine klassische Ausbildung zu haben. Seit f├╝nf Jahren l├Ąsst sie ihre Songideen so weit ausreifen, dass sie ihre poppig angehauchten Perlen mit einem guten Gef├╝hl auf den Weg zu den potentiellen H├ÂrerInnen schicken kann. Die beiden Alben in Eigenvertrieb nannte sie "The First One" und "The Summer Sessions", das folgende Indie-Album bekam den klangvollen Titel "Careful Confessions". Nachdem der Vertrag mit dem Major Label unterschrieben war, begann die harte Arbeit der Auseinandersetzung mit dem Produzenten, der ihr beratend zur Seite gestellt wurde: "My producer, Eric Rosse, and I spent countless hours deliberating, fighting, and seeking compromise on what would make this music the best it could be. (...) In the end, we both walked away with some gnarly battle scars, and an album that we┬┤re both pretty damn proud of. It represents one of the most tumultuous years of my life that thankfully made me a stronger, better artist. I┬┤m incredibly grateful for that."

Die hitzigen Gefechte haben sich gelohnt: Die Single "Love Song", die bereits als aussichtsreicher Sommerhit-Kandidat gehandelt wird, ist ein direktes Ergebnis einer Aneinanderann├Ąherung von unterschiedlichen Vorstellungen. Der Labelchef schlug vor, f├╝r die Singleauskoppelung des Albums ein Liebeslied zu schreiben. Sara war zun├Ąchst alles andere als begeistert, aber dann lie├č sie sich von diesem Anliegen zu den ironischen Wortspielen von "Love Song" inspirieren. "I┬┤m not gonna write you a love song" wurde zum einpr├Ągsamen Refrain, der sich mit seinem leicht rebellischen Esprit ins Langzeitged├Ąchtnis schmiegt.

Ein munterer, humorvoller, lebhafter Grundtenor weht wie ein frischer Sommerwind durch die 12 Songs von "Little Voice". Schnell wird klar, dass in kleinen Dingen gro├čes Potential liegen kann: Sara Bareilles singt ihre verspielt-poetischen Texte mit souliger, kraftvoller Stimme, fr├Âhlich nach vorne preschend, ab und an auch luftige H├Âhenlagen erkundend. Die Naturumgebung, in der sie sich auf dem Artwork zeigt, sollte nicht dar├╝ber hinwegt├Ąuschen, dass sie auch die Metropolen zum Thema ihrer Songs macht: In "City" reflektiert sie ├╝ber das n├Ąchtliche Leben in urbaner Umgebung, "Vegas" widmet sie der Faszination der Spieler-Stadt. In einigen Songs spielt sie das Piano, Akustik- oder E-Gitarre selbst ein: In "One Sweet Love" umh├╝llt sie mit sanften Akustik-Gitarren-Akkorden ihre Gedanken ├╝ber die Sehnsucht nach dem Traumpartner. Ein wahres Liebeslied findet sich mit dem Outro "Gravity": Eine hingebungsvolle Piano-Melodie begleitet die Hymne an die gro├če Liebe.

Weiterh├Âren: Maria Taylor und Tori Amos.

Sara Bareilles im Netz: www.sarabareilles-music.de

AVIVA-Tipp: Vielseitig einsetzbare Songs f├╝r drinnen und drau├čen. Es macht Spa├č, bei jedem einzelnen Song mit ganzer Aufmerksamkeit hinzuh├Âren und den Worten nachzusp├╝ren oder auch das gesamte Album im Hintergrund bei einem sommerlichen Abend auf dem Balkon, einem Treff mit FreundInnen im Park oder einer Autofahrt ins Gr├╝ne laufen zu lassen. Auch Regisseur Paul Weiland lie├č sich von Sara┬┤s Esprit verzaubern und w├Ąhlte "Love Song" f├╝r den Score seines Filmes "Verliebt in die Braut" aus.

Sara Bareilles
Little Voice

Label: Sony, V├ľ Mai 2008


Music Beitrag vom 04.06.2008 AVIVA-Redaktion 





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