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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 19.07.2013

Miss Li - Tangerine Dream
Britta Meyer

Energie pur in Stimme und Melodien ist das Markenzeichen des schwedischen Workaholics. Zum Gl├╝ck, denn das bedeutet f├╝r ihre Fans regelm├Ą├čigen Nachschub an Songs, die mensch am liebsten auf...



... langen Autofahrten laut mitsingen m├Âchte.

Nachdem ihre Songs ├╝ber die Soundtracks von Serien, wie "Grey┬┤s Anatomy" und "Weeds" einem breiten Publikum bekannt wurden, legt Miss Li jetzt nach zahlreichen internationalen Touren ihren Fans das mittlerweile achte Album vor und bleibt dabei ihrem bew├Ąhrtem Stilmix treu: ein bisschen klassischer Rock┬┤n Roll, etwas Swing, Jazz und Blues mit einem Schuss 1920er Cabaret ist die schr├Ąge, aber stimmige Mischung ihrer Musik, schnell, eing├Ąngig und mit starker Tendenz zum Ohrwurm.

Hatte sie auf dem Cover ihres letzten Albums "Beats & Bruises" noch einen geheimnisvollen, in dunklen T├Ânen gehaltenen Twenties-Look kultiviert, so wirken die Bilder des Booklets nun wie einer Sitcom der 1960er entnommen. Pastellfarbene M├Âbel und knallig gemusterte Tapeten verleihen ihm einen leichteren Touch und spiegeln die Vorliebe der K├╝nstlerin f├╝r die bunte ├ära des Flower Power wieder ÔÇô eine Zeit, die, wie sie es schon 2011 im Interview mit AVIVA beschrieb, eine Quelle der Inspiration f├╝r sie bleibt. Die St├╝cke bewegen sich im gewohnten, ├Ąu├čerst tanzbaren Rahmen energetischer Gute-Laune-Musik und ihre kr├Ąftige Stimme liegt zwar in zum Teil gew├Âhnungsbed├╝rftigen H├Âhen, verf├Ąllt dabei aber nie in seichten Zwitscherpop und schafft es m├╝helos, die Beats der St├╝cke mit zu tragen.

Wie schon bei den voran gegangenen Alben sind auch hier die Texte bei aller Fr├Âhlichkeit der Melodien oft schneidend in ihren Botschaften. Die Unf├Ąhigkeit, erwachsen werden zu wollen ("Teenager for Life"), Fernsehauftritte vertrauensunw├╝rdiger PolitikerInnen ("Clever Words"), alte M├Ąnner, die sich an minderj├Ąhrige M├Ądchen heranmachen ("Respected Old Man") oder die eigene rasende Eifersucht auf "die Neue" eines Ex ("It Ain┬┤t Over") ÔÇô Miss Li h├Ârt sich fast immer nur anf├Ąnglich nach Spiel und Spa├č an. In "All Those Men" schl├Ągt sich blanke Wut ├╝ber die Selbstverst├Ąndlichkeit Bahn, mit der von Frauen erwartet wird, Betrug und L├╝gen in Beziehungen schweigend und l├Ąchelnd hinzunehmen:

"They tear your heart out and walk away
And there is nothing that you can do
You shut your mouth and you try to play
By all the men┬┤s rules"


Das mit reichlich Schlagzeug an die Swing-├ära der 1930er erinnernde "My Heart Goes Boom" ist eines der wenigen St├╝cke auf "Tangerine Dream", die ohne bei├čende Hintergrundmessage einen Augenblick feiern, n├Ąmlich den Adrenalinrausch und das Herzklopfen beim Anblick eines neuen Schwarms. In "Plastic Faces" dagegen tritt eine gr├╝ndliche Verdrossenheit dar├╝ber hervor, wie ausschlie├člich sich Kommunikation, Information und politische Debatten mittlerweile online abspielen.

"I┬┤m so tired of the blogging, yeah, I┬┤m so tired of them bothering,
This think come all the generation is born of life of constant longing.
Yeah, I┬┤m so tired of opinions and all the shadow aquitation,
I call the local weather station, it┬┤s raining bullshit through the nation"


Die virtuelle Welt kann eineN ja durchaus irritieren und frustrieren, aber darum gleich "all diesen Meinungen" im Netz eine Pauschalabsage zu erteilen ist schlie├člich auch keine L├Âsung.

AVIVA-Tipp: "Tangerine Dream" variiert geschickt Miss Lis bew├Ąhrten Sound in neuen Formen. Das ist Musik zum Wachwerden, zum Aufbrechen und zum N├Ąchte-Durchtanzen. Perfekt f├╝r den Sommer.

Zur K├╝nstlerin: Miss Li, eigentlich Linda Carlsson, geboren 1982 in Borl├Ąnge in Schweden, gewann mit 17 einen musikalischen Talentwettbewerb, zog kurz darauf nach Stockholm, wo sie begann, in Bars und Clubs aufzutreten ÔÇô zun├Ąchst allein und sp├Ąter mit ihrer selbst gegr├╝ndeten Band. 2006 ver├Âffentlichte sie ihr Deb├╝talbum "Late Night Heartbroken Blues", 2007 folgten "God Put a Rainbow in the Sky" und "Songs of a Rag Doll", 2009 dann "Dancing the Whole Way Home" und 2011 schlie├člich "Beats & Bruises", plus zwei "Best Of"-Alben. Miss Li lebt in Stockholm.

Miss Li
Tangerine Dream

Label: Columbia
Vertrieb: Sony
V├ľ: 20. September 2013
missli.se

Miss Li auf Myspace


Weitere Infos unter:

"My Heart Goes Boom Boom Boom" auf MyVideo

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Miss Li Interview und Review




Music Beitrag vom 19.07.2013 Britta Meyer 





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