Jill Barber - Fool┬┤s Gold - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 etage7
AVIVA-Berlin > Music AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 17.03.2015

Jill Barber - Fool┬┤s Gold
Christina Mohr

Die kanadische S├Ąngerin Jill Barber setzt voll und ganz auf Nostalgie: Auf ihrem neuen Album "Fool┬┤s Gold" schwelgt sie in bitters├╝├čen Jazz- und Motown-Harmonien...



Wer eine Schw├Ąche f├╝r den Sound der Motown-├ära hat, Bigband-Jazz liebt und auf die gro├čen S├Ąngerinnen der Sechziger wie Brenda Lee, Patsy Cline, Doris Day und Carole King steht, sollte unbedingt das neue Album von Jill Barber h├Âren. Die kanadische K├╝nstlerin ist hierzulande noch nicht sehr bekannt, "Fool┬┤s Gold", ihr immerhin siebter Longplayer, wird diesen Umstand ├Ąndern. In Kanada wurde sie bereits mit mehreren Auszeichnungen honoriert, so erhielt sie zum Beispiel f├╝r ihr Deb├╝t "Oh Heart" den "Female Artist Recording of the Year Award" und wurde f├╝r den Juno Award als "New Artist of the Year" nominiert. Keine Frage: Diese Frau hat Talent. Als junge Singer-/Songwriterin tingelte sie durch kleine Clubs und experimentierte an ihrem Stil, doch bald erkannte Jill, dass ihre Liebe alten Vinylscheiben geh├Ârt: Je verkratzter die Platte und ausgeblichener das Cover, desto besser.

Anders als Natalie Prass, die k├╝rzlich ihr ebenfalls tief in Retro-Kl├Ąngen tauchendes Deb├╝talbum ver├Âffentlichte, hat sich Jill Barber auch optisch ganz der guten alten Zeit verschrieben: Stilecht posiert sie mit Bananen-Hochsteckfrisur und r├╝ckenfreiem Kleid auf dem grobk├Ârnigen Schwarz-Wei├č-Cover von "Fool┬┤s Gold" und sie bekennt, "keine Frage, es sind die alten Standards, die mich inspiriert haben." Barber liebt die Kompositionen des Brill-Building-Zeitalters und bevorzugt die klassische Instrumentierung: Orchestrale Streicher und Bl├Ąser im Bigband-Stil, ganz darauf zugeschnitten, Jills au├čergew├Âhnliche Stimme zum Strahlen zu bringen. Dunkel, ein bisschen rauchig und melancholisch klingt Jill Barber, stets unter-die-Haut-gehend.

Ihre Songs sind durchweg Eigenkompositionen, Barber verl├Ąsst sich also nicht aufs Covern allseits bekannter Evergreens. Sie verbindet die Grandezza von Burt-Bacharach-Songs mit sanften Country-und-Western-Anmutungen, spielt mit Jazz-Elementen oder wird dezidiert retro-soulig im tanzbaren "Broken for Good". Frau merkt den Songs an, dass sie mit einem eingespielten Team aufgenommen wurden: Mit den Begleitmusikern Les Cooper (Piano) und Drew Jurecka (Violine, Saxofon) arbeitet Jill Barber schon seit einigen Alben zusammen - das kommt der Musik zugute, die so ausgewogen und im besten Sinne "reif" klingt wie nur wenige vergleichbare Ver├Âffentlichungen dieses Genres. Die Stimmung der Platte ist romantisch ÔÇô aber im bitters├╝├čen Sinn. "Let┬┤s call it love / in lack of a better name", singt sie und wirkt dabei so lakonisch, als h├Ątte sie in punkto "Liebe" schon alles durch, jedenfalls keine hohen Erwartungen mehr an gef├╝hlige Versprechungen (und dabei ist Barber gerade mal Mitte Drei├čig). Auch "The Last That She Deserves" oder "If You┬┤re Going to Break My Heart" sind alles andere als fr├Âhliche Liebeslieder, wobei eine gewisse Grundzuversicht stets durchschimmert: Denn Jill Barber will nicht deprimieren, sondern unterhalten ÔÇô was ihr auf gro├čartige Weise gelingt.

AVIVA-Tipp: Nat├╝rlich lie├če sich Jill Barber vorwerfen, dass sie sich so unbedingt und ausschlie├člich der guten alten Zeit widmet ÔÇô andererseits: wer wollte sich beklagen angesichts dieser vollkommenen Songs?

Jill Barber
Fool┬┤s Gold

10 Songs
Label: Outside Music/Cargo. V├ľ: 13.03.2015

Jill Barber im Netz: www.jillbarber.com



Music Beitrag vom 17.03.2015 Christina Mohr 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken