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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 01.10.2009

Ingrid Michaelson - Everybody. Live am 18.11.2009 im Columbiaclub
Tatjana Zilg

Vor knapp zwei Jahren gelang der amerikanischen Songwriterin der souver├Ąne Einstieg in das Musikgesch├Ąft mit dem kokett-munteren Album "girls and boys". Ihre Songs, die sich durch frechen Wortwitz..



... und zauberhaft sch├Âne, sensible Melodien auszeichnen, kamen beim Publikum bestens an.

Fast aus dem Nichts tauchte die New Yorkerin im Herbst 2007 als Support Act ├şm Rahmen der Deutschland-Tournee von Jason Mraz auf. Die Musikerin strahlte eine gro├če Pr├Ąsenz aus, als sie allein mit ihrer Ukulele auf der B├╝hne des Huxleys stand und ihre Songwriting-Perlen vorstellte. Schnell war die Neugier geweckt und die Musikh├ÂrerInnen begeisterten sich auch hierzulande f├╝r Ingrid Michaelsons US-Hit "The Way I Am". In dem Song beschrieb sie das Geborgenheitsgef├╝hl in einer stabilen Beziehung, in der es gelingt, dem anderen ohne Vorbehalte zu begegnen. Mit dem Longplay-Debut "girls and boys" reichte die sympathische Mittzwanzigerin einen variationsreichen Blick auf die verschiedenen Aspekte im Auf und Ab moderner Beziehungen nach und f├╝llte bald auch als Main Act die Konzerts├Ąle.

F├╝r diesen schnellen Durchbruch sorgte die Entdeckung ihres Songwriting-Talents durch das US-amerikanische Fernsehen. Ein Scout der Krankenhaus-Serie "Grey┬┤s Anatomy" h├Ârte ihre Songs bei Myspace und warb sie f├╝r den Music Score an. Ihren ganz pers├Ânlichen Stil, mit dem sie nun bei 25 Millionen ZuschauerInnen auf offene Ohren stie├č, entwickelte sie zuvor in bew├Ąhrter Indie-Manier. Zwar wurde sie von den Eltern bereits als Vierj├Ąhrige zum Klavierunterricht geschickt, aber aus einer Trotzreaktion heraus wendete sie sich sp├Ąter dem Schauspiel zu und studierte am College Theaterwissenschaften. Erst w├Ąhrend einer Theaterreise wurde ihre Lust geweckt, selbstgeschriebene Songs zu ver├Âffentlichen. Ein Theaterkollege ermunterte sie dazu, als er sie w├Ąhrend der Pausen am Klavier spielen und singen h├Ârte. Nach einer Weile flei├čigen T├╝ftelns und Feilens an dem Material brachte sie ihr Debut auf dem von ihr gegr├╝ndeten Label Cabin 24 Records heraus.

Gut geerdet durch den bodenst├Ąndigen Start in den Erfolg ├╝ber den Indie-Weg checkte sie f├╝r das Follow-Up die erweiterten M├Âglichkeiten, die ihr durch die gr├Â├čeren finanziellen Mittel bei der Alben-Produktion zur Verf├╝gung standen. Sie nahm sich dabei aber die Freiheit, sich gegen ein ├ťberma├č an Technik zu entscheiden und Spontanit├Ąt zu zulassen:
"Ich habe die meisten Vocals f├╝r das neue Album in den Shelter Island Studios aufgenommen, sie dann aber am Ende doch noch einmal eingesungen - im Schrank meines Produzenten, den er gleichzeitig als Gesangskabine nutzt. Irgendwie hab ich mich dort drinnen besser gef├╝hlt. ┬┤Maybe┬┤ ist vor zwei Monaten entstanden und sollte eigentlich gar nicht auf dem Album sein. Dieser Song, den wir in der letzten Minute zusammengew├╝rfelt haben, ist letztlich die Single geworden. Bei der anderen Single ┬┤Everybody┬┤ haben wir das Schlagzeug und den Gesang in dem schicken Studio aufgenommen, aber dann trotzdem alles nochmal in Dans Haus neu gemacht. Wenn wir bei ihm waren, gab es keinen Druck!"

So klingen auch die Songs von "Everybody" frisch und ungezwungen und ├╝berzeugen durch Neofolk angehauchte Pop-Melodien, die ihre Besonderheit durch mal einpr├Ągsam schnelles, mal filigran raffiniertes Ukulele-Spiel erhalten, welches sich aber nicht allein behaupten muss, sondern von Streich-Instrumenten, Piano, Gitarre und Drums einf├╝hlsam sch├Ân umgeben wird. Die Texte sind oft mit leicht mitsummbaren Hooklines versehen, die wie kleine Trostspender f├╝r verletzte Herzen wirken. Denn im Kontrast zu den Zuversicht spendenden Melodien geht es inhaltlich um die dunklen Seiten von Beziehungen, wie um unerwidertes Verliebt-Sein oder um den Trennungsschmerz nach dem Verlassen-Werden.

Weiterh├Âren: Regina Spektor und Tori Amos

Ingrid Michaelson im Netz: www.ingridmichaelson.com, www.ingridmichaelson.de und www.myspace.com/ingridmichaelson

AVIVA-Tipp: Die Songwriterin hat mit ihrem zweiten Album noch mehr zu sich selbst gefunden. Es gelingt ihr der Balanceakt, das neue Selbstbewusstsein in authentische Songs zu verwandeln, die sowohl mit dem anspruchsvollen Mainstream einer Tori Amos als auch mit dem eigenwilligen Indie-Sound einer Regina Spektor mithalten k├Ânnen.

Konzerthinweis: Ingrid Michaelson spielt live am Mittwoch, den 18.11.2009, um 21.00 Uhr
im Columbiaclub
Columbiadamm 9 ÔÇô 11
10965 Berlin

Ingrid Michaelson
Everybody

Label: Cabin 24 Records, Universal, V├ľ September 2009


Music Beitrag vom 01.10.2009 AVIVA-Redaktion 





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