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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 09.07.2012

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Ausstellung in der Galerie Funke - Birgit Huebner: see dance singing, 15. Juli - 4. August 2012
Claudia Funke

Die K├╝nstlerin, die bereits 2003 als Stipendiatin auf der X. Rohkunstbau-Ausstellung in Schloss Gro├č Leuthen bei Berlin ├╝bergro├če, vor den Fenstern angebrachte, Licht durchscheinende Portr├Ąts ...



... singender Jugendlicher zeigte, arbeitet vor allem mit den Medien Fotografie und Installation.

┬ę Birgit Huebner, aus der Serie ┬┤F├╝├če┬┤, 2010, Collage auf Papier, 50 x 70 cm


Die K├╝nstlerin verwendet eigene Aufnahmen, in deren Zentrum der menschliche K├Ârper steht. Weitere Fotografien entstanden w├Ąhrend ihrer Studienaufenthalte in Paris, New York, Israel und auf Reisen nach Syrien, ├ägypten und Armenien. Spielerisch kombiniert Huebner das vorhandene Bildmaterial in Collage-Technik immer wieder neu. Dabei provozieren absurde Fragmentierungen von K├Ârperteilen, die ein Eigenleben zu f├╝hren scheinen, einen surrealen Effekt. Widerspr├╝chliche Dimensionen im Ma├čstab, wechselnde Perspektiven sowie die leuchtende, oftmals monochrome Farbgebung tragen zum irritierenden Eindruck der Verfremdung bei.

Die 1966 geborene Meistersch├╝lerin der D├╝sseldorfer Kunstakademie nahm 1995 das Tanztraining bei Pina Bausch-Sch├╝ler Wolf Werner Wolf auf und setzte sich mit den Tanztheorien von Rudolf Laban und Irmgard Bartenieff auseinander. Die eigene t├Ąnzerische Aktivit├Ąt und in neuerer Zeit die Praxis des Singens verst├Ąrken die bereits in fr├╝hen Arbeiten der K├╝nstlerin angelegten Momente der Bewegung, Choreographie und K├Ârpererfahrung. Singen, Sprechen, Tanzen, Dirigieren ÔÇô dies alles sind T├Ątigkeiten, die als gegenw├Ąrtige Handlungen ausgef├╝hrt werden. Ihr performativer Charakter beinhaltet die M├Âglichkeit der Ver├Ąnderung und Neuverortung.

In den j├╝ngsten Collagen stellt die K├╝nstlerin zunehmend den eigenen K├Ârper in den Mittelpunkt, wobei dieser zwischen Innen und Au├čen, subjektiv Erlebtem und allgemein Gesellschaftlichem vermittelt. Die Werke von Birgit Huebner zeichnen sich durch ihre Mehransichtigkeit und ÔÇô aufgrund der Verwendung lichtdurchl├Ąssiger Materialien - Transluzenz aus. Diese Offenheit findet sich ebenfalls dort, wo das Material durch Schnitte freie Stellen und Aussparungen aufweist. Die gro├čformatigen Installationen Huebners funktionieren wie das B├╝hnenbild in einem Theater: Sie umgeben die BetrachterInnen, die zu AkteurInnen, zu PerformerInnen werden.

┬ę Birgit Huebner, dirigieren, 2005, Fotoserie


Huebners raumgreifende Mobiles mit Rundbildern, deren Farboberfl├Ąchen fotografische Abbildungen als gemalte Punktraster wiedergeben, erweisen sich als schwebend-leichte Vorboten des T├Ąnzerischen ohne festgelegten BetrachterInnenstandpunkt. Im Jahr 2000 montierte Huebner anl├Ąsslich der Verleihung des Kunstpreises der Stadt D├╝sseldorf 60 im Innenraum und von au├čen sichtbare, mit ├ľlfarbe kolorierte und auf Transparentpapier gedruckte Nahaufnahmen von singenden M├╝ndern vor die Fenster des Kunstraums D├╝sseldorf. Die M├╝nder waren sichtbar, blieben aber stumm. Die K├╝nstlerin visualisiert das Singen, w├Ąhrend das klangliche Element des Gesangs selbst in die Vorstellungskraft der Betrachtenden verlagert wird. Die tempor├Ąre Installation verweist auf das Singen als einen individuellen Vorgang und gleichzeitig als Akt der Kommunikation. Die Werke Huebners zielen humorvoll auf die Konfrontation des Selbst mit dem Anderen, auf ein Sich-├ľffnen f├╝r Neues und Fremdes, das Authentizit├Ąt und Identit├Ąt schafft.

Der in Berlin lebende Musiker Ulrich Hepp komponierte Songs ÔÇô inspiriert von Huebners Werken - die er zur Er├Âffnung am 14. Juli in der Galerie Funke aufgef├╝hrt hat: www.heppmusik.de


┬ę Birgit Huebner, Sprachlosigkeit, 2005, Fotografien, Installation


Zur K├╝nstlerin:
Birgit Huebner
, lebt und arbeitet in D├╝sseldorf, 1989-1993 Studium Kunstakademie D├╝sseldorf, Meistersch├╝lerin bei Prof. Alfonso H├╝ppi.
1989 Studienstipendium an der École nat. sup. des Beaux-Arts, Paris
2000 F├Ârderpreistr├Ągerin der Stadt D├╝sseldorf
2003 Projektstipendium "Rohkunstbau", Schloss Gro├č Leuthen bei Berlin
2000-2011 Lehrauftr├Ąge an der Kunstakademie D├╝sseldorf, Bergische Universit├Ąt Wuppertal, Heinrich-Heine-Universit├Ąt D├╝sseldorf, 2004-2008 Kuratorin, Kunstraum D├╝sseldorf, seit 2001 k├╝nstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeit Museum Kunstpalast, D├╝sseldorf.
Einzelausstellungen (Auswahl): 2012 Kulturinstitut der ungarischen Botschaft, Kairo, ├ägypten, 2010, DAAD, Kairo, ├ägypten; 2008, Maxhaus, D├╝sseldorf; 2003, Kunstverein Krefeld, Malkasten D├╝sseldorf; 1998 Bonner Kunstverein, Moltkerei Werkstatt K├Âln.
Die Stadt D├╝sseldorf erwarb 2004 und 2009 Werke der K├╝nstlerin, die sich in der Sammlung des Museum Kunstpalast befinden.

Weitere Infos unter: www.birgithuebner.com

Die Galerie Funke ist stolz, das Werk der D├╝sseldorfer K├╝nstlerin Birgit Huebner in einer ersten Einzelausstellung in Berlin mit dem Titel "see dance singing" zu pr├Ąsentieren.

Die Ausstellung er├Âffnet am Samstag, den 14. Juli und wird vom 15. Juli bis zum 4. August 2012 zu sehen sein.
├ľffnungszeiten: Mittwoch ÔÇô Freitag, 13-18 Uhr, Samstag, 12-15 Uhr u. n. Vereinbarung.




Veranstaltungsort: Galerie Funke, Berlin
Willibald-Alexis-Stra├če 14
10965 Berlin
Weitere Infos unter:
www.galeriefunke.de




AVIVA-Berlin ist Medienpartnerin dieser Ausstellung.


(Copyright: Claudia Funke, Juli 2012)





Kultur > Kultur live Beitrag vom 09.07.2012 AVIVA-Redaktion 





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