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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 01.04.2010


Turbine Potsdam und der FCR 2001 Duisburg - vier Duelle sorgen für drei Vorentscheidungen
Sylvia Rochow

Duisburg und Potsdam gewinnen jeweils ihre Heimspiele. Jetzt haben beide Teams gute Aussichten auf Titel. Turbine in Meisterschaft und Champions League, der FCR im DFB-Pokal.




NEWS vom 20. April 2010Die "Wochen der Wahrheit" endeten so, wie sie eigentlich enden mussten

Das Dauer-Duell zwischen Turbine Potsdam und dem FCR 2001 Duisburg mündete im Elfmeterschießen. In der regulären Spielzeit dieses Rückspiels des Champions League-Halbfinale hatte Tabea Kemme in der 61. Minute für das aus Sicht der Brandenburgerinnen dringend nötige 1:0 gesorgt und damit den Duisburger Hinspiel-Sieg egalisiert. Bis dahin neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken der Begegnung, der FCR war dem wohl entscheidenden Auswärtstor einige Male sogar näher als Turbine der Führung.

Die Verlängerung blieb torlos, so dass unweigerlich das Elfmeterschießen die Entscheidung um den Einzug ins Champions League-Finale erzwingen musste. Gleich den beiden ersten Duisburger Schützinnen, den Nationalspielerinnen Inka Grings und Linda Bresonik, versagten die Nerven. Sie scheiterten mit schlecht platzierten Schüssen an der erst 17jährigen Potsdamer Torhüterin Anna Felicitas Sarholz. Zwar konnte Uschi Holl für den FCR noch gegen Lira Bajramaj parieren, doch der dritte Fehlschuss von Ioannidou besiegelte schließlich vor 4.522 ZuschauerInnen das aus für den amtierenden UEFA-Cup-Sieger.

In der Bilanz der "Wochen der Wahrheit" stehen nun zwei Heimsiege von Potsdam (Bundesliga und Rückspiel Champions League-Halbfinal) zwei Heimsiegen der Duisburgerinnen (Halbfinale DFB-Pokal und Hinspiel Champions League-Halbfinal) gegenüber. Das Elfmeterschießen ausgenommen ist sogar das Torverhältnis mit 3:3 ausgeglichen. Turbine steht nun kurz vor der Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft und hat auch im Champions League-Endspiel am 20. Mai 2010 in Madrid gute Chancen. Die Gegnerinnen stehen allerdings noch nicht fest, da Umea IK und Olympique Lyon ihr Rückspiel aufgrund des Flugchaos in Europa erst am 28. April 2010 bestreiten werden. Der FCR Duisburg trifft am 15. Mai 2010 in Köln auf den USV Jena, der momentan den achten Platz in der Bundesliga belegt.





NEWS vom 14. April 20102. Sieg für den FCR 2001 Duisburg

Im dritten Aufeinandertreffen in den "Wochen der Wahrheit" konnte der FCR 2001 Duisburg den zweiten Sieg feiern. Nach dem Erfolg im DFB-Pokals gewann das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg auch das Hinspiel im Champions League-Halbfinale mit 1:0.

Es war die bisher offensivste Partie zwischen den beiden Dauerrivalinnen, die die Belgierin Femke Maes in der 25. Minute mit einem wahren Sonntagsschuss für den FCR entschied. Für Potsdam hatte Nationalspielerin Jennifer Zietz vor 2.150 ZuschauerInnen nach 19 Minuten nur die Latte getroffen.
Anschließend verpassten es jedoch vor allem die Duisburgerinnen wiederholt, sich eine noch bessere Ausgangsposition für das Rückspiel zu verschaffen. Kurz vor dem Schlusspfiff musste dann noch einmal Torfrau Uschi Holl ihr ganzes Können aufbieten, um einen Schuss gegen Potsdams Stürmerin Anja Mittag zu parieren.

Am Sonntag, 18. April 2010 geht es um 14 Uhr in Potsdam um den Einzug in Champions League-Endspiel, das erstmals als einzelne Begegnung ausgetragen wird und in Madrid stattfindet.


NEWS vom 06. April 2010 2010 FCR 2001 Duisburg siegreich

Der FCR 2001 Duisburg hat sich am Ostersamstag erfolgreich für die zehn Tage zuvor erlittene Niederlage im Bundesliga-Duell gegen Turbine Potsdam revanchiert und mit einem 1:0-Sieg erneut das Endspiel um den DFB-Pokal am 15. Mai erreicht. Dieses wird 2010 erstmals als eigenständiges Spiel in Köln ausgetragen, bislang fand es vor dem Männer-Finale im Berliner Olympiastadion statt. Die Titelverteidigerinnen treffen dort auf den USV Jena, der sich ebenfalls zuhause mit 3:0 gegen die SG Essen-Schönebeck durchsetzte.

Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen in den "Wochen der Wahrheit" erwischte Duisburg auch vor heimischem Publikum den besseren Start. Bereits nach wenigen Minuten traf Torjägerin Inka Grings den Pfosten. Auch im Anschluss blieb der FCR in der umkämpften Partie das etwas stärkere Team, Potsdam war jedoch immer wieder durch Standardsituationen gefährlich.

Vor 1.850 ZuschauerInnen war es in der 63. Minute die erneut starke Nationalspielerin Linda Bresonik, die mit ihrem eigentlich schwächeren linken Fuß das Siegtor für die Hausherrinnen erzielte.
Bei Turbine wurde Spielmacherin Lira Bajramaj in der ersten Halbzeit geschont, konnte nach ihrer Einwechslung diesmal aber kaum mehr Akzente setzen.

Als nächstes steht nun am Sonntag, 11. April 2010 um 14 Uhr erneut in Duisburg das Hinspiel im Champions League-Halbfinale an. Das Rückspiel findet eine Woche später in Potsdam statt.





Turbine Potsdam ist erfolgreich in den brandenburgisch-rheinischen "Monat der Wahrheit" gestartet. Die amtierenden deutschen Meisterinnen bezwangen den FCR 2001 Duisburg vor heimischer Kulisse mit 2:1 (2:0). Die beiden zurzeit besten deutschen Frauen-Vereinsmannschaften boten im Karl-Liebknecht-Stadion ein zwar immer spannendes, aber selten hochklassiges Spiel, in dem die Duisburgerinnen über weite Strecken überlegen waren.

Nach mehreren vergebenen Chancen des FCR erzielte Nationalspielerin Anja Mittag in der 28. Minute völlig überraschend die 1:0-Führung für die Gastgeberinnen. Dem Pass von Lira Bajramaj war allerdings ein klares Foul an Duisburgs Abwehrreckin Annike Krahn vorausgegangen, das die schwache Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus nicht ahndete. Obwohl Potsdam nun etwas stärker wurde, fiel auch das 2:0 durch Jessica Wich unmittelbar vor der Pause wiederum überraschend.

Das Team von Trainerin Martina Voss kam dennoch keineswegs geschockt aus der Kabine und erspielte sich weiterhin Chancen, die jedoch allesamt vergeben wurden. In der 60. Minute sah die bis dahin im Duell mit ihrem Ex-Club spielerisch überragende Bajramaj zurecht die gelb-rote Karte, nachdem sie innerhalb weniger Minuten nicht nur Krahn und die Duisburger Stürmerin Inka Grings deutlich sichtbar gefoult hatte, sondern auch noch theatralisch andeutete, dass es sich hierbei um "Schwalben" gehandelt habe.

Der Platzverweis war eine der wenigen richtigen Entscheidungen von Steinhaus, die in der Folge noch diverse Potsdamer Handspiele und Fouls übersah sowie vermeintliche Abseitsstellungen der Duisburgerinnen falsch ahndete, aber kurioserweise nach dem Spiel von den Turbine-Fans beschimpft wurde. Beim FCR hatte die starke Linda Bresonik nun mehr Freiheiten in der Offensive, die sie ein ums andere Mal nutzte, um Angriffe ihres Teams zu initiieren. Zählbares sprang jedoch bis zur 90. Minute nicht dabei heraus, als die kurz zuvor eingewechselte Eunice Beckmann vor 1.765 ZuschauerInnen den aus Duisburger Sicht viel zu späten Anschlusstreffer für den FCR erzielte.

Potsdam gelang mit dem Sieg gegen die Verfolgerinnen aus Duisburg mehr als eine Vorentscheidung im Kampf um die Titelverteidigung. Das Team von Trainer Bernd Schröder liegt nun nach 17 Spieltagen mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz zwei an der Spitze und hat dabei sogar ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz.

Die Möglichkeit zur Revanche bietet sich dem FCR Duisburg bereits am Ostersamstag (3. April 2010), wenn die amtierenden Pokalsiegerinnen im Halbfinale des DFB-Pokals zuhause erneut in einer entscheidenden Begegnung auf Turbine Potsdam treffen. Den Abschluss des "Monats der Wahrheit" mit insgesamt vier Spielen gegeneinander bilden das Hin- und Rückspiel im Champions League-Halbfinale (11. April 2010 in Duisburg und 18. April 2010 in Potsdam).

Weitere Infos unter: www.dfb.de und www.uefa.com


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Beitrag vom 01.04.2010

Sylvia Rochow