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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 20.10.2002


AVIVA-BERLIN testet Power Yoga im Holmes Place
Kirsten Böttcher

Fitness mal ganz anders: Schon mal den "Fisch" auf indisch gemacht?




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. . . . . Blick in die Räume von Holmes Place




Beim Power Yoga geht es nicht einfach um Fatburning oder Muskelaufbau. Kopf und Körper finden nach einem anstrengenden Arbeitstag wieder zueinander. AVIVA-BERLIN hat getestet.

Anderthalb Stunden Power Yoga bei Sabine Mangold im Holmes Place Lifestyle Club. "Power" ist in diesem Fall auch wirklich mit "Kraft" zu übersetzen, jedenfalls erlebe ich die Zeit als einen ständigen Wechsel aus Anspannen, Dehnen, Entspannen und wieder neue Anspannung: Nix von wegen lange Sitzen und Ommmmh machen!

Sonnengruß und Totenlage rufen lang vergessene Körperpartien wieder ins Gedächtnis
Unsere Gruppe zählt 15 TeilnehmerInnen gemischten Alters - man könnte mal eine Männerquote einführen. Aber das Fünftel Männlichkeit schlägt sich gar nicht schlecht in den ersten Übungen: zuerst nehmen alle eine Art Konzentrationspose ein (Sama stithi), danach folgt ein erwärmender Bewegungsablauf mit dem schönen Namen "Sonnengruß" (Surya namaskar). Falls jemand den ganzen Arbeitstag Zahlentabellen und Graphiken am PC verfolgt hat, wird nun seine Wirbelsäule und die Sehnen in den Kniekehlen besser spüren, denn diese werden besonders langgezogen. Dadurch, dass jede Dehnung einige Sekunden gehalten und wiederholt wird, kräftigt man gleichzeitig den ganzen Körper. Und: diese engen Liegestütze für den Trizeps konnte ich noch nie...

Schmerzen und Verspannungen wegatmen!
Sabine Mangold beschreibt während des Kurses die Übungen und die optimale Atmung. DieUjjayi - Atemtechnik spielt eine wichtige Rolle. Bestimmte Haltungen empfinden AnfängerInnen sicherlich zunächst als Verrenkungen. Dabei kommt man schon in andere Bewusstseinszustände, etwa: AUTSCH! Bin ich steif!! Mit bewusstem Atmen kann man wirklich die Schmerzen wegpusten. Funktioniert!

"Power Yoga ist eine Art der Weiterentwicklung des Hatha Yoga", erklärt mir die Yoga - Lehrerin. Und besagtes Hatha Yoga basiere auf dem Ashtanga Vinyasa Yoga, ist also Bestandteil indischer Tradition. Mein Puls hämmert: ich probiere nämlich gerade einen Kopfstand, den ich ungefähr seit Schulzeiten nicht mehr gemacht habe. Ein Erfolgserlebnis! Überhaupt fühlt man sich zum Ende des Kurses ganz und gar langgezogen und gestärkt, da ALLE Gliedmaßen und Sehnen in Aktion gebracht werden. Die "Asanas", wie die Kräftigungsübungen heißen,tragen so schöne Namen wie "Fisch" oder "Baum" und erwärmen den ganzen Körper.

Gegen den schnellen Tagesrhythmus: Gelassenheit tanken
Zum Schluss ommmmmt aber doch noch eine männliche Stimme vom Tonträger in mein Ohr und verschwimmt mit sphärischen Klängen. Der Raum ist abgedunkelt,ich liege platt wie eine Flunder auf meiner Matte. Die letzten fünf Minuten gelten ganz und gar der Entspannung. Sabine gibt zusätzliche, sanfte Anweisungen, die bei normaler Betrachtung sicherlich seltsam anmuten - aber ungelogen: ich habe noch nie so bewusst mein Gehirn nach hinten gezogen!

Für all diejenigen, die sich nicht so gymnastisch veranlagt fühlen,gibt es im April einen sanften Anfängerkurs in Yoga. Einfach bei Holmes Place nachfragen und den alltäglichen Verkrampfungen ade sagen!

Telefon 2062 - 4949 oder www.holmesplace.de


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Beitrag vom 20.10.2002

AVIVA-Redaktion