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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 12.05.2005


Berlin meets Qatar
Sylvia Rochow

Justine Henin-Hardenne ist erst die zweite Spielerin, - Steffi Graf sicherte sich insgesamt neun Mal den Titel auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß - die die German Open mehr als zwei Mal gewann.




© Bonnie Glänzer
Die Spannung war groß, schon bevor auf dem wunderschönen Gelände des LTTC Rot-Weiß überhaupt ein Schlag stattfand. Berlin meets Qatar hieß es in diesem Jahr zum ersten Mal bei den German Open vom 2. bis 8. Mai 2005, nachdem der Tennisverband des Scheichtums am Persischen Golf die Rechte an Deutschlands größtem Damen-Turnier vom Deutschen Tennis Bund (DTB) erworben hatte.

Alle im Vorfeld geäußerte Skepsis oder Bedenken, ob die Umgestaltung der Anlage rechtzeitig gelingen würde, konnten vom ersten Tag an vergessen werden, das Gelände präsentierte sich als orientalische Oase im Grunewald. Wie nun schon seit Jahrzehnten erfreuliche Tradition, traten die weltbesten Tennisspielerinnen auch 2005 in der Hauptstadt an, und dem Publikum sollten einige Überraschungen geboten werden. So stand das diesjährige Turnier für die fünf Top-Gesetzen unter keinem Stern. Für die erfreulichste Überraschung aus deutscher Sicht sorgte dabei die Benratherin Julia Schruff, die nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld gekommen war. Die 22jährige besiegte in der 2. Runde sensationell die russische Weltranglisten-6. Anastasia Myskina in drei Sätzen. Auch Myskinas Landsfrau, die bei den German Open an Nr. 4 gesetzte US Open-Siegerin Svetlana Kuznetsova, kam lediglich ins Viertelfinale.

© Bonnie Glänzer
Besonderes Pech hatte die ehemalige Weltranglisten-1. Kim Clijsters. Seit gerade einmal zwei Monaten war die Belgierin nach fast einjähriger Verletzungspause wieder auf der Tour aktiv, als sie in ihrem Achtelfinal-Match aufgrund einer Knieblessur aufgeben musste.

Auch die Topgesetzten, Maria Sharapova (Russland) und Amélie Mauresmo (Frankreich), schafften es nicht bis ins Finale. Die 25jährige Titelverteidigerin war nach mehrwöchiger Turnier- und Trainingspause im Viertelfinale chancenlos gegen die spätere Finalistin Nadia Petrova aus Russland. Sharapova hätte mit einem Turniersieg die Spitze der Weltrangliste erobern können, scheiterte aber im Viertelfinale an der späteren Siegerin Justine Henin-Hardenne.

Die Belgierin bezwang in einem begeisternden, wenn auch mehrfach von Regen- und Hagelschauern unterbrochenen, Endspiel Nadia Petrova mit 6:3, 4:6, 6:3.

Weitere Infos unter www.content.german-open.org


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Beitrag vom 12.05.2005

Sylvia Rochow