Päm Hartfield und Elke Steiner im Interview - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Anime + Comics
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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2020 - Beitrag vom 13.07.2003


Päm Hartfield und Elke Steiner im Interview
Gerlinde Behrendt

Wir haben die Renate-Zeichnerinnen in der Tucholskystraße besucht und zur Renate 12 und der Berliner Comic Szene befragt



AVIVA-Berlin:Diesmal ist das Thema der Renate Pornographie. Ihr habt Euch das Thema selbst ausgesucht.Das ist doch ein Männerthema – oder?
Päm Hartfield und Elke Steiner:Offensichtlich werden Pornos meist von Männern für Männer hergestellt. Das hat uns gestört, wir wollten das etwas aufmischen. Ausserdem war Renate zu brav geworden – jetzt traut sie sich mal wieder was. Wir hatten Lust, Pornocomics von Frauen und Männern einzusammeln - auch aus Neugier.

AVIVA-Berlin:Comics in Europa und Amerika, auch künstlerische Comics, galten bisher eher als männlich geprägte Kunst. In der Renate 12 werden jetzt 12 Comiczeichnerinnen vorgestellt. Ist das jetzt eine "Offensive der Zeichnerinnen"?
Päm Hartfield und Elke Steiner:Die Offensive hat schon lange vor uns stattgefunden. Einen Namen haben sich zum Beispiel Isabel Kreitz, Anke Feuchtenberger, Annie Goetzinger, Lillian Mousli und Julie Doucet gemacht, um nur mal ein paar zu nennen. Dass es gute Comiczeichnerinnen gibt, ist keine neue Entdeckung! Aber sicher dauert es einfach, bis das in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird (es sind übrigens 14 Zeichnerinnen)

AVIVA-Berlin:Comics sind ein Bestandteil der städtischen Kultur. Gibt es einen Berliner Stil bei den Comics?
Päm Hartfield und Elke Steiner:Nein, unserer Meinung nach gibt es keinen einheitlichen "Berliner Stil"- zum Glück! Es sind lauter einzelne Leute – teils auch in Gruppen zusammengeschlossen wie Monogatari oder Berlin Comix- und sie arbeiten sehr unterschiedlich. Vielleicht kommen Geschichten, die Großstadterfahrungen thematisieren, häufiger vor.

AVIVA-Berlin:Gibt es für Euch Vorbilder, auch weibliche Vorbilder, die Euch beeinflussen? Prägen japanische Mangas jetzt auch die Berliner Szene?
Päm Hartfield und Elke Steiner:Natürlich hat jede so ihre eigenen Vorbilder. Mit Mangas haben wir uns beide noch nicht so intensiv befasst. Aber andere Kollegen natürlich schon - es scheint sehr inspirierend zu sein!

AVIVA-Berlin:Renatecomics erscheinen unregelmässig in der Comicbibliothek Renate in der Tucholskystrasse. Seit wann gibt es Renate? Wer gibt sie heraus? Wer veröffentlicht in Renate?
Päm Hartfield und Elke Steiner:Renate führt ein Doppelleben: Seit 1989 gibt es sie als Zeichnergruppe und seit 1992 ist sie auch Bibliothekarin. Renate veröffentlicht im Selbstverlag, mit Ausnahme der Nr. 10, die bei Jochen Enterprises (Berlin) herauskam. Es lohnt sich immer, die Neuigkeiten auf der Internetseite zu beachten: www.renatecomics.de



Anime + Comics Beitrag vom 13.07.2003 Gerlinde Behrendt 





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