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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 28.04.2004


Medienkompetenz für Eltern
Anne Winkel

In dreistündigen Seminaren bekommen Vater und/oder Mutter die Möglichkeiten und Grenzen der vorwiegend von Jugendlichen genutzten Medien aufgezeigt. Im Vordergrund steht der Gebrauch des Internets.




Medienkompetenz ist zu einem (politischen) Schlagwort avanciert. Projekte wie "Schulen ans Netz" sollen den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit den (neuen) Medien lehren. Bei Eltern dominiert in Bezug auf die Medien eine sorgenvolle Haltung. Wie lange darf mein Kind vor dem Computer sitzen? Was wird konsumiert und wie? Besonders brisant ist das Thema "Gewalt in den Medien", das häufig mit einem drohenden Zeigefinger angeprangert wird. Nach wie vor ungeklärt ist aber die Frage, ob Gewalt in den Medien tatsächlich zu erhöhter Gewalt im "realen" Leben führt. Sind es die Medien, die gewalttätig machen? Oder suchen sich gewaltbereite Jugendliche entsprechende Medieninhalte heraus?

In der Regel wissen Jugendliche sehr genau, welche Programme sie sehen möchten. Damit sie aber nicht ausschließlich Unterhaltungselemente konsumieren, sondern die vielfältigen Möglichkeiten des Internets nutzen, benötigen sie entsprechende Kompetenz. Hier werden immer wieder die Schulen zur Verantwortung gezogen. Doch vergleichbar mit der Lesekultur ist es hilfreich, wenn Kinder auch im Elternhaus auf Hilfe und Vorbilder zurückgreifen können.

Viele Eltern fühlen sich von der Informationsfülle und Schnelligkeit des Internets überfordert. Sie finden keine Orientierung und können mit den technischen Fertigkeiten ihrer Kinder nicht Schritt halten. Um diesen Eltern Sicherheit im Umgang mit dem Medium (und ihren Kindern) zu vermitteln, wurde 2003 die "Bildungschance Internet" gegründet. Das Gemeinschaftsprojekt von "T-Com", der
Aktion "Frauen ans Netz", dem Verein "Schulen ans Netz", der Programmzeitschrift "TV TODAY" und vielen Weiterbildungseinrichtungen führt ab dem 10. Mai 2004 an 120 Aktionsorten Schulungen für ratsuchende Eltern durch.

Die dreistündigen Seminare beginnen mit einer auch für Laien verständlichen Einführung in die virtuelle Welt. Danach zeigen die Expertinnen und Experten, wie Eltern das Internet gemeinsam mit ihren Kindern als Informations- und Kommunikationsmedium nutzen können: Die Kursteilnehmenden erfahren mehr über die Nutzung von E-Mail und Suchmaschinen und lernen die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten an das Netz kennen. Zentrales Thema ist weiterhin, mit welchen Einstellungen oder Filterprogrammen der Nachwuchs vor gefährlichen Inhalten geschützt werden kann. Zusätzlich werden den Kursteilnehmenden spezielle Internetangebote für Eltern vorgestellt”.
Die Teilnahme an einem Seminar kostet 9,90 Euro.

Informationen zur Initiative, Termine und Orte der angebotenen Seminare
finden Sie unter
www.frauen ans netz
oder rufen Sie die kostenlose T-Com-Hotline an: 0800 3330054.


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Beitrag vom 28.04.2004

AVIVA-Redaktion