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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 07.03.2008

Die Preistr├Ągerinnen der Stiftung Zur├╝ckgeben 2008
Sharon Adler

Wie jedes Jahr wurden Projektzusch├╝sse und Stipendien an in Deutschland lebende Frauen j├╝discher Religionszugeh├Ârigkeit und/oder Herkunft aus Musik, Film, Literatur, Malerei und Forschung vergeben.



Der Vorstand der Stiftung Zur├╝ckgeben unterst├╝tzt in diesem Jahr zehn j├╝dische K├╝nstlerinnen mit Projektzusch├╝ssen in H├Âhe von insgesamt 25.000 Euro. Die Auswahl traf eine Jury, der j├╝dische Frauen aus Kultur und Wissenschaft angeh├Âren.

Von der Stiftung Zur├╝ckgeben
gef├Ârderte K├╝nstlerinnen und Wissenschaftlerinnen in 2008:


Anna Adam. Sie wird gef├Ârdert f├╝r die Entwicklung eines modernen Thorawimpels im Zusammenhang ihres Vorhabens, altes j├╝disches Kunsthandwerk wieder zu beleben. Weitere Infos und Kontakt: www.ganzschoenjuedisch.de

Dr. Vera Bendt. Die Museumswissenschaftlerin und Autorin wird gef├Ârdert f├╝r die Ver├Âffentlichung der Familienbiographie der Mannheimer j├╝dischen Familie Zimmern. Sie begann 1979 im fr├╝heren Berlin Museum in leitender Funktion mit dem Aufbau des J├╝dischen Museums. Von 2000 bis zu ihrem Dienstende 2004 ├╝bernahm sie im Auftrag der Stiftung J├╝disches Museum Berlin spezielle Forschungsaufgaben und Recherchen zu j├╝discher Zeremonialkunst aus Berliner Synagogen, Familienbiographien und einzelne Nachforschungen nach Opfern des Holocaust. Ab April 2008 k├Ânnen fr├╝here Ver├Âffentlichungen aus den Aufbaujahren des J├╝dischen Museums Berlin und neuere wissenschaftliche Arbeiten ├╝ber die Internet-Seite www.bendt.org abgerufen werden.

Alina Gromova. Sie wird gef├Ârdert f├╝r ihre Forschung ├╝ber "Russische Juden als Transmigranten in Deutschland und Israel seit 1880" im Rahmen ihrer Dissertation. www.judeninostpreussen.de

Marion Kahnemann. Sie wird gef├Ârdert f├╝r die Gestaltung von "Denkorten" mit einer Kunstinstallation an drei ausgew├Ąhlten Pl├Ątzen in Dresden, die an die Ausgrenzung der Juden -Verbot des Betretens ├Âffentlicher Gr├╝nanlagen- ab 1938 bzw. 1940 erinnern. www.dresden-art.de

Bella Kalinowska. Sie wird gef├Ârdert f├╝r die Produktion einer CD mit der Musik von j├╝dischen Frauen-Kompositionen aus dem 19.-20. Jahrhundert, die sie als Pianistin zusammen mit einem Bratschisten einspielt.
www.zentralratderjuden.de

Ruth Olshan Sie wird gef├Ârdert f├╝r ihren in Arbeit befindlichen Film "Being Kosher", der die merkw├╝rdigen Widrigkeiten und Weisheiten des J├╝dischen Alltags zeigt. www.kuenstlerinnenpreis.nrw.de

Julia Ovrutschskaja. Sie wird gef├Ârdert durch einen Druckkostenzuschuss f├╝r den Katalog f├╝r die Ausstellung der von ihr gestalteten Bilderserie "Reise der Seele" zum Thema Immigration. www.malkurse-ffm.de

Elisabeth Reuter. Sie wird gef├Ârdert f├╝r einen Bilderzyklus mit verschiedenen Techniken zu Texten von Franz Kafka, Gertrud Kolmar und Edmond Jabe`s, der die Beziehungen der K├╝nstlerin und der zwei K├╝nstler zu ihrer j├╝dischen Identit├Ąt zeigen soll. www.elisabeth-reuter.de

Mimi Sheffer. Sie wird gef├Ârdert f├╝r die Produktion einer CD mit Kunstliedern mit liturgischem Bezug, die von j├╝dischen Frauen unter dem Nazi-Regime komponiert wurden.

Efrat Stempler. Sie wird gef├Ârdert f├╝r eine Tanztheaterproduktion, bei der sechs Menschen - eingeschlossen mit einer tickenden Bombe in einem ├Âffentlichen Raum - T├Ąter und Opfer sein k├Ânnen.

Die Stiftung Zur├╝ckgeben wurde im Jahr 1994 in Berlin ins Leben gerufen Angeregt wurde sie durch eine Initiativgruppe j├╝discher und nichtj├╝discher Frauen. Diese handelten im Wissen um die Zerst├Ârung von Arbeits- und Existenzm├Âglichkeiten j├╝discher Menschen und aus der Erkenntnis heraus, dass alle in der NS-Zeit zur "Volksgemeinschaft" z├Ąhlenden Deutschen Vorteile aus der Entrechtung, Auspl├╝nderung und Beraubung der Juden gezogen haben. Viele profitierten pers├Ânlich von der "Arisierung" j├╝dischen Besitzes oder zogen Vorteile aus den Berufsverboten und gaben die im NS-Staat verbreiteten und weniger offensichtlichen Vorteilsnahmen an die Nachgeborenen weiter.

Anliegen der Stiftung Zur├╝ckgeben war und ist es, die ErbInnen dieser historischen Ereignisse aufzufordern, durch Spenden und Zustiftungen einen Beitrag zu leisten, um j├╝disches Leben in Deutschland zu f├Ârdern.
Nach der Schoa galt Deutschland vielen Juden und J├╝dinnen als "gebranntes Land", in dem man "auf gepackten Koffern" sa├č, weil eine j├╝dische Zukunft "hier" nicht vorstellbar war. Entgegen dieser Haltung war in den 1990er-Jahren eine zunehmend selbstbewusste Generation j├╝discher Nachkommen herangewachsen, die nicht mehr an Ausreise dachte. J├╝disches Leben begann zunehmend ├Âffentlich zu florieren und Bem├╝hungen um ein Ankn├╝pfen an eine fast zerst├Ârte j├╝dische Kultur wurden sichtbar. Inzwischen hat sich eine Vielfalt j├╝dischen Lebens in Deutschland entwickelt. Diese Entwicklung will die Stiftung Zur├╝ckgeben f├Ârdern und unterst├╝tzen.

F├╝r weitere Informationen:

Zur├╝ckgeben
Stiftung zur F├Ârderung J├╝discher Frauen in Kunst und Wissenschaft

Im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Stra├če 4
D-10405 Berlin
Tel.: +49 30 - 42 02 26 45
Fax: +49 30 - 42 02 33 30
E-Mail: info@stiftung-zurueckgeben.de
Website: www.stiftung-zurueckgeben.de

Interviews Beitrag vom 07.03.2008 Sharon Adler 





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