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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 02.04.2012

Interview mit Regine Rapp, Leiterin und Kuratorin von Art Laboratory Berlin
Sharon Adler

Die Kunsthistorikerin promoviert derzeit in Berlin √ľber die Raum√§sthetik der Installationskunst der 90er Jahre, ist Mitglied der International Association on Word and Image Studies (IAWIS) und ...



... Synapse (Haus der Kulturen der Welt). Regine Rapp arbeitet auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und lehrt dort Kunstgeschichte und kuratorische Praxis. Weitere wissenschaftliche Schwerpunkte bilden Bild- und Schrifttheorie, die russische Moderne und Postmoderne, das K√ľnstlerbuch im 20. Jahrhundert.

AVIVA-Berlin: 2006 haben Sie mit einem internationalen Team von KunsthistorikerInnen und K√ľnstlerInnen Art Laboratory Berlin e. V. gegr√ľndet. Das Hauptinteresse liegt auf der Pr√§sentation und Vermittlung zeitgen√∂ssischer Kunst an der Schnittstelle zu anderen kreativen Bereichen. Welche Bereiche sind das und wie setzen Sie Ihr Vorhaben um?
Regine Rapp: Der Ansatz, Kunst im interdisziplin√§ren Kontext auszustellen und zu diskutieren, hatte sich aufgrund der vielen unterschiedlichen Fachgebiete von uns InitiatorInnen im Gr√ľndungsjahr 2006 ergeben. Mit Einzug in unsere Ausstellungsr√§ume in die Prinzenallee im M√§rz 2007 begannen wir mit Ausstellungsserien wie "Kunst & Musik" und "Kunst & Text" im Jahre 2007, letztere war mein pers√∂nlicher Schwerpunkt. Die kuratorische Dialogform bei Art Laboratory Berlin erwies sich als derart ergiebig, dass wir mit Reihen wie "Kunst & Naturwissenschaft" (2008) und "Kunst & Recht" (2009) fortfuhren. Mein Partner Christian de Lutz und ich haben seit 2010 noch eine neue Reihe konzipiert: "Artists in Dialog", die stets zwei k√ľnstlerische Positionen komparatistisch vorstellt ‚Äď ihnen ist entweder ein Thema, ein Motiv oder eine k√ľnstlerische Strategie gemein.
Was die Umsetzung der Ausstellungen bei Art Laboratory Berlin betrifft, so planen wir zusammen mit den Ausstellungen stets ein Rahmenprogramm, das die Ausstellungsprojekte in Kontext setzt und ausgew√§hlte Gruppen von RezipientInnen anspricht. Oft sind die ausstellenden K√ľnstlerInnen zu Gast und geben Artist Talks, was ich immer sehr sch√§tze. F√ľr StudentInnen-Gruppen bieten wir auch Seminare oder Workshops zu den Themen der jeweiligen Ausstellung an. Im Rahmen der Ausstellung Sol LeWitt: Artist¬īs Books 2011 hatte ich ein zweit√§giges interdisziplin√§res internationales Symposium parallel zur Ausstellung konzipiert. Dies war f√ľr mich ein sehr wichtiger Moment, denn da haben sich meine T√§tigkeiten als Kunsthistorikerin und Kuratorin auf produktive Weise √ľberschnitten. Die Verbindung von Forschung und Praxis hat eine gro√üe Synergie freigesetzt: diskutieren im Konferenzsaal zum einen und die Artefakte nebenan in der Ausstellung studieren und neu befragen.

AVIVA-Berlin: Aktuell stellt Art Laboratory Berlin im Rahmen der Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe Time & Technology die aktuellen Themen Technologie und Zeitwahrnehmung im Kontext internationaler k√ľnstlerischer Produktion zur Diskussion. Welche Beweggr√ľnde f√ľhrten zur Einf√ľhrung dieser speziellen Reihe?
Regine Rapp: Ja, das Interesse f√ľr die Aspekte Technologie und Zeit(wahrnehmung) ist aus zweierlei √úberlegungen heraus entstanden ‚Äď zum einen aus einer (kunst)historischen Reflexion, zum anderen aus einer Auseinandersetzung mit unserer gegenw√§rtigen digitalen Kommunikationsgesellschaft.
Die kunsthistorische Reflexion setzt in der Zeit vor hundert Jahren an, als die noch junge Avantgarde-Bewegung in West- und Osteuropa in zahlreichen ihrer k√ľnstlerischen Arbeiten auf die Impulse der sich rasant ver√§nderten Gesellschaft reagiert hatten. Die technologischen Errungenschaften und damit insbesondere das Thema der Dynamik wurden beispielweise im Futurismus aufgegriffen. Die russische K√ľnstlerin Natalya Goncharova hat 1913 einen Fahrradfahrer im Moment seiner Fortbewegung festgehalten. Es gibt zahlreiche Beispiele aus der Avantgarde-Bewegung vor einem Jahrhundert, welche die Faszination von Geschwindigkeit, der (technischen) Verdichtung des allt√§glichen Lebens und das Thema Zeit k√ľnstlerisch reflektierten.
Zum gegenwartsbezogenen Teil der Reflexion, die zur Reihe Time & Technology f√ľhrte: Die aktuellen technologischen Errungenschaften f√ľr die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts stellen im historischen Vergleich eine √§hnlich radikale Ver√§nderung dar. Schon der Fortschritt der Kommunikationstechnologie, die neuesten Formen unseres sozialen Austauschs, erfordert ein st√§ndiges Upgrade von Hard- und Software, bringt eine ver√§nderte Zeitwahrnehmung mit sich und pr√§gt unsere intensive multisensorische Wahrnehmung. In unserer Reihe Time & Technology zeigen wir k√ľnstlerische Positionen, die das Auffangen von Zeit (digitale Formen des Zeitlichen und des Verzeitlichens), die Produktion und √úberproduktion von Zeitarchiven, oder auch die Erprobung unterschiedlicher M√∂glichkeiten der Zeitmessung reflektieren.

AVIVA-Berlin: Gegenw√§rtig zeigen Sie Fantastic Time Machines als dritte Ausstellung der Reihe Time & Technology mit den Arbeiten Time Sifter der israelischen, in New York lebenden K√ľnstlerin Shlomit Lehavi und der Arbeit The Reversing Machine der britischen K√ľnstler Sam Belinfante und Simon Lewandowski. Der dialogische Aufbau erinnert dabei auch wiederum an die Reihe "Artists in Dialog", die Sie 2010 gestartet haben. Inwieweit forcieren Sie den Dialog und was bewirkt er?
Regine Rapp: Stimmt, die beiden Positionen in den zwei Ausstellungsr√§umen sind durchaus dialogisch zu verstehen, sie unterscheiden sich angesichts ihrer √§sthetischen Mittel zwar stark voneinander, haben aber in thematischer Hinsicht ‚Äď als Zeitmaschinen, Zeitarchive, temporale Visualisierungsmodi ‚Äď sehr viel gemein.
Shlomit Lehavis Arbeit Time Sifter basiert auf einem komplexen digitalen Programm, was aber auf den ersten Anschein nicht auff√§llt. Es sind 20 Videoarbeiten der K√ľnstlerin aus den letzten zehn Jahren (in der W√ľste bei Los Angeles, am Strand in Israel, auf einer Demonstration in Porto, im Uhrenmuseum in Kopenhagen, etc.), die auf gro√üen t√ľrkischen Haushaltssieben zu sehen sind. Diese skulpturalen Bildtr√§ger, die bewusst im starken Kontrast zur hochkomplexen Technik stehen, hat die K√ľnstlerin auf einem Markt in Istanbul gefunden und mit Filmprojektionsfolie beschichten lassen. Die Installation setzt auf Partizipation: Die BesucherInnen k√∂nnen die Siebe um ihre eigene Achse drehen und damit von Video- zu Videoaufnahme wechseln. Die RezipientInnen entschieden letztendlich, welche Videoausschnitte wie lange auf den drei Sieben zu sehen sind. Neben dem Aspekt der filmischen Autobiographie verweist diese Arbeit auf die Videokunst als zeitbasierte Kunst und als Aufzeichnungsmedium der Vergangenheit f√ľr die Zukunft.
W√§hrend die technische Beschaffenheit bei Shlomit Lehavis Arbeit kaum sichtbar ist, tritt die √Ąsthetik des Mechanischen in der neu geschaffenen Installation The Reversing Machine (A Theatre of Kayros and Chronos) der britischen K√ľnstler Sam Belinfante & Simon Lewandowski sehr deutlich zutage. Diese Arbeit, die zahlreiche Verweise auf die Fluxus-Bewegung in sich tr√§gt, legt das Prinzip von Zeit offen: Mithilfe eines Wendegetriebes l√§uft die vielteilige Maschine st√§ndig vorw√§rts und r√ľckw√§rts (insgesamt fast 4:33 Minuten, als Reminiszenz an John Cage). Dabei werden mithilfe zahlreicher Getriebe ein Plattenspieler, ein Diaprojektor und andere Maschinen angetrieben. Die Vorw√§rts- und R√ľckw√§rtsbewegungen der Maschine erscheinen in ihrer redundanten Handlung nicht nur provozierend funktionslos, sie hinterfragen auch das Konzept von Zeit als lineare Bewegung (Chronos) und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der Augenblicks (Kayros). Ein raffiniertes Detail dieser Installation ist der Vorhang, der zun√§chst nicht auff√§llt, da er an einem der beiden gro√üen Schaufenster des Ausstellungsraums angebracht ist. Eine Zeituhr veranlasst, dass er sich in unregelm√§√üigen Abst√§nden immer wieder √∂ffnet und schlie√üt.

AVIVA-Berlin: Nach welchen Kriterien w√§hlen Sie die Themen und die teilnehmenden K√ľnstlerInnen aus?
Regine Rapp: Erst einmal ist zu sagen, dass Art Laboratory Berlin inhaltsorientiert arbeitet und sich nicht von bereits etablierten Namen leiten l√§sst. Da wir ein Kunstverein und keine kommerzielle Galerie sind, steht gl√ľcklicherweise auch das Diktat des Kunstmarkts gar nicht zur Debatte.
Die Themen, die wir derzeit bearbeiten und zur Diskussion stellen, entwickelten wir im Fr√ľhjahr 2010. Ausgehend von der Frage, was das 21. Jahrhundert ausmacht, sind wir neben Time & Technology auch noch auf das Thema Syn√§sthesie gesto√üen. Es umfasst eine kombinierte Wahrnehmung von Licht, Farbe, Lautlichkeit, Tast- und Geruchssinn bis hin zu individuellen r√§umlichen Wahrnehmungsformen ‚Äď auch dies ein hochaktuelles Ph√§nomen gekoppelter Sinneswahrnehmung. Mithilfe eines Open Call haben wir im Sommer 2010 nach interessanten k√ľnstlerischen Beitr√§gen zu diesen Themen gesucht, das Echo war √ľberw√§ltigend. Unsere Syn√§sthesie-Reihe mit einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung wird ab Ende 2012 und √ľber das Jahr 2013 zu sehen sein.
Abgesehen von einem Open Call lerne ich K√ľnstlerInnen ja auch √ľber Ausstellungen, KollegInnen oder Publikationen kennen. Die darauffolgenden konkreten Ausstellungskonzepte gehen dann mit zahlreichen Atelierbesuchen einher (manchmal auch virtuell) und ‚Äď was mir besonders wichtig ist ‚Äď intensiven Gespr√§chen mit den K√ľnstlerInnen.

AVIVA-Berlin: Sie sind Kunsthistorikerin und promovieren derzeit in Berlin √ľber die Raum√§sthetik der Installationskunst der 90er Jahre. Was macht f√ľr Sie pers√∂nlich diese besondere Kunstform aus und in wieweit unterscheidet sie sich grundlegend von der Installationskunst des 21. Jahrhunderts?
Regine Rapp: Die Installationskunst hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts tats√§chlich zu einer eigenst√§ndigen Kunstgattung entwickelt. Es geht darum, einen ganzen Raum k√ľnstlerisch zu bespielen oder den umliegenden (Ausstellungs-)Raum bewusst in die k√ľnstlerische Arbeit einflie√üen zu lassen. So spricht man auch von einer ortsspezifischen Kunstform. Als intermediale Kunstform bezieht sie die Interaktion der BesucherInnen ein, die Grenzen zu Objektkunst oder Performance sind dabei h√§ufig flie√üend.
Nun ist es erstaunlich zu sehen, wie K√ľnstlerinnen w√§hrend der 90er Jahre unz√§hlige Installationen geschaffen haben, geradezu inflation√§r. Zum einen hat dies mit der Tatsache zu tun, dass die Kunst der 90er Jahre stark auf k√ľnstlerische Praktiken der 60er und 70er Jahre rekurriert, die wiederum von einer intensiven k√ľnstlerischen Auseinandersetzung mit dem sozialen, politischen, psychologischen Raum und nicht zuletzt auch mit dem Ausstellungsraum gepr√§gt waren (vgl. Minimal Art, Konzeptkunst oder Land Art, um nur einige zu nennen). Im Gegensatz zu den ¬īEnvironments¬ī der 60er oder 70er Jahren erscheinen viele Installationen der 90er Jahre weitaus narrativer, ja bisweilen ¬ībarock¬ī in ihrem erz√§hlerischen Duktus.
Mich interessieren auch Installationen, die auf ein illusionistisches Eintauchen setzen ‚Äď ich nenne das Trompe-l¬īŇďil-Momente. Mit Trompe-l¬īŇďil ist in der Bildenden Kunst eine jahrhundertealte Form der Augent√§uschung aufgrund einer m√∂glichst naturgetreuen Darstellung gemeint. So gibt es zahlreiche internationale Installationsk√ľnstlerInnen, die (wohlgemerkt aus den unterschiedlichsten Beweggr√ľnden!) eine Raumerfahrung erz√§hlerisch und illusionistisch erscheinen lassen. Ein gutes Beispiel daf√ľr ist der Konzeptk√ľnstler Ilya Kabakov, der Ende der 80er Jahre aus Moskau wegging, um sich in New York niederzulassen. Im Westen hat er im Laufe der 90er Jahre seine sogenannten "totalen" Installationen entwickelt, in denen er (zun√§chst noch) vorwiegend Themen des sowjetischen Alltags auf eine ihm eigene hyperrealistische inszenierte, zuweilen auch mit hyperbolisch gesteigerter Doppelb√∂digkeit.
Was die Installationskunst im 21. Jahrhundert von jener der 90er Jahre unterscheidet, sind zweifelsohne die technologischen M√∂glichkeiten. Ansonsten denke ich aber, dass das Zur√ľckgreifen auf die Installationskunst in unserem neuen Jahrtausend nicht derart anders ist als w√§hrend der 90er Jahre. Eine Tendenz ist allerdings zu bemerken, dass die Gr√∂√üe vieler Installationen in den letzten Jahren zugenommen hat, h√§ufig ganze R√§ume, Hallen oder Pavillons inszeniert werden, oftmals nahe an der √Ąsthetik des Spektakul√§ren.

AVIVA-Berlin: In Ihren Forschungen beschäftigen Sie sich auch mit der russischen Moderne und Postmoderne. Warum?
Regine Rapp: Mit der bewussten Wahl meiner Studienf√§cher Kunstgeschichte und Russische Literatur- und Kulturwissenschaften habe ich dieses Themenfeld schon recht fr√ľh anvisiert, ist aber nicht mein einziger Forschungsschwerpunkt. Eine jahrelange Forschung verbindet mich mit der russischen Moderne, explizit dem russischen Futurismus, die in vielerlei Hinsicht ausschlaggebend f√ľr die Entwicklung der Kunst des gesamten 20. Jahrhunderts geworden ist ‚Äď sei es hinsichtlich formal √§sthetischer Stilrichtungen, oder seien es konzeptuelle k√ľnstlerische Ans√§tze. Sp√§ter in meinem Studium setzte ich mich dann auch intensiv mit dem Moskauer Konzeptualismus der 60er und 70er Jahre auseinander, was schlie√ülich unter anderem auch in eine intensive Forschung zum Konzeptk√ľnstler Ilya Kabakov m√ľndete, wie vorhin ja bereits angesprochen.

AVIVA-Berlin: Sie sind Kuratorin, Wissenschaftlerin, arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, lehren Kunstgeschichte und kuratorische Praxis, publizieren, nehmen an Podiumsdiskussionen teil und sind au√üerdem Mitglied der International Association on Word and Image Studies (IAWIS). Wenn der Tag mehr als 24 Stunden h√§tte ‚Äď was w√ľrden Sie noch gern initiieren?
Regine Rapp: (lacht) ...gute Frage! Erst einmal will ich sagen, dass ich mit der Trias von Forschung, Lehre und kuratorischer Praxis durchaus erf√ľllt bin. Gerade die Verbindung der drei Bereiche ist ja so ergiebig: Inhalte, die ich in der Forschung gewinne, in die Lehre weitertragen, Ergebnisse aus dem Ausstellungslabor in die Forschung mitnehmen, Erkenntnisse und Fragen aus den Seminaren auf die Forschung √ľbertragen ‚Äď das alles ist nichts anderes als √úbersetzungsarbeit und insgesamt sehr bereichernd.
Nehmen wir aber nun einfach mal an, unsere Tage h√§tten ab dem n√§chsten Monat pl√∂tzlich 37 Stunden ‚Äď dann w√ľrde ich gerne an einem Konzept einer internationalen Kunst- und Forschungsresidenz arbeiten, wo sich internationale K√ľnstlerInnen und WissenschaftlerInnen zu wechselnden Themen f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum begegnen und austauschen, publizieren und ausstellen k√∂nnen. Diese Form eines Langzeitlabors w√§re grandios...

AVIVA-Berlin: Ihre Vision ‚Äď wohin wollen Sie Art Laboratory Berlin f√ľhren?
Regine Rapp: Auf organisatorischer Ebene w√ľnsche ich mir und uns eine langfristige finanzielle Absicherung. Wir konnten in den letzten Jahren wichtige F√∂rdergelder von √∂ffentlicher und privater Seite im In- und Ausland f√ľr einzelne Ausstellungsprojekte erhalten. Unsere aktuelle Ausstellung Fantastic Time Machines wird auch mit den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds gef√∂rdert, was uns sehr freut. In Zukunft erhoffe ich mir zus√§tzlich zur Projektf√∂rderung auch eine infrastrukturelle F√∂rderung f√ľr die Basis der Institution.
Auf inhaltlicher Ebene m√∂chte ich gerne weiterhin am Konzept von interdisziplin√§ren Ausstellungsreihen mit ausgew√§hlten Themenschwerpunkten festhalten und die Verbindung zwischen k√ľnstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Forschung weiter ausbauen, das beinhaltet auch weiterhin Publikationen. Was wir bisher in Reihen nacheinander gezeigt haben, m√∂chten wir gerne als Gruppenausstellung simultan an einem Ort zeigen. Dies gilt besonders f√ľr die aktuelle Reihe Time & Technology, die wir in Zukunft auf Tour schicken und einem internationalen Publikum zug√§nglich machen wollen.

Als nichtkommerzieller Kunstraum ist Art Laboratory Berlin eine Plattform f√ľr interdisziplin√§re Ausstellungsprojekte im internationalen Kontext. Mit mehreren Themenausstellungen zu jedem dieser Bereiche wurden die vielf√§ltigen Aspekte des Zusammenspiels zweier nicht direkt miteinander in Verbindung stehender Gattungen zur Diskussion gestellt. Gegenw√§rtig stellen die KuratorInnen in der Reihe Time & Technology internationale k√ľnstlerische Positionen vor, die unsere seit den letzten 15 Jahren radial ver√§nderte Zeitwahrnehmung und Kommunikationsweise befragen.
Art Laboratory Berlin f√∂rdert im Rahmen der Ausstellungspraxis den Kontakt zwischen Publikum und K√ľnstlerInnen. F√ľr die Vermittlung der zeitgen√∂ssischen Kunst und der Erforschung ihrer Interaktion mit anderen kreativen Bereichen sind dabei Artist Talks, themenrelevante Vortr√§ge, Filmvorf√ľhrungen, Seminare und Workshops wesentlicher Bestandteil der Veranstaltungen.

Weitere Infos unter: www.artlaboratory-berlin.org

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Shlomit Lehavi - Time Sifter bei Art Laboratory Berlin 23.03. - 29.04.2012 (incl. AVIVA-Interview mit der K√ľnstlerin)

Interviews Beitrag vom 02.04.2012 Sharon Adler 





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