Interviews zur Art...Essenz No. 11 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Interviews
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

etage7
AVIVA-Berlin > Interviews AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.06.2009

Interviews zur Art...Essenz No. 11
Adler, Horst

Drei auf der Kunstmesse vertretene K├╝nstlerinnen und die Gesch├Ąftsf├╝hrerin - Tonia R. Alvarez, Mareike Felsch, Petra Maria Kessler und Cerry Reiche sprechen ├╝ber ihre Arbeit, Herausforderungen..



... und Inspirationen.

Die "Art... Essenz 11" fand statt vom 07. - 09. August 2009 im Sony Center am Potsdamer Platz. Jedes Jahr bietet sie Kunst von 50 bildenden K├╝nstlerInnen: keines der Werke kostet mehr als 100 Euro. Alle K├╝nstlerInnen sind auf der Messe anwesend - so k├Ânnen interessierte BesucherInnen in einen direkten Dialog treten und mehr ├╝ber die Hintergr├╝nde der Arbeit erfahren. Die Kunstmesse wirkt auch als Plattform f├╝r die K├╝nstlerInnen. Hier werden Netzwerke geschaffen und Inspirationen geweckt. Die "Art...Essenz" ist ein farbenfrohes Erlebnis: Radierungen, Skulpturen, Malereien, Scherenschnitte, Fotografien, Collagen und vieles andere mehr gilt es hier zu entdecken.

Drei der vertretenen K├╝nstlerinnen und die Gesch├Ąftsf├╝hrerin im Interview mit AVIVA-Berlin:

Tonia R. Alvarez: Malerei: "Madame, Cocottes, Rebellinnen...alle Arten von Frauen"


Tonia R. Alvarez wurde 1965 in Asturias / Spanien geboren und war Meistersch├╝lerin bei Hermann Kaubisch.
Im Mittelpunkt von Tonia R. Alvarez┬┤ Schaffen stehen verschiedene Facetten von Weiblichkeit. Mit eindringlichem Blick und einer stilistischen Orientierung an der klassischen Moderne erinnert die K├╝nstlerin mit ihren Frauenportraits an Damen, Cocottes und Rebellinnen l├Ąngst vergangener Zeiten.
Interview mit Tonia R. Alvares
AVIVA-Berlin: Worin sehen Sie die Chancen der "Art...Essenz" f├╝r die beteiligten K├╝nstlerInnen?
Tonia R. Alvares: Sie ist eine gute M├Âglichkeit, interessante Menschen kennen zu lernen und neue Kunden zu bekommen.
AVIVA-Berlin: Wie w├╝rden Sie Ihre Kunst beschreiben?
Tonia R. Alvares: Pastell, Tusche, Aquarelle und Skizzen sind meine Welt. Die Frauenbildnisse in meinen Werk sind vielschichtig. Besonders wichtig ist mir Humor und mein Bed├╝rfnis nach Sch├Ânheit.
AVIVA-Berlin: Was inspiriert Sie?
Tonia R. Alvares: Die Menschen, das Leben, die Vergangenheit, die Sch├Ânheit der klassischen K├╝nstler.
AVIVA-Berlin: Was fordert Sie heraus?
Tonia R. Alvares: Die Malerei ist mein Leben, ich male mit Leib und Seele.
AVIVA-Berlin: Ihre aktuellen und/oder geplanten Projekte?
Tonia R. Alvarez: Ein Atelier auf machen, viele Projekte verwirklichen, und am Ende des Sommers eine Ausstellung zu machen. Internetprojekte zu verwirklichen.
Weitere Infos unter: http://trantonia.blogspot.com


Mareike Felsch: Malerei, Collage: "Collagenbilder".


Mareike Felsch wurde 1965 in Kiel geboren. In Berlin absolvierte sie eine Ausbildung zur Mode-Designerin und machte sich mit ihrem eigenen Label selbst├Ąndig. Seit 2004 ist sie als freie K├╝nstlerin t├Ątig.
Sie erstellt Collagen aus Gebrauchsartikeln wie Geschenkpapier, Servietten, bedruckten Taschent├╝chern und Pflanzenb├╝chern, die sie mit Acryl- und Aquarelltechnik zu m├Ąrchenhaften Phantasielandschaften werden l├Ąsst, die an Kinderb├╝cher oder -tr├Ąume erinnern.
Interview mit Mareike Felsch
AVIVA-Berlin: Worin sehen Sie die Chancen der "Art...Essenz" f├╝r die beteiligten K├╝nstlerInnen?
Mareike Felsch: In erster Linie, den Bekanntheitsgrad zu erh├Âhen und auf sich aufmerksam zu machen. Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal als Ausstellerin dabei, und hatte wirklich sehr viel positive Resonanz und auch wunderbar viele Verk├Ąufe.
Durch das internationale Publikum h├Ąngen jetzt meine Bilder an den unterschiedlichsten Punkten auf der Welt und das ist ein sch├Ânes Gef├╝hl.
AVIVA-Berlin: Wie w├╝rden Sie Ihre Kunst beschreiben?
Mareike Felsch: Ich fertige Collagen-Bilder, verwende daf├╝r Fragmente aus Servietten und verbinde dies mit Malerei. Meine Bilderwelten erinnern an Tr├Ąume oder fast vergessene Kinderb├╝cher, sind vielleicht auf den ersten Blick auch Kitsch, aber spielen immer mit der Irritation. Sie haben Ironie und Humor und gleichzeitig etwas sehr Leichtes, Verzaubertes. Sie verf├╝hren zu einem kurzen Verweilen, einem L├Ącheln oder einfach einer kleinen Pause in einer scheinbar heilen Welt.
AVIVA-Berlin: Was inspiriert Sie?
Mareike Felsch: Wie viele K├╝nstler eigentlich alles. Die Natur, Gro├čst├Ądte, Menschen, Reisen, Gespr├Ąche, Musik, Gegens├Ątze und nat├╝rlich auch immer wieder Kunstgenu├č in Form von Ausstellungen, Museen, Theater, Filmen...Also das Leben an sich.
AVIVA-Berlin: Was fordert Sie heraus?
Mareike Felsch: Die Leichtigkeit beim Schaffen zu bewahren. Trotz steigendem Erfolg und immer mehr Optionen, auszuw├Ąhlen und bei mir zu bleiben.
AVIVA-Berlin: Ihre aktuellen und/oder geplanten Projekte?
Mareike Felsch: Seit letztem Jahr bin ich Mitglied im internationalen K├╝nsternetzwerk el-drac mit Sitz in Spanien.
Dadurch habe ich im Juni/Juli eine Ausstellung in einem spanischen Museum in Benicarlo, im Anschlu├č mache ich mit bei der "la vuelta del arte" in El Maestrazgo, SP und es sind weitere internationale Ausstellungen in der Planung, von Rum├Ąnien bis Oslo.
Ansonsten bin ich im Sommer in Berlin vertreten auf der open air gallery/ Oberbaum-br├╝cke Anfang August der auf der Kunstallee in Potsdam Ende Juli. Und nat├╝rlich auf der ART...ESSENZ!
Weitere Infos unter: www.mfelsch.com


Petra Maria Kessler: Grafik, Siebdruck, Fotografie: "Menschen unterwegs in Berlin"


Petra Maria Kessler studierte Design und Grafik und ist freiberuflich in Berlin t├Ątig. Seit 2000 zus├Ątzliche intensive Besch├Ąftigung mit Siebdruck, Fotografie und Malerei.
Berlin ist eine Stadt der Kontraste auf engstem Raum. Im Mittelpunkt der Siebdrucke, Fotos und Grafiken Petra Maria Kesslers steht die Besch├Ąftigung mit diesen Gegens├Ątzen. Anhand von Metrostationen als Dreh- und Angelpunkte f├╝r Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sozialisation beleuchtet sie den Alltag in der Gro├čstadt abseits der g├Ąngigen Tourismus-Routen.
Interview mit Petra Maria Kessler
AVIVA-Berlin: Worin sehen Sie die Chancen der "Art...Essenz" f├╝r die beteiligten K├╝nstlerInnen?
Petra Maria Kessler: Die "Art...Essenz" bietet den K├╝nstlerInnen die M├Âglichkeit, ihre Kunst dem Publikum n├Ąher zu bringen. Der offene, jedoch anspruchsvolle Marktcharakter bietet den Besuchern die M├Âglichkeit, spontan, ohne Galerie-Schwellenangst, sich der Kunst zu n├Ąhern, sich inspirieren zu lassen und mit den K├╝nstlern direkt ins Gespr├Ąch zu kommen. F├╝r die K├╝nstlerInnen ist der direkte Kontakt zum Publikum wichtig, Feedback, Kritik sind belebend und k├Ânnen sich konstruktiv auf das Schaffen auswirken.
Und nicht zu vergessen: Kunst kann auch bezahlbar sein. Werke bis 100 Euro werden angeboten. Und so findet schnell ein Kunstwerk einen neuen begeisternden Besitzer.
AVIVA-Berlin: Wie w├╝rden Sie Ihre Kunst beschreiben?
Petra Maria Kessler: Schwere Frage ÔÇô ├╝ber die eigene Kunst zu schreiben. Was ist schon Kunst?
Ich besch├Ąftige mich seit Jahren intensiv mit Siebdruck. Ich drucke meine Arbeiten selbst. Die Schablonen f├╝r meine Siebdrucke sind entweder gemalt oder es werden Fotos, die zum gr├Â├čten Teil auch von mir aufgenommen wurden, verwendet. Das Besondere an meiner Arbeit ist, dass das Drucken kein monotoner Vorgang ist, es entstehen keine gro├čen Auflagendrucke. Das Sieb wird nicht fest montiert, es wird von mir oft beweglich, als "verl├Ąngerter Pinsel" eingesetzt. Verschiedene hergestellte Schablonen werden kombiniert, z.B. eine Fotoschablone und eine gemalte Schablone. Farben werden w├Ąhrend des Druckvorganges gewechselt. Dadurch entstehen nur kleine Serien, meist jedoch Unikate.
Inhaltlich haben mich schon immer figurative Bildthemen interessiert, die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur in einem spannungsreichen Umfeld.
AVIVA-Berlin: Was inspiriert Sie?
Petra Maria Kessler: F├╝r mich ist es "das Allt├Ągliche", in dem Allt├Ąglichen - das Besondere zu finden - das finde ich inspirierend. So finde ich meine Bildthemen oft in Berlin, in der Stadt in der ich lebe.
Im Mittelpunkt vieler Fotos und Siebdrucke stehen Metrostationen, als Dreh- und Angelpunkte f├╝r Menschen unterschiedlichster Herkunft und Sozialisation.
Mich interessieren diese stark frequentierten Orte ebenso, wie auch die stillen vergessenen Winkel der Stadt, das Spannungsfeld zwischen Hektik und Ruhe - der Mensch im Rhythmus der Stadt.
Gerade Berlin ist durch die ganz eigene Geschichte einer ehemals geteilten Stadt und der quirligen multikulturellen Szene eine unersch├Âpfliche Inspirationsquelle f├╝r mich.
AVIVA-Berlin: Was fordert Sie heraus?
Petra Maria Kessler: Genau das fordert mich heraus!
AVIVA-Berlin: Ihre aktuellen und/oder geplanten Projekte?
Petra Maria Kessler: Aktuell beteilige ich mich an einer Ausstellung, in der unterschiedliche Positionen zum Siebdruck gezeigt werden. Die Ausstellung "Roter Schuh auf blauem Grund" ÔÇô Acht Positionen zum Siebdruck ist in der Galerie Forum Amalienpark vom 27.6.-1.8.09 zu sehen.
Inhaltlich werde ich mich weiter mit dem Thema Menschen in der Gro├čstadt ÔÇô "der Einzelne in der Masse" auseinandersetzen.
Ein weiteres Projekt ist gemeinsam mit der Designerin Ina Kerkhoff in Arbeit. Ausgew├Ąhlte Siebdruckmotive von mir werden auf "Apfelsina" Umh├Ąnge- und Ticket-Taschen, gedruckt. Jede Tasche aus der "Kollektion Berlin" wird individuell entworfen und in Berlin in Kleinserie handgen├Ąht.


Cerry Reiche: Gesch├Ąftsf├╝hrerin der Werbegemeinschaft Sony Center GbR

Seit August 1999 im Sony Center am Potsdamer Platz f├╝r Events und Marketing zust├Ąndig. Seit 01.01.2000 Gesch├Ąftsf├╝hrerin der Werbegemeinschaft Sony Center GbR.
Interview mit Cerry Reiche
AVIVA-Berlin: Woher kommt die Idee hinter der "Art...Essenz"?
Cerry Reiche: Wir m├Âchten Menschen f├╝r zeitgen├Âssische Kunst begeistern und das Sony Center in seiner au├čergew├Âhnlichen Architektur als kommunikatives Forum daf├╝r ├Âffnen. Knapp 50 internationale K├╝nstler ganz unterschiedlicher Stilrichtungen pr├Ąsentieren sich hier drei Tage und stellen ihre Kunst pers├Ânlich vor. Zum Teil fungieren die Verkaufsst├Ąnde auch als Atelier, da Kunstwerke vor Ort produziert werden. In der ungezwungenen, lebendigen Atmosph├Ąre der ART...ESSENZ k├Ânnen die Besucher eventuelle Ber├╝hrungs├Ąngste ├╝berwinden und mit den K├╝nstlern ins Gespr├Ąch kommen und dadurch mehr ├╝ber die Techniken, Prozesse und kreativen Kr├Ąfte erfahren, die zur Entstehung eines Kunstwerks beitragen.
AVIVA-Berlin: Gew├Âhnlich wird mit Kunst Wert assoziiert. Warum verkaufen Sie Kunst zu erschwinglichen Preisen?
Cerry Reiche: Die zeitgen├Âssischen Werke aus allen bildnerischen Sparten - von Malerei ├╝ber Grafik und Fotografie bis hin zu Collagen, Objekten und Skulpturen - werden eigens f├╝r die ART...ESSENZ produziert. Die Herstellung von Unikaten, limitierten Auflagen und Multiples erm├Âglichen es, hochwertige Kunst im Sony Center zu erschwinglichen Preisen anzubieten.
AVIVA-Berlin: Wie wird das Konzept angenommen?
Cerry Reiche: Das Konzept wird sowohl von den K├╝nstlern als auch vom Publikum sehr gut angenommen. F├╝r die K├╝nstler ist die ART...ESSENZ ein idealer Ort, um Kontakte untereinander und zu potentiellen K├Ąufern zu kn├╝pfen. Andererseits nutzen die Besucher, vom Kunstkenner bis zum Kunst-Einsteiger, die Gelegenheit, die K├╝nstler pers├Ânlich kennen zu lernen. Sie sind begeistert ├╝ber die M├Âglichkeit, hochwertige Kunst zu einem guten Preis erwerben zu k├Ânnen.
AVIVA-Berlin: Vor welchen Herausforderungen stehen Sie bez├╝glich der Realisierung?
Cerry Reiche: Die Zahl der Bewerbungen steigt von Jahr zu Jahr. Leider k├Ânnen wir nur eine begrenzte Anzahl von K├╝nstlern teilnehmen lassen. Die Auswahl ist daher eine schwierige Aufgabe und bei manchen Bewerbern f├Ąllt es uns besonders schwer, absagen zu m├╝ssen.
AVIVA-Berlin: Was sind die Aufgaben und Projekte der Werbegemeinschaft Sony Center GbR, deren Gesch├Ąftsf├╝hrerin Sie sind?
Cerry Reiche: Wir wollen das hervorragende Image des Sony Centers weiter st├Ąrken. Besonders gelingt uns das mit Veranstaltungen, die sowohl Berlinern als auch Touristen gefallen. Neben der Art...Essenz organisieren wir weitere au├čergew├Âhnliche, j├Ąhrlich stattfindende Events, die sich gro├čer Beliebtheit erfreuen. Die "Lesungen in den Jurten" im Januar und "Herzgr├╝n ÔÇô Liebeslieder im Gew├Ąchshaus" im Fr├╝hling haben eine gro├če Fangemeinde gewonnen. Unsere Veranstaltungen sind grunds├Ątzlich kostenlos f├╝r die Besucher und k├Ânnen in dieser Hinsicht als Geschenk an Berlin und unsere Besucher verstanden werden.


Kunstmesse ART...ESSENZ No. 11 ÔÇô Kunst bis 100 Euro

Weitere Infos unter: www.artefakt-berlin.de/projekt_artessenz

Interviews Beitrag vom 14.06.2009 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken