Aktion Shoppen in Sderot - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 8/8/5781 - Beitrag vom 24.02.2008


Aktion Shoppen in Sderot
Sharon Adler

Solidarität mit den BewohnerInnen von Sderot, deren Stadt täglich von Kassamraketen aus dem Gazastreifen getroffen wird. Achtjähriger und 19 jähriger Bruder wurden bei Raketenangriff schwer verletzt




In einigen Hundert Autos aus Yad Mordechai und in Konvois und Bussen aus dem ganzen Land machten sich am Vormittag des 22.02.08 Israelis auf den Weg nach Sderot, um dort ihre Einkäufe für Schabat zu erledigen. Mit dieser Aktion möchten sie ihre Unterstützung und Solidarität mit den BewohnerInnen dieser Stadt nahe Gazastreifen zum Ausdruck bringen.
Am frühen Morgen starteten die Konvois aus Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und Raanana Richtung Sderot.

"Wir sind hier heute hingekommen, um die Leute, die hier so leiden, aufzumuntern. Unser Ziel ist einzukaufen, sie damit zu unterstützen und ihnen zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben!", so ein junger Mann aus Hadera.

Ilan Cohen aus Modi´in, der diese Aktion organisierte, hat dem Armee-Radio von seiner Begeisterung darüber berichtet, dass über 10.000 Menschen in die Stadt strömen und rief noch einmal dazu auf, nach Sderot zu kommen.
Auch viele Organisationen und Stadtverwaltungen aus dem ganzen Land beteiligen sich an dieser Aktion.

Ein Bewohner aus Sderot angesichts des hohen plötzlichen Verkehrsaufkommens in der Stadt: "Es ist absolut erstaunlich, zu sehen, was hier geschieht…. Auch wenn es sich anfühlt, dass die Regierung nicht an unserer Seite ist, die Menschen sind es in der Tat. Diese Initiative hilft wirklich unseren Geschäften und zu sehen, dass Busse von anderen Städten gesandt wurden, ist wirklich herzerwärmend."

Für den 22.02.08 wurde eine Demonstration in Tel Aviv von StudentInnen des Sapir College organisiert, die durch die Shenkin Straße führt und die Unterstützung mit den BewohnerInnen für Sderot ausdrückt.

Allein in diesem Jahr sind über 400 Kassamraketen aus dem Gazastreifen in Sderot und in der Region des westlichen Negev eingeschlagen. Auch am Morgen des 22.02.08 schlugen zwei Raketen in Sderot ein. Es liegt noch keine Meldung über Verletzte oder Sachschaden vor.

Blutiger Raketenangriff auf Sderot am 09.02.2008

Der acht Jahre alte Osher Twito und sein 19jähriger Bruder Rami sind am Samstagabend schwer verletzt worden, als eine von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgefeuerte Kassam-Rakete neben ihnen auf einer Straße in der südisraelischen Kleinstadt Sderot einschlug. Sie wurden in das Barsilai-Krankenhaus in Ashkelon gebracht, wo die Ärzte sich nach eingehender Untersuchung dazu gezwungen sahen, Osher ein Bein zu amputieren.

Oshers Vater Rafi sagte im Anschluss daran: "Er ist ein erst acht Jahre altes Kind. Ein Kind, das Fußball spielen und Fahrrad fahren sollte. Wie soll so ein Kind mit einem amputierten Bein leben, mit seinem ganzen Leben noch vor sich?"

Die Al-Quds-Brigaden, der militärische Flügel des Islamischen Jihad, übernahmen die Verantwortung für den Angriff. Im Gaza-Streifen feierten die Terroristen ihren "Erfolg" und sendeten Siegesbotschaften über Moschee-Lautsprecher. Die Hamas teilte unterdessen mit, dass sie seit vergangenem Dienstag (05.02.2008) 154 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert habe.

Seit der Machtübernahme der Hamas im Gaza-Streifen im Juni 2007 sind bereits über 700 Kassam-Raketen und über 800 Mörsergranaten auf Sderot und den westlichen Negev abgeschossen worden.

Unter dem folgenden Link findet sich die Stellungnahme von Israels Ministerpräsident Ehud Olmert während der Kabinettsitzung am Sonntag.

Außenministerin Tzipi Livnis Stellungnahme zu dem Vorfall in Sderot findet sich hier.


(Quellen: Außenministerium des Staates Israel, 10.02.08 und ynet, jpost, 22.02.08)



Jüdisches Leben

Beitrag vom 24.02.2008

Sharon Adler 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



Hila Amit - Hebräisch für Alle. Von der Sprache zur Vielfalt.

. . . . PR . . . .

Hila Amit - Hebräisch für Alle
Das erste queere und feministische Hebräisch-Lehrbuch in Deutschland. Das Arbeitsbuch enthält zahlreiche lebensnahe Beispiele und Übungen, um den Wortschatz direkt anzuwenden und zu verinnerlichen.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.edition-assemblage.de

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Es war einmal ein Töpfchen

. . . . PR . . . .

Es war einmal ein Töpfchen
Alona Frankels "Sir haSirim" (Hebr., der Topf der Töpfe) gilt als erstes Kleinkinderbuch zum Thema "Töpfchentraining". Der israelische Kinderbuchklassiker aus dem Jahr 1975 ist jetzt auf Deutsch erschienen!
Mehr Infos zu den Büchern und zum Ariella Verlag unter:
www.ariella-verlag.de

Rosh HaShana 5781 - Shana tova u-metuka!

AVIVA wishes you a sweet, healthy and happy Rosh HaShana!
AVIVA wünscht ein süßes, glückliches, friedliches und gesundes Neues Jahr 5781!

Wir leben in Wohnungen mit Vergangenheit


Kooperationen

HentrichHentrich
Jewish Womens Archive
Jüdisches Museum Berlin
Bet Debora
Hagalil
JVHS