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AVIVA-BERLIN.de 11/20/5778 - Beitrag vom 09.05.2014

ZeitzeugInnen gesucht: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit sucht nach Informationen zu ehemaligen ZwangsarbeiterInnen der Batteriefabrik Pertrix
AVIVA-Redaktion

J├╝dische BerlinerInnen geh├Ârten zu den ersten ZwangsarbeiterInnen der Firma. Ab Ende 1942 wurden sie durch polnische ZivilistInnen ersetzt und deportiert. Auch kleinste Hinweise sind willkommen.



F├╝r ein Forschungs- und Zeitzeugenprojekt sucht das Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit Berlin-Sch├Âneweide nach Informationen ├╝ber ehemalige ZwangsarbeiterInnen der Firma Pertrix in Berlin-Niedersch├Âneweide. Die Pertrix, eine Tochterfirma der zum Quandt-Konzern geh├Ârenden AFA (Akkumulatorenfabrik AG Berlin-Obersch├Âneweide) stellte Trockenbatterien und Taschenlampen f├╝r die Wehrmacht her und lieferte Z├╝nderbatterien f├╝r Kampfflugzeuge an die Luftwaffe. Im Laufe des Krieges besch├Ąftigte die Pertrix alle ZwangsarbeiterInnengruppen.

Die ersten ZwangsarbeiterInnen waren Berliner Juden, die ab 1938 fl├Ąchendeckend zur Arbeit in R├╝stungsbetrieben eingesetzt wurden. Ab 1941 begann die Deportation der Berliner Juden. Berlin sollte "judenrein" werden. Zur Kompensation des daraus entstehenden Arbeitskr├Ąftemangels in der Berliner R├╝stungsindustrie wurden in einer Art Ringtausch polnische ZivilistInnen aus der Region Zamo┼ô├Ž zwangsweise rekrutiert und nach Berlin verschleppt. Um den Wechsel m├Âglichst reibungslos vonstatten gehen zu lassen, sollten die Juden und J├╝dinnen zun├Ąchst ihre polnischen Nachfolger und Nachfolgerinnen einarbeiten und erst anschlie├čend deportiert werden. Ab Ende November 1942 wurden die Berliner Juden und J├╝dinnen nach und nach durch polnische Zivilarbeiter/innen ersetzt und deportiert. Dieser Zusammenhang zwischen der zwangsweisen Rekrutierung von polnischen ZivilistInnen und der Ermordung der Berliner Juden und J├╝dinnen, der in T├Ąterdokumenten ├╝berliefert ist, wird im Fall von Pertrix auch von ZeitzeugInnenberichten untermauert. So berichtet etwa eine Polin ├╝ber ihre Ankunft bei Pertrix: "Dort gab es Juden, viele Juden. Sie hatten den Stern an den ├ärmeln aufgen├Ąht. Ja, und diese Juden arbeiteten mit uns etwa eine Woche oder zwei Wochen, zeigten uns, was zu machen war." Die Deportationswelle endete mit der "Fabrikaktion" im Februar 1943.

Da ├╝ber den Einsatz der J├╝dinnen und Juden bei Pertrix bisher au├čer diesen Eckdaten nur wenig bekannt ist, sucht das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit nach ├ťberlebenden sowie nach Angeh├Ârigen von ├ťberlebenden oder Ermordeten. Auch kleinste Hinweise sind willkommen.

┬ę Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit Berlin-Sch├Âneweide
Pertrix-Batterie, 1940er Jahre, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit


Weitere Informationen bei/Hinweise bitte an:
Uta Fr├Âhlich, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Projekt "ZWANGSARBEIT F├ťR PERTRIX"
Britzer Stra├če 5
12439 Berlin
Tel. +49 (030) 63 90 288-14
Fax +49 (030) 63 90 288-29
froehlich@topographie.de

www.dz-ns-zwangsarbeit.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:


Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Sch├Âneweide (2009)


(Quelle: Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit Berlin-Sch├Âneweide)

Jüdisches Leben Beitrag vom 09.05.2014 AVIVA-Redaktion 





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