Shimon-Peres-Preis am 10. Ok-tober 2017 erstmalig verliehen - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Stiftung Zur├╝ckgeben Juedische Allgemeine - Wochenzeitung f├╝r Politik, Kultur, Religion und J├╝disches Leben AVIVA_gegen_AFD
AVIVA-Berlin > Jüdisches Leben AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Veranstaltungen in Berlin
   Koscher + Vegetarisch
   Writing Girls
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de 11/20/5778 - Beitrag vom 12.10.2017

Shimon-Peres-Preis am 10. Oktober 2017 erstmalig verliehen
Sharon Adler

In Anwesenheit der Familie Peres wurden im J├╝dischen Museum Berlin mit dem Shimon-Peres-Preis zwei deutsch-israelische Kooperationsprojekte ausgezeichnet, die herausragende Beispiele f├╝r den erfolgreichen Austausch junger Fach- und F├╝hrungskr├Ąfte aus den beiden L├Ąndern darstellen und sich um die Ausgestaltung der deutsch-israelischen Beziehungen besonders verdient gemacht haben: Microfy, Israel & Migration Hub, Deutschland, und Yasmeen Godder Company, Israel & Monica Gillette, Deutschland



Der Shimon-Peres-Preis, der in Kooperation zwischen der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum und dem Ausw├Ąrtigen Amt verliehen wird, zeichnet im Andenken an den am 28. September 2016 verstorbenen ehemaligen israelischen Staatspr├Ąsidenten Menschen aus, die sich in den letzten Jahren erfolgreich f├╝r beide Gesellschaften und die deutsch-israelischen Beziehungen eingesetzt haben.



Der Preis ging in diesem Jahr an zwei deutsch-israelische Kooperationen, die auf zwei unterschiedlichen zukunftsrelevanten Themengebieten nachhaltige Ergebnisse erzielt haben, die beiden Gesellschaften zugutekommen:

Microfy, Israel & Migration Hub, Deutschland

An dem Fachkr├Ąfteaustausch "Exchange on Social Entrepreneurship" nahmen 19 Initiativen f├╝r und von gefl├╝chteten Menschen aus Deutschland und Israel teil. Ziel des Projekts war es, sozialunternehmerische Hub-Strukturen in Deutschland und Israel zu bef├Ârdern, die wirtschaftliche und soziale Integrationsm├Âglichkeiten f├╝r Gefl├╝chtete und sozial Benachteiligte bieten. Dabei trug der Fachaustausch zur Bildung nachhaltiger deutsch-israelischer Netzwerke bei: So entsteht in Israel zurzeit in Zusammenarbeit mit der Stadt Tel Aviv ein Migration Hub nach dem Berliner Modell.

Yasmeen Godder Company, Israel & Monica Gillette, Deutsch-land

In dem Projekt "St├Ârung" ging es darum, den Effekt von Tanz und Bewegung auf das Krankheitsbild und das Wohlbefinden von an Parkinson erkrankten Menschen zu untersuchen. Daf├╝r kamen ├╝ber 80 deutsche und israelische Teilnehmende aus Medizin, Neuro- und Ingenieurswissenschaften, Theater und Tanz mit Parkinsonpatienten- und patientinnen zusammen, um gemeinsam Erkenntnisse f├╝r therapeutische Ans├Ątze zu gewinnen und etablierte Vorstellungen vom "Kranksein" zu ├╝berdenken. Die Ergebnisse des Projekts sind in zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zum Thema eingeflossen. Bis heute arbeiten die Choreographinnen in Tanzklassen mit Menschen mit Parkinson und teilen die Projektergebnisse mit zahlreichen Institutionen, auf Festivals und auf Konferenzen in beiden L├Ąndern.

Die Jury w├Ąhlte Projekte, die sich gesellschaftlichen Herausforderungen stellen
├ťber die Preisvergabe entschied eine Jury aus Vertreter_innen der Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Kultur und Wirtschaft.

Beide Kooperationen zeichneten sich dadurch aus, dass sie aktuelle Herausforderungen in Angriff nahmen und ihre Ergebnisse weit ├╝ber die Projekte hinauswirkten.

Dr. Tamara Or, Gesch├Ąftsf├╝hrender Vorstand des Deutsch-Israelischen Zukunftsforums, begl├╝ckw├╝nschte die Preistr├Ągerinnen: "Wir hoffen, dass dieser Preis Euch ermutigen wird, Euch weiterhin f├╝r unsere Gesellschaften und f├╝r die deutsch-israelischen Beziehungen einzusetzen. M├Âge er Euch ermutigen, auch wenn es einmal schwer wird, immer vor allem das Verbindende und nicht das Trennende zu sehen."



Der Preis kn├╝pft damit an das Verm├Ąchtnis von Shimon Peres an, wie seine Tochter, die Sprachwissenschaftlerin Professorin Tsvia Walden, in ihrer bewegenden Rede erkl├Ąrte. Dank des Preises werde "der Geist meines Vaters sowohl hier als auch in Israel weiterleben und inspirieren". Er sei mutig und innovativ und ziele darauf ab, V├Âlkerverst├Ąndigung proaktiv zu gestalten.

Eingerahmt von Live-Musik des israelischen Keyboarder, Komponisten und Produzenten Idan Raichel und Band fand die Preisverleihung mit Standing Ovations f├╝r die Preistr├Ągerinnen einen w├╝rdigen Rahmen.
Aber auch die Gedenk- und Schweigeminute f├╝r die am 5. Oktober 2017 durch einen tragischen Ungl├╝cksfall durch das Sturmtief Xavier get├Âtete Journalistin, Nahostkorrespondentin, Politik-Expertin und Chefredakteurin der Zeitschrift "Internationale Politik" (IP) der Deutschen Gesellschaft f├╝r Ausw├Ąrtige Politik (DGAP) Dr. Sylke Tempel fand ihren Platz. Dr. Tamara Or war sichtlich bewegt, als sie die t├Âdlich verungl├╝ckte Sylke Tempel in ihrem Eingangsstatement w├╝rdigte. Sylke Tempel sollte urspr├╝nglich die Gespr├Ąchsrunde mit den Preistr├Ągerinnen f├╝hren. Dies ├╝bernahm an ihrer Stelle die Journalistin und Moderatorin beim ├Âffentlich-rechtlichen Rundfunk Shelly Kupferberg, die auch die Moderation des gesamte Abends gestaltete. Bundesau├čenminister Sigmar Gabriel hielt die Festrede, in der er die Arbeit der Projekte w├╝rdigte und sich ausdr├╝cklich f├╝r die Einladung bedankte. Er nutzte die Preisverleihung jedoch auch f├╝r eine in diesem Rahmen deplatzierte und peinliche Selbstdarstellung, entschuldigte sich f├╝r sein Verhalten w├Ąhrend seiner letzten Israel-Reise, und witzelte schlie├člich dar├╝ber, es sei ihm nun "erlaubt worden, bei seiner n├Ąchsten Israel-Reise Vertreter_innen von "Breaking the Silence" treffen zu "d├╝rfen".



Das Deutsch-Israelische Zukunftsforum

bringt Fach- und F├╝hrungskr├Ąfte aus Deutschland und Israel zusammen, die Verantwortung ├╝bernehmen und sich f├╝r die demokratische Ausgestaltung unserer Gesellschaften einsetzen.

Das Deutsch-Israelische Zukunftsforum unterst├╝tzt Multiplikator_innen aus Deutschland und Israel und f├Ârdert bilaterale Projekte, die einen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung der Gegenwart und Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen leisten.
Das Deutsch-Israelische Zukunftsforum und das Ausw├Ąrtige Amt schreiben nun j├Ąhrlich den Shimon-Peres-Preis aus.

Weitere Informationen: www.dizf.de

Weitere Informationen zu den Preistr├Ągerinnen und deren Projekten:

migrationhub.network

www.microfy.org

hafraah.wordpress.com




Fotos: Sharon Adler

Jüdisches Leben Beitrag vom 12.10.2017 Sharon Adler 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken