Ein junger Jude und seine verrückte Idee gegen das Vergessen - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 12/29/5781 - Beitrag vom 20.03.2019


Ein junger Jude und seine verrückte Idee gegen das Vergessen
AVIVA-Redaktion

ENDLICH TACHELES! Die Regisseurinnen Jana Matthes und Andrea Schramm haben den 21 jährigen Yaar und seine Familie drei Jahre lang mit der Kamera begleitet, gedreht wurde in Deutschland, Polen und Israel. Der Kinodokumentarfilm zeigt "einen jungen Rebellen, der die Geschichte des Holocausts für seine Generation neu erzählen will".




Yaar ist 21 und hält sich für den unjüdischsten Juden der Welt. Er ist in Israel geboren und in Deutschland aufgewachsen. Das Judentum und die Geschichte der Großeltern im Holocaust sind für ihn weit weg. Doch dann wird er mit einem Messer bedroht – weil er Jude ist. Schockiert begreift er, dass er seiner Herkunft nicht entkommen kann. Mit dem Computerspiel "Als Gott schlief" will er den Holocaust auf eine Weise thematisieren, wie es der Geschichtsunterricht nicht vermag. Yaar macht seine Oma Rina zum Vorbild für die junge Jüdin im Spiel. Zusammen mit Freund*innen besucht er Rinas Geburtsort Krakau, wo er ein furchtbares Familiengeheimnis aufdeckt.

Eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte beginnt. Yaar muss zwischen dem Trauma der Generationen vor ihm und seinem Anspruch auf ein unbelastetes Leben seinen eigenen Weg finden. Am Ende entsteht ein intensives Familienporträt über drei Generationen, das in einer Zeit, in der die letzten Zeitzeug*innen sterben, eine Suche nach neuen Erinnerungsformen abbildet.

Die Regisseurinnen Jana Matthes und Andrea Schramm begleiten Yaar und seine Familie seit drei Jahren mit der Kamera und haben in Deutschland, Polen und Israel gedreht.

Im Rahmen einer Podiumsveranstaltung haben die Filmemacherinnen am 24. März 2019 in der Sukkat Schalom Synagoge das Projekt vorgestellt. Sie zeigten einige Bilder aus dem Material und diskutierten mit Gästen über die Folgen des Holocaust für die nachfolgenden Generationen.

Dabei waren:
Jana Matthes und Andrea Schramm - Autorinnen/Regisseurinnen
Ilei Elieser Zavadsky - Sohn von Holocaustüberlebenden und Protagonist des Films (Yaars Vater)
Nikolai Stern - Psychotherapeut, spezialisiert auf transgenerationale Traumata

Moderiert wurde der Nachmittag von der Journalistin Ute Barthel, musikalisch umrahmt von der Sängerin Tania Alon.

Crowdfunding:
Bisher ist das Projekt zu drei Vierteln finanziert und benötigt dringend noch Unterstützung, um den Schnitt und die Postproduktion zu finanzieren. Dazu läuft derzeit auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne:

www.startnext.com/endlichtachelesfilm

Das Projekt wird vom Kulturstaatsministerium (BKM) gefördert und später bei 3sat ausgestrahlt. AVIVA-Berlin wird an dieser Stelle dazu bereichten, sobald das Sendedatum feststeht.

Weitere Informationen: www.endlich-tacheles.org

EIN JUNGER JUDE UND SEINE VERRÜCKTE IDEE GEGEN DAS VERGESSEN
Ein Kinodokumentarfilm, 90 Minuten

Zu den Regisseurinnen: Jana Matthes und Andrea Schramm haben die Produktionsfirma SCHRAMM MATTHES FILM gegründet: "Seit 20 Jahren drehen wir Filme für ARD, ZDF, arte, 3sat und fürs Kino. Wir arbeiten auch genreübergreifend: Wir produzierten Imagefilme und Werbung, eine Webdoku und ein Kunstprojekt sind im Entstehen."

Mehr Infos zu Schramm-Matthes-Film und den Regisseurinnen unter: www.schramm-matthes-film.de


Copyright Foto: Schramm-Matthes-Film


Jüdisches Leben

Beitrag vom 20.03.2019

AVIVA-Redaktion 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



Jüdisches Leben ist keine Provokation! Kundgebung gegen Antisemitismus in Berlin-Neukölln am 25. Juli 2021 ab 17 Uhr

. . . . PR . . . .

Jüdisches Leben ist keine Provokation
Mit einer Kundgebung vor dem Rathaus Neukölln will sich das Bündnis gegen Antisemitismus Neukölln gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik und Gesellschaft mit Jüdinnen und Juden solidarisch zeigen und Politik und Bürger:innen zum Handeln gegen Antisemitismus auffordern
Mehr Informationen zum unter: www.facebook.com/events

Hila Amit - Hebräisch für Alle. Von der Sprache zur Vielfalt.

. . . . PR . . . .

Hila Amit - Hebräisch für Alle
Das erste queere und feministische Hebräisch-Lehrbuch in Deutschland. Das Arbeitsbuch enthält zahlreiche lebensnahe Beispiele und Übungen, um den Wortschatz direkt anzuwenden und zu verinnerlichen.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.edition-assemblage.de

Esther Dischereit - Mama, darf ich das Deutschlandlied singen. Politische Texte

. . . . PR . . . .

Esther Dischereit - Mama, darf ich das Deutschlandlied singen. Politische Texte
Jüdisch. Solidarisch. Antirassistisch. Der Essayband mit einem Vorwort von Aleida Assmann knüpft an die beiden Aufsatzbände "Übungen jüdisch zu sein" und "Mit Eichmann an der Börse" an.
Mehr zur Autorin, zum Buch, sowie Bestellung unter: www.mandelbaum.at

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Es war einmal ein Töpfchen

. . . . PR . . . .

Es war einmal ein Töpfchen
Alona Frankels "Sir haSirim" (Hebr., der Topf der Töpfe) gilt als erstes Kleinkinderbuch zum Thema "Töpfchentraining". Der israelische Kinderbuchklassiker aus dem Jahr 1975 ist jetzt auf Deutsch erschienen!
Mehr Infos zu den Büchern und zum Ariella Verlag unter:
www.ariella-verlag.de

Rosh HaShana 5781 - Shana tova u-metuka!

AVIVA wishes you a sweet, healthy and happy Rosh HaShana!
AVIVA wünscht ein süßes, glückliches, friedliches und gesundes Neues Jahr 5781!

Wir leben in Wohnungen mit Vergangenheit


Kooperationen

HentrichHentrich
Jewish Womens Archive
Jüdisches Museum Berlin
Hagalil
JVHS
Bet Debora
Ohel Hachidusch