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AVIVA-BERLIN.de 13/4/5780 - Beitrag vom 07.02.2020


Gemeinsam gegen Antisemitismus: ZWST, Beratungsstelle OFEK und Bundesverband RIAS vereinbaren neue Kooperation
AVIVA-Redaktion

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST), die Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V. und der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) e.V.



Um Betroffenen von Antisemitismus im gesamten Bundesgebiet die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, wollen drei zentrale AkteurInnen der Antisemitismusbekämpfung enger kooperieren: Am 30.01.2020 unterzeichneten die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST), die Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V. und der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) e.V. in Berlin eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Die Kooperation regelt: die Dokumentation und Veröffentlichung von antisemitischen Vorfällen, die Sensibilisierung und den Austausch mit den jüdischen Institutionen sowie die Verweisberatung und Begleitung von Betroffenen. So kann der Bundesverband RIAS e.V. Ratsuchende, die sich über das bundesweite Meldeportal www.report-antisemitism.de an ihn wenden und weiterführende Beratung benötigen, zukünftig auch an OFEK e.V. vermitteln. Zusammen mit dem bundesweit agierenden Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST wollen die PartnerInnen Qualitätsstandards entwickeln, die auch in der präventiv-pädagogischen Arbeit genutzt werden können.

"Auch 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gehören Stigmatisierungen, Beleidigungen, Belästigungen und nun auch tätliche Angriffe zum Alltag der jüdischen Community in Deutschland und Europa", sagte der Direktor der ZWST Aron Schuster.

"In ganz Deutschland sollen Betroffene von antisemitischen Vorfällen auf gut funktionierende Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten zurückgreifen können. Die Kooperation zwischen dem Bundesverband RIAS e.V. und OFEK e.V. kann helfen, verlässliche Unterstützungsangebote auszubauen", sagte Marina Chernivsky, Geschäftsführerin von OFEK e.V.

"Beim Kampf gegen Antisemitismus kommt es darauf an, geschlossen aufzutreten. Eine gute Koordination zwischen jüdischen wie nichtjüdischen Beratungseinrichtungen auf Bundes- und Landesebenen ist deswegen unabdingbar", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS e.V. Benjamin Steinitz.

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST) ist Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Zu den Kernaufgaben der ZWST gehören unter anderem die psychosoziale Unterstützung von Überlebenden und deren Nachkommen.

Die 2017 vom Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der ZWST gegründete und seit 2019 als eigenständiger Verein operierende Beratungsstelle OFEK unterstützt Betroffene von Antisemitismus und setzt auf den Ausbau bundesweiter – auf Antisemitismus spezialisierter – Beratungsstrukturen – ab. Hierfür kooperiert OFEK e.V. unter anderem mit dem Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistische und antisemitischer Gewalt (VBRG) e.V.

Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V. verfolgt das Ziel, bundesweit eine einheitliche zivilgesellschaftliche Dokumentation und Erfassung antisemitischer Vorfälle sowie Straftaten zu gewährleisten und die Interessen von Trägern und Projekten regionaler Meldestellen für antisemitische Vorfälle gegenüber der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zu vertreten.

Mehr Informationen

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.
www.zwst.org

OFEK e.V. - Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung
www.zwst-kompetenzzentrum.de/ofek

Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V.
www.report-antisemitism.de

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Quelle: PRESSEMITTEILUNG RIAS vom 30.01.2020



Jüdisches Leben Beitrag vom 07.02.2020 AVIVA-Redaktion 





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