Jüdische Musik in der Romantik – Jubiläumskonzert am 25.11.2008 in der Philharmonie Berlin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 2/5/5782 - Beitrag vom 08.10.2008


Jüdische Musik in der Romantik – Jubiläumskonzert am 25.11.2008 in der Philharmonie Berlin
AVIVA-Redaktion

Das Europäische Zentrum für Jüdische Musik der Hochschule für Musik und Theater Hannover feiert 2008 sein 20jähriges Bestehen – Anlass für ein ganz besonderes Konzert in der Berliner Philharmonie




Unter der Leitung des Direktors Andor Izsák interpretiert der NDR Chor Psalmenvertonungen von Louis Lewandowski und Franz Schubert. Von Lewandowski stehen außerdem die "Hebräische Rhapsodie" und das Fest-Präludium für Orgel auf dem Programm.
Franz Schubert und Louis Lewandowski: Die beiden Komponisten bilden ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Juden und Christen verbindende Tradition des Psalmengebets sich auch in den Vertonungen widerspiegelt und zur gegenseitigen Befruchtung und Inspiration jüdischer wie christlicher Komponisten in der Zeit der Romantik führte.

Louis Lewandowski (1821-1894) ist einer der bekanntesten Komponisten synagogaler Musik. Als erster Jude wurde er in die Akademie der Künste aufgenommen. Seine in deutscher Sprache für gemischten Chor, Soli und Orgelbegleitung geschriebenen "Liturgischen Psalmen" sind von höchster musikalischer Qualität und stehen mit Kompositionen von Brahms, Mendelssohn und Schubert auf einem Niveau.
Franz Schubert (1797-1828) selbst komponierte für die Wiener Synagoge. Als Brückenschlag zwischen religiösem Gesang und Kunstmusik kann man Lewandowskis "Hebräische Rhapsodie" für Klavier verstehen. Sie kombiniert synagogale Gesänge mit der pianistisch-virtuosen Variationskunst weltlicher Kompositionen und entwirft ein wirkungsvolles Klanggemälde. Dies gilt auch für Lewandowskis Orgelpräludium Nr. 1. Es vereinigt machtvolle Klänge nach Art von Wagners "Meistersingern" mit diffiziler Chromatik.

Geleitet wird das Konzert von Prof. Andor Izsák, dem Direktor des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Das Zentrum befasst sich mit der Dokumentation und Rekonstruktion der jüdisch-liturgischen Musiktradition Europas, die in dem Jahrhundert vor dem Holocaust eine große Blütezeit erlebte. Das Zentrum wird in Kürze seine Arbeit in der Villa Seligmann in Hannover weiterführen. Getragen wird dieses "Haus der jüdischen Musik" durch die Siegmund Seligmann-Stiftung.

Jüdische Musik der Romantik
Psalmenvertonungen von Louis Lewandowski und Franz Schubert
Lewandowski: "Hebräische Rhapsodie"
Lewandowski: Fest-Präludium für Orgel

Mit
NDR Chor
Alexander Ivanov Orgel
Erika Lux Klavier
Andor Izsák Leitung

Philharmonie Berlin – Großer Saal
Herbert-von-Karajan-Straße 1
10785 Berlin
25. November 2008
Eintrittspreis: 15-40 Euro
www.berliner-philharmoniker.de

Weitere Informationen unter:

www.ezjm.de
www.seligmann-stiftung.de


Jüdisches Leben

Beitrag vom 08.10.2008

AVIVA-Redaktion 






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