Petra Pau fordert nach Israel-Besuch moderne Erinnerungskultur - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 2/28/5782 - Beitrag vom 13.03.2009


Petra Pau fordert nach Israel-Besuch moderne Erinnerungskultur
AVIVA-Redaktion

Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau besuchte vom 6. bis 13. März 2009 Israel. Im Mittelpunkt der Reise stand die Frage, wie man im 21. Jahrhundert wirkungsvoll der Shoa gedenken und zugleich ...



... gegen Antisemitismus immunisieren kann.

"Das sind drängende Themen, die in Israel intensiv bearbeitet werden, die in Deutschland wichtig sind und die zu meinen politischen Schwerpunkten gehören", sagt Bundestagsvizepräsidentin Pau.

In diesem Sinne hatte Pau mehrere Begegnungen und Gespräche in Haifa, in Tel Aviv, in Jerusalem und in weiteren Erinnerungsstätten. Petra Pau: "Bei dieser hochinteressanten Studienwoche waren wir uns einig: Wir brauchen eine moderne Erinnerungskultur und weitere Anstrengungen im Kampf gegen den Antisemitismus. Was ich dazu in Yad Vashem ebenso wie im Ghetto Fighters´ Haus oder am Massuah Institute sah und erfuhr, war beeindruckend."

Aus der Reise habe sie schon erste Schlussfolgerungen gezogen: "Ich werde meine Erfahrungen mit den einschlägigen Einrichtungen und Institutionen in Deutschland beraten. Der systematische Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel muss weiter gefördert und ausgebaut werden. Wir brauchen alte Vereinbarungen neu, zum Beispiel die über eine gemeinsame deutsch-israelische Schulbuch-Kommission."

Darüber hinaus führte die Vizepräsidentin politische Gespräche u.a. mit dem Botschafter Deutschlands, Dr. Dr. Harald Kindermann, dem Alterspräsidenten der Knesset, Michael Eitan, Vertretern der palästinensischen Autonomie-Behörde bzw. der palästinensischen Geschäftsführenden Regierung sowie mit dem UN-Koordinierungsbüro OCHA.

Ihr Interesse galt auch der Bildungs- und Kulturarbeit der Bundesrepublik Deutschland in dieser Region. Dazu besuchte sie das Goethe-Institut in Ramallah und Büros der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung in Ramallah und in Tel Aviv.

Quelle: Deutscher Bundestag (13.03.09)


Jüdisches Leben

Beitrag vom 13.03.2009

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