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AVIVA-BERLIN.de 11/25/5778 - Beitrag vom 23.03.2009

Dritte Generation - Ein Work-in-progress von Yael Ronen and the Company
Claire Horst

Die israelische Regisseurin Yael Ronen setzt sich in ihrem Theaterst├╝ck mit dem Gordischen Knoten auseinander, der Israel, Pal├Ąstina und Deutschland verbindet. Mit zw├Âlf SchauspielerInnen ...



...hat sie ein Theaterst├╝ck ├╝ber den Umgang mit der gemeinsamen Geschichte und den gegenseitigen Verletzungen erarbeitet. Ihre SchauspielerInnen haben sehr unterschiedliche Hintergr├╝nde: Sie sind auf beiden Seiten des ehemals geteilten Deutschland geboren, sind muslimische und christliche Pal├ĄstinenserInnen, die mit israelischem Pass in Haifa leben oder sie stammen aus j├╝dischen Familien unterschiedlicher Herkunft - aus Europa, dem Nahen Osten oder Nordafrika.

Aus diesem "work-in-progress" ist ein St├╝ck entstanden, in dem die pers├Ânlichen Erfahrungen und Meinungen der Beteiligten zusammenflie├čen. F├╝r die Verkn├╝pfung dieser verschiedenen Perspektiven wurde Yael Ronen hart kritisiert. Der Gemeinde├Ąlteste der J├╝dischen Gemeinde Berlin, Isaak Behar, wirft dem Theaterprojekt eine Verh├Âhnung der Opfer des Holocaust vor. Behar, dessen gesamte Familie im Holocaust ermordet wurde, ist der Meinung, das Theaterst├╝ck relativiere mit der Gleichstellung der Erfahrungen von Pal├ĄstinenserInnen und J├╝dInnen den Holocaust und verharmlose ihn so. Er forderte in einem offenen Brief die Absetzung des Theaterst├╝cks.

Ronen und ihre MitarbeiterInnen bekr├Ąftigen jedoch, dass sie sich auch mit tabuisierten Gef├╝hlen auseinandersetzen wollen. Es gehe ihnen gerade darum, ein Gespr├Ąch zwischen den EnkelInnen der T├Ąter und der Opfer anzuregen. Dazu setzt Ronen Mittel der Satire ein, um an den ├╝berlieferten Tabus zu kratzen.
Die Regisseurin m├Âchte eine Diskussion zu Themen beginnen, ├╝ber die sonst entweder geschwiegen wird oder die zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden: "Es geht in meinem St├╝ck darum, dar├╝ber zu reflektieren, wie eine Gesellschaft ein historisches Ged├Ąchtnis manipuliert und f├╝r ihre politischen Zwecke nutzt." Ihrer Meinung nach ist es an der Zeit, auch kontroverse Meinungen zuzulassen. Dass das auch vermeintlich politisch inkorrekte Aussagen einbezieht, h├Ąlt sie f├╝r notwendig ÔÇô auch wenn es wehtut.

Eine Workshop-Pr├Ąsentation von "Dritte Generation" gab es im Sommer 2008 bereits auf dem Festival "Theater der Welt" in Halle zu sehen. Jetzt bringt Yael Ronen das St├╝ck nach weiteren Recherche- und Probenphasen in Tel Aviv und Berlin in einer deutlich ver├Ąnderten und erweiterten Fassung an die Schaub├╝hne.


AVIVA-Tipp: Das St├╝ck setzt sich mit den Verkn├╝pfungen von historischen Ereignissen und unserer pers├Ânlichen Identit├Ąt auseinander. Ronen scheut sich nicht davor, auch kontroverse Meinungen zuzulassen und erm├Âglicht so eine wirkliche Auseinandersetzung mit Verletzungen und Tabus.

Weitere Infos zum St├╝ck unter: www.schaubuehne.de und www.habima.co.il
Veranstaltungsort: Schaub├╝hne am Lehniner Platz
Kurf├╝rstendamm 153, 10709 Berlin
Telefon: 030 - 890020

"Dritte Generation" von Yael Ronen & the Company
Regie: Yael Ronen
Dramaturgie: Amit Epstein und Irina Szodruch
Mit Knut Berger, Niels Bormann, Karsten Dahlem, Ishay Golan, George Iskandar, Orit Nahmias, Rawda, Ayelet Robinson, Judith Str├Â├čenreuter, Yousef Sweid
Premiere am 20. M├Ąrz 2009, wieder vom 23. bis 25. M├Ąrz, 3. bis 5. April und 7. bis 9. Mai 2009
Eine Koproduktion der Schaub├╝hne, des Habima National Theatre of Israel, Tel Aviv, und der RuhrTriennale 2009 im Auftrag von Theater der Welt 2008 in Halle, mit Unterst├╝tzung der Kulturstiftung des Bundes und des Goethe-Instituts.
In deutscher, arabischer, hebr├Ąischer und englischer Sprache mit deutschen ├ťbertiteln

Jüdisches Leben Beitrag vom 23.03.2009 Claire Horst 





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